Ein (kleines) Zimmer für zwei Kinder!

24. July 2018 | in Interior | Kooperation | Lifestyle
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Kein Raum in unserer Wohnung hat sich in den letzten fünf Jahren so oft verändert, wie das Kinderzimmer. Nur logisch, oder? Schließlich haben die Kids sich ja auch SO verändert, beide haben so viele Entwicklungen durchgemacht und sie sind so unglaublich schnell gewachsen. Angefangen haben wir mit dieser Version, mit Gitterbett und hellblauer Wand. Danach kam die marine blue Wand (die ich immer noch liebe!) und ein Junior Bett (darüber habe ich gar keinen Beitrag gemacht, aber hier bekommt man einen Eindruck). Zu Quinns Geburt hat Xaver dann das lange ersehnte Hochbett bekommen, ein Kura, zum “üben”. Und jetzt haben wir das Zimmer wieder umgestaltet – für zwei Kinder!

Nach Quinns Geburt haben wir uns aber erst mal gar keine Gedanken über das Kinderzimmer gemacht, es war klar dass sie recht lange bei uns “wohnen” und schlafen würde – das hatte ihr Bruder schließlich auch so gemacht. Und es gab ja jede Menge “Babyecken“. Doch – natürlich – je älter sie wurde, desto klarer wurde uns, dass wir uns was überlegen müssen. Unsere Wohnung ist ziemlich groß, sie hat 120 Quadratmeter, eine riesige Wohnküche, ein geräumiges Wohnzimmer, ein ebenso großes Schlafzimmer – und ein ziemlich kleines Kinderzimmer.

Kurz hatten wir überlegt, unser Schlafzimmer zu opfern, aber dann waren wir realistisch: die Kids haben in der Küche und im Wohnzimmer große Spielecken, sie spielen sowieso überall, vor allem die Kleine nutzt das Kinderzimmer noch kaum. Ein paar Jahre könnte das noch gut gehen zu zweit in dem kleinen Zimmer.

Aber es mussten clevere Lösungen her, die das Maximum aus dem Raum herausholen. Die haben wir jetzt gefunden und ich bin so verliebt in dieses Kinderzimmer, es ist mein Lieblingsraum im Moment!

Die größten Bauchschmerzen hatten wir natürlich wegen des Bettes. Quinn hat das Gitterbett immer verschmäht, seit ihr Babybay zu klein wurde, hat sie fast zu 100% bei uns geschlafen. Wir hatten also das Gefühl, dass wir auf jeden Fall ein ganz tolles Bett kaufen müssen, damit sie darin auch schläft! Ich liebäugelte mit dem Oliver Hochbett, denn dort hätte man wunderbar auch unten ein Gitter anbauen können, aber – seien wir ehrlich – dieses Bett war einfach viel zu wuchtig für den kleinen Raum. Dazu kam, dass ich die kleine Quinn noch nicht in einem 90×200 Bett sah.

Als ich Rafa Kids entdeckte, war schnell klar: das isses. Denn das F Bunk Bed ist ein wahres Raumwunder, und wird genau für solche kleinen Räume empfohlen. Wir ergatterten ein Ausstellungsstück und waren happy. Ich weiß, das Bett ist eine Investition, aber es lohnt sich. Das Aufbauen war EASY und es ist so stabil, praktisch und zeitlos. Ich habe die Anschaffung noch keinen Tag bereut. Xaver hatte zuvor ein halbes Jahr lang übergangsmäßig auf einem Kura-Bett von Ikea geschlafen, das war mittelhoch und perfekt zum “im Hochbett schlafen üben”. Aber eben auch eine ganz andere Nummer. Ich war dann auch erst etwas ängstlich, denn das neue Bett ist wirklich hoch! Aber Xaver findet es super. Ich glaube, er fühlt sich so wunderbar groß und großer Bruder mäßig, da oben. Und er schläft viel ruhiger, seit er ein Hochbett hat – und sogar durch! – also ein Rausfall-Risiko gibt es nicht wirklich. (Überhaupt passiert das wohl nie, eher tun sich die Kids beim Spielen am Hochbett weh).

Und für Quinn? Wir hatten ja noch das wunderschöne Echo Crib von Kalon. Und das haben wir einfach wieder verwendet – natürlich ohne Gitter. Seitdem akzeptiert sie es auch! Eigentlich wollten wir den Rausfallschutz ranmachen, aber es sieht unter dem Hochbett viel schöner ohne aus. Und Quinn ist eine so ruhige Schläferin geworden, dass sie nicht rausfällt (sicherheitshalber legen wir aber immer Kissen vor das Bett).

Verrückt, oder? Im Familienbett war sie ein Kreisel, wir hatten ständig ihre Füße im Gesicht oder – noch besser – sie drückte ihren Kopf gegen das eine Elternteil, ihre Füße gegen das andere. Kennt ihr, oder. Warum liegen Kinder so gerne quer?

Außerdem hat sie quasi die ganze Nacht über Körperkontakt gehabt und gesucht, ich dachte wirklich, dieses Kind kann noch nicht alleine schlafen, merkte aber gleichzeitig, dass ich langsam ruhigere Nächte brauchte. Also haben wir es irgendwann einfach probiert. Es war gut, dass sie merkte, dass das Zimmer jetzt auch offiziell “ihres” ist. Und es war eine Phase, in der sie recht entspannt war, keine Zähne, keine Wachstumsphase.

 

Der Umzug ins eigene Bett war dann auch viel einfacher, als erwartet

 

 

Ich hatte mit Drama und wochenlanger Umgewöhnung gerechnet, tatsächlich schlief sie dann in der vierten Nacht schon durch. Das klappt jetzt zwar nicht immer, aber immer öfter und sie scheint sich sehr wohl zu fühlen. Unglaublich, manchmal muss man es einfach wagen.

Der Raum unter dem Bett ist jetzt auch komplett  “ihrer”, dort hat sie ihre Kuscheltiere, ihre Tonies, sie verbringt viel Zeit in der Kuschelecke, die ich aus einer Gästematratze in senfgelb von Maison du Monde gebaut habe. Oft lesen wir dort aber auch alle zusammen!

Die Lampe ist übrigens von April Eleven, ich hatte sie damals von Walking the Cat (mittlerweile ist sie ausverkauft) und sie war mal knallgrün! Das passte natürlich nicht zur Wandfarbe, also habe ich sie mit grauer Farbe angemalt. Für solche kleinen Projekte eignen sich die Probe-Gläschen von Little Greene übrigens perfekt!

Es ist so schön, zu sehen, wie die Kids jede Ecke in diesem Raum nutzen. Quinn “liest” oft in der Ecke, Xaver spielt auf dem Teppich mit Lego oder Playmobil. Manchmal sperrt er Quinn aus, meckert, weil sie sein Lego kaputt macht, aber meistens machen die beiden etwas zusammen. Also ich muss sagen, bisher klappt das wirklich gut mit dem geteilten Zimmer.

Und oben hat der Große sein Reich

Er sitzt dort oft, wenn er seine Ruhe haben will, hört Hörspiele oder spielt mit dem TipToi. Es ist so gemütlich da oben, manchmal klettere ich auch zu ihm. Das Bücherregal ist von Ikea, den Traumfänger hat er sich zu Weihnachten gewünscht – so süß, oder? Und weil Raumfahrt und alles, was dazu gehört, gerade sein Thema ist, hängt dort außerdem das Poster von The Nook Kinderatelier.

 

Das Regal haben viele von euch ja schon auf Instagram bewundert. Es ist ein String Regal, wir haben es von Ambiente Direct. Ich habe ewig nach einem Regal gesucht, das wenig Platz wegnimmt, und dennoch viele Spielsachen beherbergen kann. Das alles kann das String. Hinter den Schiebetüren verstecken wir Spiele, Puzzles und Playmobil, im Regal selbst ist viel Platz für Spielsachen und Bücher. Die weiteren Vorzüge habe ich ja auch schon mal genannt: ich finde es wunderbar zeitlos und stabil, außerdem ist es flexibel. Vielleicht machen wir bald einen Tisch dran, wenn Xaver in die Schule kommt, vielleicht nehmen wir Eltern es auch irgendwann auf…

Viele haben gefragt: reicht euch das an Platz? Ja! Ich habe tatsächlich nichts für das Shooting rausgeräumt. Das Lego ist in den riesigen Lego-Steinen rechts versteckt, ein praktischer Magazin-Halter sorgt dafür, dass Xavers heilige Ninjago-Comics gut verstaut und immer sichtbar sind. In den Fächern kann man kleinteiliges Spielzeug unterbringen, auch sehr sehr praktisch. Wir haben noch einige Körbe mit Duplo, Schleichtieren und Kuscheltieren im Zimmer stehen, die Brio-Bahn ist, genau wie ein weiterer Spielzeugkorb, im Wohnzimmer untergebracht. Auch in der Küche haben die beiden einiges verstaut: Malsachen und die Küchen-Spielsachen zum Beispiel.

Wir misten regelmäßig aus

Einige Bücher finden auch noch neben der Tür und im praktischen Holzregal von Ikea Platz. Generell muss ich aber sagen: wir haben auch wirklich nicht SO viel. Das liegt leider nicht daran, dass wir nichts kaufen, oder die Kids nichts geschenkt bekommen. Xaver und Quinn sind schon sehr verwöhnt, wie die meisten Kinder bei uns im Bekanntenkreis. Der Große kauft sich ständig diese Comics mit Trash-Spielzeug, sie dürfen sich oft etwas auf dem Flohmarkt aussuchen und Freunde und Verwandte schenken eben auch gerne. Aber alle paar Monate miste ich mit Xaver zusammen aus. Alles, womit er nicht spielt, spenden wir. Das tut ihm gut, mir auch (ich mache das auch regelmäßig) und wir produzieren nicht so viel Chaos.

Den Schrank habe ich vor einem halben Jahr bei Kleinanzeigen geschossen. Es ist ein alter, massiver Bauernschrank, ihn abzuholen und in die Wohnung zu bekommen, war ein ganz schönes Stück Arbeit!! Und er war mal dunkelblau mit Verzierungen. Das war schön, schluckte aber viel zu viel Licht. Deshalb haben wir ihn hellgrau – fast weiß – gestrichen. Mit Little Greene natürlich, die Farbe meines Vertrauens (auch die Wandfarbe ist von Little Greene, wir streichen eigentlich alles damit). Die Farbe heißt Gauze, wir haben vorher ein bisschen angeraut und grundiert – aber alles in allem war es viel einfacher, den Schrank zu streichen, als ich befürchtet hatte.

Der Effekt war enorm! Seit der Schrank hell ist, fügt er sich viel besser ein. Oben drauf sind übrigens Xavers Verkleidungen untergebracht, sie sind sehr oft im Einsatz. Im Moment sind die meisten Klamotten von Quinn noch bei uns im Schlafzimmer, weil dort der Wickeltisch steht, aber sobald sie windelfrei ist, sollen hier alle Kindersachen Platz finden. Mal sehen, ob ich das hinbekomme, aber ich habe mir fest vorgenommen, auch hier regelmäßig auszusortieren, sodass wirklich immer nur Kleidung, die passt und auch der Jahreszeit entsprechend im Schrank ist. Dann sollte das klappen!

Weniger ist ja bekanntlich mehr, nech

 

 

 

 

Hab ich noch was vergessen? Ach ja, der TEPPICH! Die Kids haben jetzt den wertvollsten Teppich der ganzen Wohnung bei sich rumliegen, unfassbar! Er ist natürlich von BerBerlin, kuschelweich und doch robust und ich liebe ihn sehr. Er ist so bunt und doch dezent, kindlich, aber nicht übertrieben. Ja, auch das ist wieder so eine Sache, die ich noch nicht bereut habe und jetzt will ich auch noch einen BerBerlin Teppich für das Wohnzimmer – wie es eben immer so ist.

Am Ende haben wir also einen ganz schönen Aufriss gemacht: den Schrank gestrichen, Regal und Bett gekauft, die Vorhänge abmontiert (die schluckten auch einfach zu viel Licht) und den Teppich gekauft. Aber es hat sich gelohnt: das kleine 13 m2 Zimmer wirkt plötzlich viel größer. Und was noch viel wichtiger ist: Beide Kinder fühlen sich dort wohl. Zum Spielen, zum Relaxen und zum Schlafen.

Wenn jemand unsere alten Vorhänge kaufen will (Ikea mit Marimekko-Stoff bezogen, hier sieht man sie!), meldet euch gerne. Sie sind so schön, ich fände es so schade, wenn sie nicht mehr verwendet würden. Ach ja: und wenn ihr noch Fragen habt, dann nutzt die Kommentar-Funktion, ich bin sehr auf euer Feedback gespannt!

 

Fotos: HEJM Interieurfotografie 

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