Meine Beauty Routine: Alexa von Heyden

02. March 2022 | in Food & Beauty
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Ich bin ein großer Fan von Alexa und ihrer offenen, ehrlichen, sympathischen Art. Sie ist Journalistin und Buch-Autorin, schreibt unter anderem für Ohhh Mhhh und auch hier auf ihrem Blog. Vor ein paar Jahren ist Alexa nach Brandenburg gezogen, hat dort zusammen mit ihrem Mann ein Haus renoviert (die Villa Peng!) und ist Mutter einer Tochter. Alexa hat die 40 bereits überschritten und ich finde, sie macht das mit dem “älter werden” irre gut, humorvoll und doch ehrlich. Und sie hat eine spitzen Haut und wirkt immer sehr gepflegt. Was sie dafür tut, erzählt sie uns heute!

Liebe Alexa! Macht dir Pflege Spaß oder bist du eher ein Beauty-Muffel?

Pflege macht mir sehr viel Spaß, wenn ich dauerhaft gute Ergebnisse sehe. Das ist für mich zum Beispiel ein gesunder Glow. Hautprobleme stressen mich, ich kann meine Finger nicht von Pickeln lassen. Aber meine Beauty-Routine muss schnell gehen. Zu meinem Frisör schaffe ich es deshalb nur alle sechs Monate und lasse mir eine Balayage machen, die auch mit Ansatz gut aussieht. Ich kann einfach nicht so lange still sitzen.

Wie läuft das im Alltag bei dir, wie viel Zeit verbringst du im Bad?

Morgens und abends jeweils 10 Minuten für meine Basic Pflege-Routine, also Reinigung, Feuchtigkeitspflege, Katzenwäsche und Zähneputzen. Wenn ich mich dusche, richtig schminke und die Haare mache, dann dauert es eine Stunde.

Wie sieht deine Routine morgens und abends aus?

Morgens eher minimalistisch: Reinigung mit einem sanften Hanfschaum von I want you naked, viel Feuchtigkeitspflege mit Hyaluronsäure von Cicé und zusätzlicher Sonnenschutz, dann etwas Concealer von Nui und Blush von Kess oder Chanel auf die Wangen. Ich liebe cremige Texturen und Sticks. Wenn ich keine Lust auf Haarewaschen habe, kommt noch eine Wolke Trockenshampoo von dm auf den Kopf.

Abends achte ich auf eine gründliche Reinigung und jede Menge Anti-Aging-Power für die Nacht, also wieder ein Serum und eine reichhaltige Nachtpflege auch von Cicé. Oder ich gönne mir über Nacht eine Feuchtigkeitsmaske, gerade auch gerne die Hydromaske von Cicé. Ich mag es, wenn die Produkte über Nacht einwirken und ich mich um nix mehr kümmern muss. Auch die Maske von Tata Harper ist gut, die verwende ich gerne am Wochenende nach dem Yoga, wenn ich das Gefühl habe, ich brauche noch mehr Feuchtigkeit. Die ist sehr dick und klebt, daher kann man damit nicht so gut ins Bett gehen. Als Ergänzung zur Tages- oder Nachtpflege mag ich gute Öle, wenn es kalt oder die Luft sehr trocken ist, zum Beispiel The Morning Glow von This Place. Ich gebe dann einen Tropfen davon zu meiner Creme, um sie reichhaltiger zu machen. Auch für Gesichtsmassagen sind die Öle eine gute Grundlage. Ich setze da wirklich auf Impulswirkung und achte auf die Signale meiner Haut. Gerade wenn meine Haut vor der Periode hormonell austickt oder nach den Sommerferien durch Sonne, Salz- und Chlorwasser irritiert ist, fahre ich alles runter und wende nur Basic-Produkte für sensitive Haut an. Manchmal ist es sogar nur die Kindercreme meiner Tochter, die ich verwende, die Babycreme von Das Boep.

Außerdem nehme ich meine Nahrungsergänzungsmittel und Mineralstoffe wie Magnesium ein. Und wenn die Haare trotz Trockenshampoo zu fettig sind, gehe ich abends duschen und danach gleich ins Bett. Das Gefühl liebe ich!

Schminkst du dich täglich?

Zählt Augenringe abdecken als Schminken? Dann ja! Ich trage tagsüber immer mindestens Concealer und ein wenig Rouge Stick auf. Auch für den Kita Run.

Bei besonderen Anlässen schminke ich mich gerne mehr. Da nehme ich mir Zeit für eine gute Foundation, Highlighter, Bronzer, Augenbrauen, Lidschatten und Mascara. In Sachen Make-up bin ich seit dem Launch von UND GRETEL ein riesengroßer Fan von LIETH, weil ich Pflege und Kosmetik in einem mag und die Produkte sehr gut vertrage. Wenn ich tagsüber einen Termin habe, verwende ich gerne die CC Cream von Kess – gerade im Sommer ist der hohe LSF für mich ein Muss. Bei langen Meetings vor dem Rechner habe ich die Glow Foundation von Jacks Beauty line mit Blue Light Filter für mich entdeckt.

In Sachen Mascara bin ich sehr empfindlich. Mir brennen sofort die Augen, wenn das Produkt nichts für mich ist. Deshalb lasse ich mir einmal im Monat ein Wimpern-Lifting von meiner Kosmetikerin machen, das meine Wimpern so biegt, dass ich im Alltag auf Mascara verzichten kann. Als Brillenträgerin ist das tagsüber für mich am Rechner eh eher nix – das klebt nur an den Gläsern. Wenn ich “mehr” will, verwende ich tagsüber braune Mascara und nur abends schwarze. Braune Mascara wirkt in meinen Augen sanfter, schwarze verwende ich meistens nur in Kombination mit Lidschatten.

Machst du was in Sachen Anti-Ageing?

Sonnenschutz (ich benutze wie gesagt die CC Cream von Kess oder das wirklich sensationelle Yoghurt Sonnencreme-Gel für das Gesicht von Korres), Hyaluronsäure sowie Collagenmasken sind ein fester Bestandteil meiner Routine und das zahlt sich aus. Eine Collagenmaske lasse ich ein Mal im Monat von meiner Kosmetikerin machen. Ansonsten verwende ich gerne die Collagenmasken von Magicstripes (die für Mund und Kinn ist toll!) oder die Ampullenkur Collagen Booster von Babor.
Und ich liebe Seren von L’Oréal, Just Bee Nice, Nuxe oder Belico , sowie Ampullenkuren. Meistens geht es dabei für mich um noch mehr Feuchtigkeit oder einen Botox-ähnlichen Effekt dank z.B. Bienengift. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn man die Hilfe der ästhetischen Medizin in Anspruch nimmt, so lange man danach immer noch wie man selbst aussieht. Irgendwann lasse ich mir die Augenlider straffen. Bei meiner Mutter sieht das Ergebnis super aus und lässt sie zehn Jahre jünger und viel wacher wirken.

Wie pflegst du deine Haare? 

Ganz basic mit Drogerieprodukten. Aktuell benutze ich das Balea Tonerde Shampoo und die dazugehörige Spülung von dm. Ich glaube hier wirklich an “Weniger ist mehr”. Die schönsten Haare habe ich im Sommer, wenn ich sie am Strand nur mit Süßwasser gewaschen habe. Wobei mein Friseur Philipp Hofstetter wirklich tolle Produkte von Kevin Murphy verwendet. Das Bedroom Hairspray mag ich sehr. Man sieht danach aus, als hätte man gerade Sex gehabt, haha. In Sachen Haarbürste schwöre ich auf den Tangle Teezer The Wet Detangler nach dem Duschen oder Surfen oder die Paddle Brush von Jacks Beauty Line.

Was sind deine Lieblingsprodukte?

Ich bade quasi in meinem L’Oréal Paris Hyaluronsäure Serum und wende davon jeden Tag einen großen Klacks im ganzen Gesicht, Hals, Dekolleté und auf den Handrücken an. Und eben die Hydromaske von Cicé, die wirkt echt Wunder. Experimente mache ich nicht gerne. Meine Haut flippt relativ schnell aus, wenn ich dauernd das Programm ändere und sie überpflege. Pröbchen sind deshalb gar nichts für mich. Umso mehr liebe ich den Wonderbalm von The Glow. Den schmiere ich mir wirklich überall hin: auf die Lippen, Augenbrauen, Nägel, Wangenknochen….

Was ist mit Special Treatments wie Waxing, Facials? Machst du sowas ab und zu?

Ja, unbedingt! Einmal im Monat gehe ich zu meiner Kosmetikerin und mache eine Microneedling-Behandlung mit Argireline („Notox“) und anschließender Collagenmaske. Danach habe ich Haut wie ein Gummibärchen: prall und glowy, beinahe faltenfrei. Bei der Gelegenheit lasse ich mir gleich auch die Augenbrauen dunkler färben und die Wimpern liften, damit ich sie nicht so stark tuschen muss.

Die Augenbrauen würde ich am liebsten alle zwei Wochen färben, das macht so einen großen Unterschied in meinem Gesicht. Außerdem gehe ich ein Mal im Monat zur Pedi- und Maniküre. Niemals mit Lack, nur feilen und buffern. Da ich viel tippe, hält bei mir kein Lack lange. Und ich mag den natürlichen Look meiner Nägel.

Hast du einen Signature-Duft?  

Ich habe Winter- und Sommerdüfte. Hamaca von 27 87 ist aktuell mein Favorit. Ich mag aber auch Molecule 01 von Gesa Schön und Equality, ein sehr warmer Unisex-Duft. Die natürlichen Düfte von Aemium sind toll für den Sommer.

Machst du Sport?

Ja, fast jeden Morgen oder mittags, es sei denn ich habe meine Tage oder bin krank. Ich mache lieber kurze Einheiten als einmal in der Woche krass anstrengende 90 Minuten. Fahrradfahren, Yoga und HIIT-Workouts mit Gewichten sind meine Favoriten. Früher bin ich gerne schwimmen gegangen, aber ich bekomme leider mittlerweile sofort eine Blasenentzündung, wenn ich in einen Pool springe.

Kein Sport während der Periode, das machen ja Viele so. Merkst du deinen Zyklus auch bei deiner Haut?

Oh ja. Meine Haut spiegelt meinen Zyklus eins zu eins. Ich bekomme plötzlich Pickel auf der Nase, auf der Stirn und rund ums Kinn. Ich steuere dann bewusst mit Ernährung und Pflege dagegen und verwende reinigende Tonerde-Masken oder Toner mit Zink, die entzündungshemmend wirken. In dieser Zeit zupfe ich z.B. auch nie meine Augenbrauen, weil ich dann viel schmerzempfindlicher bin.

Gibt es etwas in Sachen Beauty, was du von den Frauen aus deiner Familie gelernt hast?

Ui, ähm… nichts! Die meisten Frauen sind eher abschreckende Beispiele. Es wurden viele Zigaretten geraucht, lange in der Mittagssonne gelegen (mit Olivenöl und Zitronensaft als „natürlichen“ Sonnenschutz!) und ordentlich Wein getrunken.
Das waren die Achtziger. Damals wusste man es nicht besser. Wobei sich meine Mutter nach dem Duschen immer von Kopf bis Fuß eincremt. Das habe ich ihr nachgemacht und sehe heute die guten Resultate von jahrelanger Feuchtigkeitspflege – und zwar nur mit der Bodylotion von Aldi. Die ist die beste.

Und gibt es Beauty-Aberglauben oder Verrücktheiten, an die du glaubst?

Ja, ich schwöre auf die Splashing-Technik nach Erno Laszlo. Er war ein ungarischer Hautarzt, der die erste – wissenschaftlich untermauerte – kosmetische Gesichtspflegelinie auf den Markt gebracht hat. Das Spritz-Ritual geht so: Erst 20x eine Mischung von warmem Wasser und einem im Waschbecken gelösten Reinigungsprodukt mit den Händen ins Gesicht zu spritzen, dann 10x mit fließendem kalten Wasser nachsplashen.

So wird die Haut gründlich gereinigt und die Durchblutung angeregt. Ich vergleiche das immer mit einem Hausputz: Wenn es gründlich sein soll, dann nehme ich auch einen Eimer heißes Wasser und löse darin das Reinigungsmittel auf. Das Splash-Ritual ist nicht gerade wassersparend, aber auf der andere Seite spare ich mir so Anti-Pickelprodukte, die wiederum in Plastik verpackt sind. Ich mache das morgens und abends, wenn ich Make-up drauf hatte sogar ein paar mal mehr.

Was möchtest du deiner Tochter in der Hinsicht weitergeben oder vermitteln?

Dass sie schön ist, egal wie sie aussieht. Sie soll sich so stylen und zurechtmachen, wie sie sich fühlt. Heute Elsa, morgen Piratenbraut. Ich vermarkte mein Kind bewusst nicht auf Instagram mit Kooperationen. Ihr Look muss also nicht zu meinem Account passen oder irgendwem anderes gefallen. Insofern: Sei frei und wild, mein Schatz.

Wo holst du dir Beauty-Inspiration?  

Ich mag Denise Boomkens von And Bloom, weil sie Frauen Ü40 mit Falten und oder grauen Haaren zeigt, die sexy und großartig aussehen. Weil sie nicht nur Models, sondern Persönlichkeiten sind. Ansonsten bin ich von Margot Robbie besessen – sie ist mein Vorbild, was Make-up und Haare betrifft.

Mit Mitte 40 weiß ich ansonsten aber auch selber ganz gut, was für mich funktioniert und was nicht. Ich höre nur noch auf echte Profis, weniger auf Skinfluencer oder Magazine, die neue Wirkstoffwunder oder ihre Werbekunden anpreisen. Ich verlasse mich auf die Expertise meiner Kosmetikerin Maria und die der Skincare-Experten, deren Produkte ich nach einem ausgiebigen Test wirklich gerne verwende. Weil: Man kann so tun als würde man eine Tasche schön finden, aber wenn eine Creme für den persönlichen Hauttyp nicht ideal ist, dann sieht man das. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mir das Altern nicht manchmal zu schaffen macht. Deshalb bin ich echt auch stolz darauf, dass ich so aussehe, wie ich aussehe – weil ich mich eben immer brav eingecremt habe.

Das kannst du auch, Alexa, danke dir!!

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