Charlène Sery und Lorenzo Lodi mit Leone, Agnese und Cleofe

Wir wollten einfach einen Tapetenwechsel
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Was für eine tolle Familie! Charlène Sery und Lorenzo Lodi betreiben in Prenzlauer Berg das Eiscafé „Early Bird Gelato“, wohnen aber mit ihren drei Kindern in Friedrichshain. Vorher haben sie lange in möblierten Apartments gewohnt, denn es war unheimlich schwer, eine Wohnung zu finden. Das Warten hat sich gelohnt: die Familie fand einen hellen und gut geschnittenen Altbau – und sie haben es sich dort richtig schön gemacht. Wir besuchen die fünf an einem sonnigen Sonntag, es wird italienisch, französisch und deutsch gesprochen, alle Kinder wachsen dreisprachig auf – und wechseln leichthändig zwischen den Sprachen hin und her. Es ist wuselig, aber voller Lebensfreude und Familienliebe. Kennengelernt haben sich Charlene und Lorenzo in Bergamo, Charlene stammt von der Elfenbeinküste, ist aber als junges Mädchen mit ihren Eltern nach Italien ausgewandert. Warum die beiden sich für Berlin statt Bergamo als Familiensitz entschieden haben, und wieviel Eis die Kinder so essen dürfen, all das und noch mehr, erzählt uns Charlene im Interview – und mit dabei die neue Herbstkollektion von Reima!

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Hallo Charlene! Ich bin so beeindruckt, ihr seid wirklich einfach so nach Berlin gezogen, ohne jemanden zu kennen?

Ja, tatsächlich! Lorenzo und ich wollten einfach einen Tapetenwechsel, als wir unser erstes Kind, Leone, bekamen. Und wir wollten in eine große Stadt ziehen. Also machten wir 2016 für ein paar Wochen Urlaub in Berlin und Kopenhagen, das waren die beiden Städte, die uns am familienfreundlichsten erschienen. Wir haben uns für Berlin entschieden, vor allem weil das Wetter besser ist und auch weil es günstiger ist. Wir dachten, Berlin könnte ein schöner Ort zum Leben sein. Und es stellte sich heraus: Das ist auch wirklich so. Und dank unseres Eiscafés haben wir dann auch schnell viele Leute kennengelernt und auch Freunde gefunden.

Berlin und Kopenhagen, das waren die beiden Städte, die uns am familienfreundlichsten erschienen
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Du sagst ja sogar, Berlin sei eine der besten Städte für Familien weltweit – warum?

Definitiv: Ja! Ich finde, es gibt so viel Unterstützung für Familien hier und so viele Aktivitäten. Die Schulen sind gut und sie sind kostenlos, die Kita ist fast kostenlos, ich meine: wow! Und es gibt so viele Parks und Spielplätze. Für mich klingt das alles immer noch wie ein Traum. Stell dir mal eine Familie vor, die in Italien lebt, die zahlen mindestens 500€ pro Monat für den Kindergarten… Und wenn man dann drei Kinder hat, wie wir… Also ich muss wirklich sagen: Hierher zu ziehen war eine der besten Entscheidungen, die wir je getroffen haben.

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Man könnte meinen, Italien mit all der Natur und den netten Menschen sei viel schöner!

Ich habe mehr als 20 Jahre in Italien gelebt, meine Familie lebt immer noch dort. Und ja, es ist schön, die Menschen sind nett. Aber ich muss sagen, für mich ist es ein großartiger Ort, um Urlaub zu machen: das großartige Essen, all die tollen Orte. Aber zum Leben, vor allem als Familie, ist es für mich nicht ideal. Die großen Städte sind nicht sehr kinderfreundlich, die Infrastruktur für Familien ist nicht ausgebaut und die Politik in Italien handelt langsam und träge. Und gerade in den ländlicheren Gebieten halte ich Rassismus für ein großes Problem. Das passiert natürlich überall, aber für mich war das einer der Gründe, warum ich in eine Großstadt ziehen wollte. Lorenzo hatte das gleiche Gefühl – es gab also keinen Grund, es nicht zu tun!

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Ihr hattet beide in Italien ganz unterschiedliche Jobs, wie seid ihr zur Gastronomie gekommen?

Ja, das stimmt, ich habe in der Modebranche gearbeitet und Lorenzo war in der IT-Tech-Branche, er hat für Pirelli gearbeitet. Wir wollten aber auch wirklich unseren Alltag, unsere Routinen und unser Leben komplett ändern. Vielleicht lag es an Leone, der 2015 geboren wurde, manchmal geben einem Kinder einfach eine neue Perspektive. Wir haben 2016 geheiratet und wussten: Wir wollen ein neues Leben. Wir beide lieben gutes Essen und gutes Eis, außerdem haben wir beide eine Leidenschaft für tolle Möbel und schöne Orte. Early Bird Gelato ist eine Mischung aus all dem: Cremiges, italienisches, richtig gutes Eis, in einer schönen Umgebung. Wir lieben diesen Ort sehr!
Wir hatten etwas gespart und hatten unsere Wohnung in Bergamo verkauft, dazu haben wir ein bisschen Geld geliehen und dann sind wir All-In gegangen. Wir sind im Oktober 2016 nach Berlin gezogen und haben den Shop im Januar 2017 eröffnet. Es ging alles sehr schnell. Wir hatten nur ein paar Kartons voller Klamotten dabei, das war’s. Es war wirklich der Beginn eines neuen Lebens, sehr aufregend!

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Du wolltest, dass deine Kinder in einem vielfältigen und aufgeschlossenen Umfeld aufwachsen, hat das in Berlin geklappt?

Ja, es funktioniert ganz gut muss ich sagen. Kita, Schule, Spielplatz – überall, wo wir Zeit verbringen, gibt es viele verschiedene Leute aus verschiedenen Ländern und meine Kinder sind neugierig. Sie fragen: „Mama, warum tragen muslimische Frauen ein Kopftuch?“ Und so weiter… Und ich liebe es, wie sehr sie alle Unterschiede hier respektieren. Respekt ist für mich eines der wichtigsten Dinge, die ich meinen Kindern beibringen möchte. Respekt und Freundlichkeit. Außerdem muss ich sagen: Ich bin jetzt seit fünf Jahren hier und habe selbst als Schwarze Frau keinerlei Diskriminierung erfahren. Ich meine, dumme Leute gibt es überall, aber Berlin scheint mir ziemlich aufgeschlossen zu sein. Also zumindest dort, wo wir leben, scheint es weniger dumme Leute zu geben 😉

Respekt ist für mich eines der wichtigsten Dinge, die ich meinen Kindern beibringen möchte. Respekt und Freundlichkeit.
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Wie habt ihr eure Wohnung gefunden?

Oh, das war ein ziemlich langer Prozess. Wie gesagt, wir hatten nur unsere Klamotten dabei und wohnten dann an verschiedenen Orten in Berlin: 6 Monate in Neukölln, 3 Monate in Mitte und zwei Jahre in Prenzlauerberg. Und zwar in möblierten Wohnungen, alle von der gleichen Firma. Es war so schwer, eine feste Wohnung zu finden, und in dieser Zeit wurden auch die beiden Mädchen geboren, wir hatten das Café, wir hatten so viel zu tun, wir hatten auch einfach keine Zeit, wirklich intensiv nach einer Wohnung zu suchen. Aber dank einem Kunden aus dem Café haben wir dann diese Wohnung bekommen, wo wir letzten Sommer eingezogen sind. Jetzt haben wir also endlich ein festes Zuhause, aber: wir mussten alle unsere Möbel neu kaufen. Das hat auch Spaß gemacht, war aber ziemlich mühsam und ein langer Prozess.

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Die Kinder teilen sich ein Zimmer, wie läuft das so?

Ich muss sagen, ich wollte schon immer eine große Familie, vor allem weil ich “Teilen” eine wichtige und schöne Sache finde. Aber für die Kinder ist das Teilen eine ziemlich komplexe Sache. Wie bei den meisten Geschwistern ist auch bei ihnen alles „meins“. Es gibt viele Konflikte! Aber ich muss sagen, alles in allem läuft es gut. Wir haben dieses tolle Bett, das von Martin Schatz gebaut wurde, der auch das Eiscafé gemacht hat. Leone schläft oben, die Mädchen unten. Die drei gehen gleichzeitig ins Bett, gegen 20 Uhr, wir lesen eine Geschichte, sie hören Schlaflieder und dann schlafen sie ein. Das läuft also zum Beispiel echt gut, und es fragen immer alle, wie wir es abends machen. Wenn jemand Platz zum Spielen braucht, zieht er einfach ins Wohnzimmer um, oder in unser Schlafzimmer.

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Wie organisiert ihr Beruf und Familie, ihr müsst ja sicher viel im Café sein, oder?

Ja, absolut. Aber wir haben ein tolles Team. Lorenzo und ich halten uns fast immer zumindest das Wochenende frei, um bei den Kindern zu sein. Jeder von uns arbeitet etwa 4 bis 5 Tage die Woche, normalerweise einer vormittags, der andere nachmittags. Und manchmal hat auch einer frei, dann haben wir einen gemeinsamen Nachmittag. Dank Schule und Kindergarten und kurzen Wegen klappt es irgendwie ganz gut. Aber für Freizeit bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Zeit, die wir außerhalb der Arbeit haben, verbringen wir damit, unsere Wohnung sauber zu halten, Sport zu machen oder zu zweit abzuhängen. Für diese Paarzeit hätte ich gerne mehr Zeit, aber wir haben kaum Hilfe. Unsere Eltern sind in Italien, sie kommen manchmal, um zu helfen, doch die meiste Zeit des Jahres sind wir allein, aber ab und zu nehmen wir uns einem Babysitter.

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Für die Kinder ist das sicher toll, neben Eiscreme aufwachsen, oder? Wie viel Eis ist erlaubt?

Haha, gute Frage! Nun, sie sind natürlich ziemlich regelmäßig im Café, nach der Schule und Kita, aber nicht öfter als dreimal die Woche. So regelt sich das einigermaßen. Und sie bekommen ihr Eis nur im Becher. Keine Waffeln! Sonst wäre es definitiv eine Sauerei.

Ich versuche deshalb übrigens immer, für Leone möglichst Unisex-Farben zu besorgen, damit er alles an die Schwestern weiter vererben kann!
isabel

Bist du eher ein Draußen- oder Drinnenmensch?

Ich bin definitiv ein „Drinni”. Ich liebe es, zu Hause zu sein. Ich denke, das liegt vor allem daran, dass ich in meiner Jugend immer draußen war, weil ich eine Leichtathletin war. Ich habe 7-10 Mal die Woche trainiert und musste an den Wochenenden viel zu Wettkämpfen reisen. Wenn ich dann mal die Gelegenheit hatte, zu Hause zu bleiben, habe ich das so sehr genossen. Vor allem im Winter natürlich! Aber meine Kinder zwingen mich nach draußen, sie brauchen die Bewegung und die frische Luft. Und so schaffe ich es natürlich auch, viele Aktivitäten draußen zu machen. Normalerweise gehen wir in die Parks in der Umgebung, es gibt da zum Glück viele Möglichkeiten! Wir gehen das ganze Jahr raus, jeden Tag. Ich habe hier natürlich auch das deutsche Sprichwort „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“ gelernt, haha – und ja, es steckt viel Wahrheit darin. Genau dafür lieben wir natürlich Reima sehr, die Kinder sind immer warm und trocken und die Qualität ist so gut, dass alle drei Kinder die Teile tragen können, wir geben sie einfach weiter. Ich versuche deshalb übrigens immer, für Leone möglichst Unisex-Farben zu besorgen, damit er alles an die Schwestern weiter vererben kann!

isabel

Eure Wohnung ist so schön und ordentlich. Wie geht das mit drei Kindern?

Danke erstmal! Ich mag die Wohnung auch sehr, sie ist hell und interessant geschnitten. Aber das mit der Ordnung, es ist nicht einfach. Wir versuchen, unsere Wohnung minimalistisch zu halten, damit man leicht aufräumen und sauber machen kann, auch mit Kindern. Wir besitzen ja nicht viel, da wir keine Möglichkeit hatten, Dinge zu horten und anzusammeln, einfach weil wir ja ewig keine feste Wohnung hatten. Trotzdem muss ich sagen: Designermöbel mit Kindern zu haben ist schon ganz schön riskant… Das wussten wir, aber wir wollten es trotzdem so. Vor kurzem sind die Kinder auf dem Sofa herum gesprungen und haben meine Lieblingslampe von Vitra kaputt gemacht. Ja ja, so ist das Leben. Ich war traurig, und habe ihnen gesagt, sie sollen beim nächsten Mal besser aufpassen. Dann habe ich die Lampe ersetzt. Irgendwann werden sie groß sein und dann sind meine Lampen sicher 😉

isabel

Was ist das Schwierigste am Kinderhaben?

Für mich ist die größte Herausforderung am Muttersein, geduldig zu sein und mich nicht als Charlene zu verlieren. Es ist ein täglicher, kleiner Kampf!

isabel

Und was ist das Beste?

Ach es gibt viel. Aber vielleicht ist das Beste, jeden Tag zu sehen, wie sie aufwachsen, stärker werden, zu Charakteren werden. Außerdem sehe ich auch mir selbst gerne beim Wachsen zu. Als Mensch und als Mutter.

isabel

Danke, Charlene!

Charlène Sery und Lorenzo Lodi mit Leone (7), Agnese (3) und Cleofe (2), Oktober 2021
Fotos: Lina Grün
Interview: Isabel Robles Salgado

Leone trägt die Paahto Daunjacke in Größe 122. Darunter das Longsleeve Alinna und die wasserdichte Kierto Reimatec Hose, auch in Größe 122. Leones Schuhe sind ein Reima Beststeller: Die wasserdichten Übergangsschuhe Wetter gibt es auch in anderen Farben. Leone trägt sie in Größe 32. Die reflektierende graue Wollmütze Bulo trägt Leone in Größe 52.

Agnese trägt den schönen Muutun Parka, der den finnischen Outdoor Preis und den ISPO Award gewonnen hat! Darunter trägt sie den kuscheligen Reima Hoodie Puhto in Größe 98. Die Leggings Villakas ist aus Merino-Wolle, aber innen aus nichtkratzendem Polyester. Die coole Ankles Gummistiefel trägt Agnese in Größe 27. Die schwarze Mütze Hattara ist aus 100% Bio-Baumwolle.

Cleofe hat auch die süße Hattara Mütze auf. Die weiche Moomin Winterjacke Lytka ist aus recycelten Materialien, Cleofe trägt Größe 86. Die graue Strickfleecehose Vuotos gibt es auch noch in Blau. Die mittelhohen Lauflernschuhe Ekosti aus Leder trägt sie in Größe 23. Das süße Longsleeve Smultron ist auch aus der Moomin-Kollektion! Cleofe trägt Größe 92.

Über Reima: Die finnische Outdoor-Marke für Kinder kann auf jahrzehnte lange Erfahrung zurückblicken und schafft trotzdem immer wieder tolle Innovationen: Über recyelteten Kaffeesatz als Futter bei Jacken hin zu wunderbar langlebigen Materialien die mehrere Geschwistergenerationen überstehen, wird bei Reima Nachhaltigkeit und Funktionalität groß geschrieben.

 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Reima.

English Version:

What a great family! Charlène Sery and Lorenzo Lodi run the “Early Bird Gelato” ice cream parlor in Prenzlauer Berg but live with their three children in Friedrichshain. Before that, they lived in furnished apartments for a long time because it was challenging to find an apartment. The wait was worth it: now the family lives in a bright and well-designed old building – and they have made it really lovely. We visited the five of them on a sunny Sunday. Italian, French, and German are spoken; all children grow up with three languages ​​- and switch back and forth between languages ​​with ease. It’s bustling but full of joie de vivre and family love. Charlene and Lorenzo met in Bergamo; Charlene comes from the Ivory Coast but emigrated to Italy with her parents as a young girl. Why the two chose Berlin instead of Bergamo as their family home, and how much ice cream the children are allowed to eat, all that and more, Charlene tells us in an interview!

Hi Charlene! I’m so impressed! Did you really just move to Berlin without actually knowing anyone?

Yes! Lorenzo and I just wanted a change of scenery when we had our first child, Leone. And we wanted to move to a big city. So in 2016, we decided to spend a few weeks of holiday in Berlin and Copenhagen, the two cities that seemed the most family-friendly to us. We agreed on Berlin, mainly because the weather is better, and also because it’s less expensive. We thought Berlin could be a nice place to live. And it turns out: it is! And thanks to our Coffee Shop, we met many people and have made friends.

You even said you think Berlin is one of the best cities for families – why?

Definitely, yes! I think there is a lot of support for families, and so many activities, the schools are good, and they are free, Kita is almost free, I mean: wow! And there are so many parks and playgrounds. For me, this still sounds like a dream. Imagine a family living in Italy, where you spend at least 500€ per month for kindergarten… And then if you have three kids like us… So I have to say: moving here was one of the best choices we’ve ever made.

You would think Italy with all the nature is so much nicer!

I lived in Italy for more than 20 years. My family still lives there. And yes, it is beautiful. But I have to say; it’s a great place to enjoy the holidays, the great food, all the fantastic sites. But to live there, especially as a family, is not ideal for me. The big cities are not very kid-friendly, the infrastructure for families is not great, and politics don’t work properly in Italy. Also, especially in the more rural areas, I think racism is a big problem. Of course, this is happening everywhere, but this was one of the reasons I wanted to move to a big city. Lorenzo had the same feeling – so there was no reason not to do it!

Both of you had completely different jobs back in Italy. How did you become gastronomes?

Yes, that’s true. I worked in fashion, and was in IT-Tech, he worked for Pirelli. We definitely wanted to change our routines and life altogether. It might have been because of Leone, who was born in 2015. Sometimes kids just give you a new perspective. We got married in 2016, and we knew: we wanted a new life. We both enjoy good food and good ice cream, and we both love great furniture and beautiful places. Early Bird Gelato is a mixture of all this: Creamy, Italian, delicious ice cream in a pleasant surrounding. We love this place a lot!
We had some savings, sold our place in Bergamo, and then went all in. We moved to Berlin in October 2016 and opened the Shop in January 2017. We only had a few boxes full of clothes with us, that’s it. It was the beginning of a new life, very exciting!

You wanted your kids to grow up in diverse and open-minded surroundings, did this work out in Berlin?

Yes, it is working quite well, I have to say. Kita, school, playground – everywhere we spend time is full of different people from different countries, and my kids are curious. They ask:” Mum, why are Muslim women wearing a headscarf?” etc., etc.… And I love how much they respect all the differences here. Respect is one of the essential things for me that I want to teach my kids: respect and kindness. Also, I must say: I’ve been here for five years now and have not experienced any kind of discrimination. I mean, stupid people are everywhere, but Berlin seems to be quite open-minded to me. So at least where we live, there seem to be fewer stupid people 😉

How did you find your apartment?

Oh, that was a pretty long process. As I said, we only had our clothes, and we stayed in different places in Berlin: six months in Neukölln, three months in Mitte, and two years in Prenzlauer Berg. We stayed in furnished apartments from the same company. It was so hard to find a place, and we had the two girls being born, the Café. We had so much to do. We also did not have time to hunt for an apartment properly. But thanks to one of our customers we got this place, where we moved last summer. So now we finally have a long-term lease, but of course: we had to buy all our furniture. It was fun but also a hassle.

Your children are sharing a room. How is that going?

Yes, they do. I must say, I always wanted a big family, mainly because I like the beauty of sharing. But for the kids, sharing is a pretty complex thing. As with most siblings, for them, everything is “mine.” There are a lot of arguments! But I have to say all in all it is going well. We have this great bed that was built by Martin Schatz, who also did the Icecream Shop. Leone sleeps upstairs, the kids in the basement. The three of them go to bed at the same time, around 8 pm. We read a story, they listen to lullabies, and then they fall asleep. And if someone needs some space to play, they just move to the living room or our bedroom.

How do you manage work and family life? I bet the cafe needs a lot of working hours?

Yes, it does. But we have a great team. And Lorenzo and I used to keep at least the weekend free, to stay with kids. Each of us works about 4 to 5 days a week, usually one in the morning, the other one in the afternoon. And sometimes one is off, so we have an afternoon together. Thanks to school and kindergarten and short distances, it somehow works out quite well. But we don’t have much free time left. The time we have left, we spend trying to keep our place clean, work out, or hang out as a couple. That is something I would love to have more time for, our parents are in Italy, they sometimes come to help, but most of the year, we are alone with hardly any help, but a babysitter from time to time.

I imagine it’s pretty nice for your kids to grow up next to ice cream, right? How much ice cream are they allowed to have?

Haha, good question! Well, they are pretty regularly in the Coffee Shop, of course, after school and Kita, but not more than three times a week. And they get their ice cream only in the cup. No cones! Otherwise, it would undoubtedly be a mess.

Are you more of an outside or inside person?

I’m definitely an inside person. I love being at home. I think this is mainly because I was always outside because I was an athlete when I was young. I was training 7-10 times a week, and on the weekends, I had to travel for competitions. So when I could stay home, I enjoyed that so, so much. Especially during wintertime, of course! But my kids force me outside, they need the movement and the fresh air, so I manage to do some outside activities. Usually, we go to the parks in the area. There are many options! And we go out all year, every day. I know the German saying, “There is no bad weather, just bad clothing, “and yes, there is a lot of truth in it. We love Reima a lot for that, the kids are always warm and dry, and the quality is so good, all three kids can wear it; we just hand it down. I try to get unisex colors for Leone so that he can hand his clothes down to his sisters!

Your place is so beautiful and organized. How do you manage with three kids?

First of all, thank you! Well, it’s not easy. But we are trying to keep our place minimal, so it’s easy to clean and to handle with kids. We don’t own much, as we didn’t have the chance to hoard things because we didn’t have a long-term apartment. But still, I must say: having designer furniture with kids is always risky… We knew that, but well. Just recently, the kids were jumping on the sofa and broke my favorite Vitra lamp. Well, you know. That’s life. I was sad, but I told them to take more care next time. And then I replaced it. They will be big one day, and my lamps will be safe 😉

What’s the most challenging part of motherhood?

For me, the most challenging part of being a mom is being patient and not losing myself as Charlene. It’s an everyday struggle!

And what’s the best?

Oh, there is a lot. But maybe the best is to see every day how they are growing up, growing stronger, becoming characters. Also, I like to see myself growing, too, as a person and as a mother.

Thank you, Charlene!!