Jungs-Mama sein

SAMSUNG CAMERA PICTURESEine Freundin von mir hat vor kurzem ein Baby bekommen und wollte bis zur Geburt das Geschlecht nicht wissen. Für mich absolut unverständlich, doch irgendwann wurde mir klar, warum. Ihr war es einfach wirklich egal, was sie bekommt. Mir nicht. Ich hatte eindeutige Präferenzen in Richtung Mädchen und auch wenn ich schon in der sechsten Schwangerschaftswoche intuitiv spürte, dass da ein männliches Kraftpaket in mir heranwächst, hatte ich bis zur 20. Woche noch ein bisschen Hoffung, doch eine Tochter zu bekommen.

Heimliche Mädchen-Hoffnungen

Natürlich habe ich mich geschämt für diese Gefühle. Ich bin sofort gewollt und problemlos schwanger geworden,  habe ein gesundes Kind bekommen, meine Schwangerschaft lief problemlos – es schien absolut undankbar, heimlich ein bisschen enttäuscht zu sein. Was für ein Mensch bin ich, dass ich mir überhaupt solche Gedanken gemacht habe? Aber das Gefühl war da. Und auch wenn ich mich dann irgendwann sehr auf meinen Sohnemann gefreut habe, blieben Zweifel.

Ich hatte mir immer ein Mädchen gewünscht, mit der man tolle Mädchen-Sachen machen kann. Warum, weiß ich gar nicht genau. Aber ich komme aus einer Frauen-Familie, bin mit vielen Tanten und ohne Vater aufgewachsen. Ich bin ein totales Klischee-Mädchen, unsportlich, schlecht im Klettern und im Raufen, klein und zierlich und was Bälle betrifft, total unbegabt. Ich dachte: werde ich überhaupt etwas mit diesem Jungen anfangen können? Würde mein Freund seine Nummer eins sein, eben weil ich mich wirklich nicht besonders als Fußball-Partner eigne? Weil ich keine Ahnung von Jungs-Sachen habe, von Autos, von Motorrädern und Raumschiffen? Okay, ich schaue wirklich gerne Fußball, aber würde das reichen? Würden wir klar kommen? Gerade weil ich spürte, dass Xaver so ein wildes Bündel werden würde, war meine größte Angst, wir könnten kein Team werden. Uns nicht verstehen, Konflikte haben. Irgendwie dachte ich, ich würde mit einem Mädchen besser klar kommen.

Und jetzt…

Und jetzt ist da Xaver, mein süßer Xaver. Ich kann mir überhaupt nicht mehr vorstellen, irgendein anderes Kind als meinen kleinen Jungen zu haben. Ich habe nie auch nur den Hauch von Neid gespürt bei Freundinnen, die Mädchen haben. Okay, ganz selten, wegen der Klamotten. Aber sonst: nein! Natürlich ist Xaver noch klein, er interessiert sich im Moment eher für Puppen als für Autos, kann allerdings wirklich schon fast besser mit einem Ball umgehen als ich und ist ein absolutes Kraftpaket. Aber wir sind ein Super-Team. Wir lieben uns heiß und innig und haben richtig viel Spaß miteinander. Alle meine Ängste und Zweifel hätte ich mir komplett sparen können.

Wenn ich es mir so überlege, sind es sogar gerade seine frechen Jungs-Eigenschaften, die ich am meisten liebe. Er ist so wild und ungestüm und ehrlich. Er ist wenig zimperlich und kann wirklich einstecken. Er haut mir tatsächlich jetzt schon auf den Hintern und strahlt: “POPO!” Das macht er bei seinem Papa nicht. Unfassbar, oder?

Und natürlich hat er auch total weiche und warme Seiten, er kann sich furchtbar erschrecken, er kann wahnsinnig schmusig sein, will manchmal nur auf meinem Arm sein, protestiert gelegentlich sogar, wenn Papa ihn nachts oder morgens aus dem Bett heben will. “NEIIIINN, MAMA!” sagt er dann und schüttelt vehement den Kopf.

Runde Zwei

Nächstes Jahr würde ich gerne ein zweites Kind bekommen. Und natürlich wünsche ich mir eigentlich (wieder) ein Mädchen. Obwohl ich auch oft denke: Für Xaver wäre es sicher schöner, einen Partner in Crime zu haben. Immer mehr freunde ich mich mit der Idee an, vielleicht auch einfach eine reine Jungs-Mama zu bleiben. Mittlerweile bin ich sogar ziemlich happy bei dem Gedanken, eventuell bald drei Männer im Haus zu haben. Und wer weiß… Vielleicht lassen wir uns dieses Mal sogar überraschen!

Wolltet ihr das Geschlecht wissen? Man sagt das ja nicht so laut, aber hattet ihr Wünsche oder Präferenzen?

PS: The 10 best things about having boys

PPS: Xaver und ich tragen auf dem Bild beide Doc Martens. Xavers Modell heißt Brooklee, und meines ist der Klassiker, der 1460. Ich habe meine Doc Martens-Liebe schon letzets Jahr wiederentdeckt (nach 15 Jahren Abstinenz) und liebe es, dass Xaver jetzt beim Partnerlook mitmachen kann!
Seine Jacke ist von I dig denim via Walking the Cat!

Lieblinge

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    2 days ago by littleyears Wenn Junio und Xaver das "bitte" oder "danke" sagen vergessen, werden sie von ihren Eltern daran erinnert. Katharina dagegen sagt, das müsse man gar nicht. Die Kinder würden es früher oder später ohnehin machen, wenn man ihnen Höflichkeit vorlebt. Bei ihrem Sohn hat das ganz wunderbar funktioniert. Was sagt ihr? Mehr dazu heute im Blog!

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