Annika und David Montero mit Kieran, Magali, Lio und Lua

Manchmal hat das Leben eben doch andere Pläne für einen
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Bei Familie Montero geht es kunterbunt zu: Trotz eines Kleinkindes und zwei Mini-Babys haben die beiden Eltern immer ein Lächeln auf den Lippen. Es scheint fast, als würde der Alltag mit vier Kids, davon drei unterschiedlichen Alters, kinderleicht sein. Annika und David haben vor vier Jahren geheiratet – mit dabei war auch Söhnchen Kieran, den Annika aus einer vorherigen Beziehung mitgebracht hat. Nun leben sie das Patchwork-Modell, vor zwei Jahren kam Tochter Magali dazu und vor kurzem die Zwillinge Lua und Lio. Wie es ist, “three under two” zu haben und warum das Leben mit vier Kindern gar nicht so ein Wahnsinn ist, wie manche sich das vorstellen, erzählt Annika im Interview…

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Liebe Annika! Wir kennen uns ja schon ein bisschen, aber ich frage jetzt doch noch mal: Seit wann wohnst du in Berlin und was machst du eigentlich, wenn du nicht in Elternzeit bist?

Ich werde nur noch in Elternzeit bleiben für den Rest meines Lebens! Jedenfalls fühlt es sich gerade so an. Aber nein, natürlich nicht…  Ich bin 2001 nach Berlin gezogen, der Liebe wegen. Damals kam ich einfach mit einer Reisetasche und meinem Auto hier an. Seitdem hat sich viel getan! Ich habe die letzten zehn Jahre selbstständig für verschiedene Vertriebe gearbeitet, meist im Sport- und Fashionbereich. Und jetzt war und bin ich erst mal eine Weile in Elternzeit mit den Kleinen.

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Genau – 2016 kann nämlich deine Tochter Magali zur Welt. Du hast aber auch schon einen Jungen mit in die Ehe gebracht, deinen Sohn Kieran. Und jetzt gibt’s Zwillinge! Hättest du gedacht, dass du mal vier Kinder haben würdest?!

Nein, nein und noch mal nein! Das Lustige daran ist – ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, aber meine Schwester hat es mir vor kurzem erzählt –, dass ich eigentlich nie Kinder haben wollte und jetzt habe ich vier! Das ist ziemlich verrückt, aber manchmal hat das Leben eben doch andere Pläne für einen.

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Dein Mann David ist auch selbstständig. Wie macht ihr das im Alltag?

Durch seine Selbstständigkeit gibt es schon ein gewisses Maß an Flexibilität, aber es kommt natürlich auch öfter mal vor, dass er geschäftlich unterwegs ist. Das heißt, ich bin, auch wenn er Vollzeit arbeitet, tagsüber nicht nur alleine mit den Kleinen, aber muss eben doch auch mal ein paar Tage ganz ohne ihn überbrücken. Zum Glück haben wir ganz viele tolle Freunde, die uns alle richtig unterstützen. Viele von ihnen haben ihre Kids in derselben Kita und können Magali dann auch oft einfach mal mitnehmen oder abholen.

Außerdem habe ich eine Mütterpflegerin, die von der Krankenkasse übernommen wird. Eine Riesenhilfe! Sie kommt mehrmals die Woche und übernimmt viele Aufgaben: Kinderbetreuung, Kochen, Haushalt. Außerdem redet sie mit mir, gibt Tipps und Ratschläge. Es ist ganz wunderbar, da jemanden zu haben und ich kann jeder Mama empfehlen, bei der es besondere Belastungen gibt, sich um so jemanden zu bemühen, gerade wenn andere kleine Kinder im Haushalt sind oder man Schwangerschaftsbeschwerden hat. Es gibt verschiedene Umstände, bei denen man nämlich einen Anspruch auf Haushalthilfe hat. Es ist ein wenig kompliziert, aber es lohnt sich! Am besten sollte man sich einfach bei seiner Krankenkasse erkundigen.

“Am Anfang war meine Zwillingsschwangerschaft doppelt heftig.”
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Wie verlief die Schwangerschaft mit den Zwillingen?

Am Anfang war meine Zwillingsschwangerschaft doppelt heftig: Ich hatte alle Beschwerden (z. B. Übelkeit) einfach zweimal so viel! Im zweiten Trimester war dann alles entspannter, aber man merkt einfach, dass man schneller als sonst körperlich eingeschränkt ist – weil der Bauch einfach viel größer wird! Das dritte Trimester war dann tatsächlich sehr, sehr anstrengend. Meine Organe wurden, gefühlt, alle eingequetscht – mit den bekannten Nebenwirkungen. Die Zwillinge wurden dann auch fast acht Wochen früher per Kaiserschnitt geholt, weil das CTG der kleinen Lua nicht ganz in Ordnung war. Nach der Geburt konnte man dann aber nichts Auffälliges mehr feststellen – die beiden waren kerngesund! Weil sie Frühchen waren, mussten sie dann aber doch drei Wochen auf der neonatalen Intensivstation bleiben.

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Hattest du damals Angst?

Komischerweise nicht, weil sie zwar Frühchen waren, aber es ging ihnen gut. Es gab keine Infektionen oder andere Komplikationen. Ich konnte mich da sicher fühlen, da hatten wir richtig Glück, dass alles so gut lief! Allerdings war es nicht so einfach, beide Minis nicht bei mir zu haben nach der Geburt, denn nach vier Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und Lio und Lua mussten bleiben. Das war irgendwie surreal – sie dort zu lassen und dann jeden Tag zu besuchen. Umso schöner war es, als sie endlich nach Hause kamen!

Es war für uns aber auch keine schlechte Zeit, weil sie dort in der Klinik sehr gut betreut worden sind und die Schwestern und Ärzte einen tollen Job gemacht haben – alle waren sehr herzlich und unterstützend. Ich muss aber auch sagen: Trotz des Fakts, dass es Zwillinge sind und es das Risiko der Frühgeburt gab, hätte ich nie gedacht, dass es mir tatsächlich passieren würde – sowas passiert ja nur den „anderen“…

“Es sind halt zwei Babys mit Bedürfnissen, aber es ist nicht “der Wahnsinn”, den manche sich bei Zwillingen vorstellen.”
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Wie hat dein Umfeld auf die Zwillinge reagiert?

Unterschiedlich! Während der Schwangerschaft gab es tatsächlich oft mitleidige oder gar schockierte Blicke, so nach dem Motto: “Ach du meine Güte, Zwillinge!”. Das war manchmal nicht schön, weil man ja selbst schon verunsichert ist – und dann solch negative Reaktionen nicht gebrauchen kann. Jetzt, wo sie da sind, gibt es aber auch schräge Situationen: Oft habe ich ein Baby im Kinderwagen und eins in der BabyBjörn Babytrage Mini und wenn die Leute dann bemerken, dass es Zwillinge sind, fragen sie häufig nach, wie es denn so laufe. Man merkt richtig, wie sie schlimme Geschichten erwarten und sind dann fast enttäuscht, wenn ich ihnen erzähle, dass eigentlich alles ziemlich gut läuft! Es sind halt zwei Babys mit Bedürfnissen, aber es ist nicht “der Wahnsinn”, den manche sich bei Zwillingen vorstellen.

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Du und dein Mann habt beide eine Babytrage Mini. Benutzt ihr sie häufig?

Ja, jeden Tag! Aber dazu muss ich sagen: Ich bin eigentlich gar keine Trage-Mama, war nie eine und dachte auch nie, dass ich eine sein würde! Und jetzt bin ich mehr als glücklich, dass wir diese beiden Babytragen haben – ohne die es gar nicht gehen würde! Sie sind schnell und einfach angelegt, man hat das Gefühl, den Kleinen geht es gut darin und sie sind sicher einpackt. Sie fühlen sich auch sichtbar wohl. Wir sind damit einfach super flexibel, was den Alltag angeht und haben die Hände frei – um Magali auf der Schaukel anzuschubsen oder ihr schnell aus dem Auto ein- und aussteigen zu helfen. Die ganze Logistik, die man mit vier Kindern hat, könnten wir ohne die Babytragen gar nicht stemmen. Wir kochen sogar manchmal damit. Das ist nämlich etwas, was mein Mann und ich lieben, gemeinsam tolle Rezepte ausprobieren und bei all dem Stress ist es uns wichtig, weiterhin die Dinge zu tun, die wir lieben.

Und ich muss auch ehrlich sagen: Das Design mag ich! Die Farben passen immer gut, und man guckt einfach gern hin!

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Auch die BabyBjörn Babywippen und das Reisebett stehen bei dir in der Wohnung…

Also erst mal: Ich weiß nicht, was ich ohne die Sachen tun würde! Wenn ich abends alleine bin, geht es nämlich meistens so: Kind eins stillen, Kind zwei in der Babywippe schaukeln, dann das Ganze anders herum. Bis sie dann gegen zehn oder elf Uhr ihren Nachtschlaf finden. Manchmal sind auch beide gleichzeitig in ihren Wippen – gut, dass ich zwei Füße habe! So schaukele ich beide an und kann mich selbst kurz entspannen. Ich kann sogar einmal am Tag Yoga machen und die beiden gucken mir aus der Babywippe dabei zu. Das finde ich klasse!

Und das Reisebett ist echt ein Life-Saver! Wir lieben es. Vor kurzem waren wir mit den Zwillingen an einem verlängertem Wochenende an der Ostsee, das erste Mal. Wir waren total begeistert vom Reisebett Easy Go, das sich in wenigen Sekunden aufstellen und auch einfach wieder zusammenpacken lässt. Beide Minis haben dann darin gekuschelt. Aber auch Magali findet es toll, sie schläft ab und zu noch bei Freunden in „ihrem“ Bett.

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Was ist die größte Herausforderung im Moment?

Wenn ich ganz ehrlich bin, die Beziehung ist die größte Herausforderung. Dadurch, dass wir keine Familie hier haben, gibt es wenig Hilfe und einen Babysitter für vier Kinder haben wir auch noch nicht wirklich gefunden. Uns fehlt einfach die Zeit zu zweit und mal nur Paar zu sein – nicht Mama und Papa. Auch für die Großen ist es nicht so einfach, weil wir nicht flexibel sind – wir können nicht einfach mal ins Kino oder ins Schwimmbad gehen. Die Stillzeit jetzt ist einfach schwierig, wenn die Babys dann nicht mehr so abhängig von mir sind, wird es sicherlich einfacher. Im Moment stille ich gefühlt non-stop, ein Baby ist einfach meistens an der Brust… Aber wir leben ja auch in einer Patchwork-Familie, manchmal springt sogar der Papa meines Sohnes ein, wenn mal Not am Mann ist.

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Was ist das Anstrengendste am Mama-Sein?

Der Verlust der Spontanität. Ich vermisse es manchmal, nachts um die Häuser zu ziehen, spontan Freunde zu treffen. Auch allen gerecht zu werden ist nicht einfach. Man will ja, dass es allen Kindern gut geht und keiner zu kurz kommt. Aber das ist nicht immer möglich.

marie

Was ist das Schönste am Mama-Sein?

Schwer zu beschreiben – ich glaube, es sind die süßen, unschuldigen kleinen Augen, die einen anschauen, und kleine Münder, die dann irgendwann Mama zu dir sagen. Das finde ich am schönsten – für meine Kinder eine Mama sein zu können, bedingungslose Liebe pur.

Familie Montero trägt auf den Bildern die neue Babytrage Mini von BabyBjörn. Die Babytrage wurde speziell für die erste Zeit mit dem Baby entwickelt: Sie ist besonders weich, anschmiegsam und flexibel. Was wir an ihr besonders mögen: Die Babytrage Mini ist unglaublich einfach zu handhaben – denn gerade am Anfang, wenn alles neu ist mit dem Baby und man noch unsicher ist, ist eine unkomplizierte Babytrage eine große Hilfe. Babys haben in der Babytrage Mini in eine natürliche Haltung, mit dem Rücken in einer der sanften C-Kurve. Durch die leicht angehockten Beinchen wird eine positive Hüftentwicklung unterstützt.

Das neue BabyBjörn Reisebett Easy Go lässt sich mit nur einer Handbewegung aufklappen, ist super leicht und trotzdem stabil! Außerdem ist eine gemütliche Matratze fürs Baby oder Kleinkind gleich mit dabei. Ein mobiles Bett, das wir allen Familien empfehlen können!

In freundlicher Kooperation mit BabyBjörn.

Annika und David Montero mit Kieran (8), Magali (20 Monate), Lio und Lua (3 Monate), August 2018.

Interview: Marie Zeisler
Fotos: Anne Freitag