Little Tipps: Kleine Machtkämpfe vermeiden

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Machtkämpfe bringen einfach nichts. Unter uns Großen nicht, und natürlich auch bei den Kleinen nicht. Eigentlich machen sie nur vor allem eines: Das Leben schwerer. Ob bei Kids in der sogenannten “Trotzphase”, korrigiere,  “Autonomie”-Phase oder auch später – aufhören tun diese alltäglichen Auseinandersetzungen allerdings nicht wirklich. Sie werden nur weniger, und dann auch mal wieder mehr. Aber ganz nach dem Motto “pick your battles” kann man einen gewissen Teil dieser Auseinandersetzungen umgehen, oder sogar gute Lösungen finden. Denn Kinder wollen kooperieren. Für alle Eltern empfehlen wir eigentlich immer wieder das Buch “Der entspannte Weg durch Trotzphasen”, über das Isabel schon geschrieben hat. Es hat uns beiden wirklich geholfen! Und wie wichtig Konsequenz und Grenzen wirklich in der Erziehung sind, darüber haben wir schon einmal mit dem Kinderpsychotherapeuten Christoph Meinecke gesprochen. Heute soll es aber einfach um ein paar kleine Tipps gehen. Wir sind natürlich keine Experten und können hier eher von Erfahrungswerten sprechen, vielleicht ist aber für den ein oder anderen etwas dabei? Oder ihr habt auch noch ein paar Tricks auf Lager? Immer her damit!

 

Die Verantwortung abgeben – “Don’t shoot the messenger” kennen die Kids nämlich nicht!

Vielleicht kann man auch mal nicht die Böse sein und einfach die Verantwortung abgeben. Statt zu sagen: “Wir müssen jetzt los, sonst kommen wir zu spät”, könnte man sagen: “Oh, schau mal, die Uhr! Es ist schon spät und die Uhr sagt, wir müssen schnell los!” Funktioniert auch ganz gut beim zu Bett gehen. Es kann auch helfen den Alarm des Telefons zu stellen und dann zu sagen “Oh der Alarm, das bedeutet wir müssen los gehen!”. Die Verantwortung abzugeben, mache ich manchmal auch beim Restaurant: “Der Kellner hat gesagt, wir dürfen nicht wild um die Tische rennen”. Auf diese Art und Weise fühlen sich Kinder uns gegenüber nicht so machtlos, sondern werden eher angeregt zu kooperieren.

Eine Auszeit nehmen!

Wenn es manchmal Konflikte gibt, die sich über einen längeren Zeitraum zu einem Problem entwickeln, hilft statt diskutieren eine Auszeit (wenn man die Zeit hat). Man kann mit dem Kind zusammen in einen anderen Raum gehen, erst mal ruhig sein, vielleicht sogar nichts sagen. Oft spricht das Kind dann von selbst das Thema an. Man redet ruhig und mit etwas Abstand über das Problem und findet besser Lösungen, vielleicht sogar gemeinsam mit dem Kind. Einfach weiter zu schimpfen, vielleicht sogar zu bestrafen, verletzt und kränkt das Kind.  Und, wie Jesper Juul schon sagt: “Erziehung als Machtkampf ist immer eine schlechte Idee.”

Das Kind mitentscheiden lassen

Klar, ist das nicht immer möglich. Klar, können Kinder viele Situation noch nicht überschauen. Generell hilft es im Alltag aber schon (und ist auch wichtig für das Kind), wenn es manchmal mitentscheiden darf. Oft umgehe ich sogar die Aufforderung “Zieh jetzt deine Jacke an!” mit einer Frage nach Junios Meinung: “Willst du die blaue oder gelbe Jacke anziehen?” So steht es erst gar nicht zur Debatte, ob er eine Jacke anziehen muss. Und er freut sich, selbst die Entscheidung zu treffen. Man sollte aber beachten, nur eingegrenzte Wahlmöglichkeiten zu geben. Fragt man, um beim Beispiel zu bleiben, “Welche Jacke möchtest du anziehen?” läuft man Gefahr, dass das Kind eine Entscheidung trifft, mit der man nicht zufrieden ist. Wenn man eingrenzt, ist schon mal klar, das die rote, viel zu dünne Regenjacke nicht gewählt wird.

“Kann ich dir einen Trick zeigen?”

Wenn das Kind etwas versucht zusammenzubauen, es einfach nicht klappt und auf einen Wutanfall zusteuert, lässt sich es oft nicht helfen. Es will die Herausforderung ja alleine schaffen. Bevor das Spielzeug/Gerät/Jacke mit Reissverschluss in die Ecke gefeuert wird, kann man es mit “Kann ich dir einen Trick zeigen?” versuchen. Klingt spannend und das Kind kann Hilfe annehmen, ohne zu zugeben, dass es Hilfe braucht.

Das Kind herausfordern

Anstatt das Kind aufzufordern etwas zu tun, hilft es vielleicht einfach fragen, ob es helfen kann. Beispiel: “Sag mal, weißt du eigentlich wo deine Schuhe sind?” So kann man den Befehl “Hol’ deine Schuhe” umgehen. Bei mir hat auch mal geholfen: “Sag mal weißt du eigentlich, wie man die Hose anzieht?” Allerdings funktioniert das nach einer Weile nicht mehr… Weitere Tipps findet ihr z.B. auch bei Motherly.

 

Foto: Carolina Sanchez B

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