Let’s talk about: Intimgesundheit – alles eine Frage der Balance? (Mit Rabattcode)

20. January 2022 | in Kooperation | Letstalkabout

Obwohl Themen wie Menstruation und der weibliche Intimbereich glücklicherweise längst kein Tabu mehr sind, gibt es dennoch einige Bereiche, die schambehaftet sind oder über die frau sich eher ungern austauscht. So zum Beispiel die klassischen, vaginalen Beschwerden wie Pilze und Infektionen. Obwohl ca. 70 % aller Frauen von Zeit zu Zeit oder sogar regelmäßig davon betroffen sind, ist das für viele von ihnen dennoch etwas, worüber sie nicht gerne sprechen. Wir geben euch hier gemeinsam mit ellen® einen Überblick über verschiedene Arten von Vaginalbeschwerden, wie diese unterschieden werden können – und wie ihr vorbeugen könnt. Außerdem nehmen wir unsere natürlichen Körpersäfte einmal genauer unter die Lupe und untersuchen, wozu diese gut sind und was genau Anzeichen für eventuelle Krankheiten sein könnten.

Keeping the Balance – alles im Fluss!

Wie so oft im Leben ist auch im Intimbereich erst mal alles eine Frage der Balance. Eine gesunde und ausgewogene Flora ist hier das Stichwort. Die Vaginalflora setzt sich aus zahlreichen, unterschiedlichen Mikroorganismen zusammen. Einige davon – besonders Milchsäurebakterien (auch Laktobazillen gennant) – sorgen für ein saures Milieu, in dem sich Krankheitserreger nicht so gut niederlassen können. Gerät die Vaginalflora aus dem Gleichgewicht, spricht man von einer Dysbalance – die wichtigen Milchsäurebakterien werden verdrängt und Krankheitserreger können sich leichter ausbreiten.

Lästige Symptome, die eine unausgewogene Vaginalflora so mit sich bringt (und die viele von euch sicherlich auch kennen), sind Jucken, Brennen und Ausfluss. Oftmals treten diese Erscheinungen sogar regelmäßig nach der Periode auf. Kennt ihr das? Die Periode ist endlich vorbei und plötzlich juckt’s und ziept es und man denkt sich nur: Was ist denn jetzt schon wieder los?! Oder auch, wenn sich hormonell etwas verändert, zum Beispiel nach der Schwangerschaft, während einer Hormonersatztherapie, in der Menopause oder der Pubertät, kann es unangenehm werden. Falls es hilft: Niemand ist damit alleine! Millionen Frauen weltweit haben diese Symptome. Aber es können auch Erkrankungen daraus werden, wenn die Vaginalflora aus dem Gleichgewicht gerät.

Unsere liebe Flora besteht nämlich aus 100 Millionen Keimen – pro Millimeter. Dabei handelt es sich meist um reine Milchsäurebakterien oder Zuckerzellen. Die Bakterien produzieren das weibliche Geschlechtshormon Östrogen und bekämpfen so andere Bakterien, die im Gegensatz zur Milchsäure für eine Störung des pH-Wertes sorgen können. Hier können wir euch übrigens den wunderbaren Gyncast- Podcast mit der Gynäkologin und Chefärztin Dr. Mandy Mangler ans Herz legen. Besonders diese Folge beschäftigt sich mit unserer Scheidenflora und dem empfindlichen, vaginalen Mikrobiom.

Intimpflege: Weniger ist mehr!

Dieser Spruch beschreibt ganz wunderbar, was wirklich wichtig ist: Nämlich am besten einfach nicht zu viel machen. Sogenannte Vaginalduschen sind völliger Quatsch und schädigen sogar das Mikrobiom eurer Vagina. Auch Seife solltet ihr am besten nicht verwenden, eher z.B. ein Intimwaschschaum, der keine Seife enthält und pH-hautneutral ist wie der ellen® Intim Reinigungsschaum. Ganz zu schweigen von ominösen “Detox-Produkten”. Eure Vagina braucht kein Detox, sondern im Idealfall gar nichts!

Kannst du deinen Ausfluss lesen?

Aber wie genau unterscheiden sich denn nun die verschiedenen Beschwerden? Findet ihr es nicht auch seltsam, dass unsere Generation eigentlich so wenig darüber weiß? Müsste so etwas nicht eigentlich ausführlich im Biologie-Unterricht erklärt werden? Habt ihr euch zum Beispiel mit Ausfluss beschäftigt? Wir damals nicht. Nun gut – dann tun wir das jetzt mal!

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Ausfluss völlig normal und sogar gesund ist und Frau am Ausfluss sogar viele Dinge über den eigenen Körper und Zyklus “ablesen” kann. Spannend, oder? Vaginaler Ausfluss (“Fluor vaginalis”, “Fluor genitalis” oder auch “Weißfluss”) sorgt dafür, dass Schleim aus der Gebärmutter und Zellen die Scheide auf natürlichem Wege verlassen können. Wie viel Ausfluss eine Frau hat, kann sehr unterschiedlich sein und sorgt oft für Verwirrung. Denn jede Frau ist anders, auch in dieser Hinsicht. So kann es zum Beispiel sein, dass die eine einen recht starken Ausfluss hat, während eine andere Frau eher trocken ist. Im Durchschnitt haben Frauen jedoch einen Ausfluss von cirka 5 Milliliter pro Tag. Früher haben wir uns sogar für unseren Ausfluss geschämt. Dabei ist es etwas ganz Normales!

Aber auch Ausfluss kann sich durch hormonelle Schwankungen verändern: Beispielsweise wird das meist milchig-weiße Sekret während des Eisprungs oder einer Schwangerschaft stärker. Generell ist der Ausfluss nicht nur in der Menge, sondern auch in Geruch und Farbe unterschiedlich, beginnt vor der Pubertät und entsteht täglich bis rein in die Wechseljahre.

Hallo Ausfluss!

Wir haben also schon mal festgestellt: Der Ausfluss gehört zur natürlichen Schutzfunktion des Körpers. Neben der Ausscheidung von Schleim und Zellen sorgt er dafür, dass die Scheide vor Krankheitserregern (und damit z. B. vor Vaginitis) geschützt wird – denn Ausfluss enthält Milchsäurebakterien, die das Scheidenmilieu zu diesem Zweck leicht sauer machen. In der Schwangerschaft erleben einige Frauen starken Ausfluss. Das ist nicht schlimm, solange es sich um den natürlichen Weißfluss handelt. Verändert sich der Ausfluss aber, sollte der/die Gynäkolog*in aufgesucht werden. Denn auch bei Schwangeren können durchaus Scheideninfektionen auftreten – was ein gewisses Risiko für das Kind bedeuten könnte. Im Zweifel also bitte immer ärztlichen Rat einholen. Eine weitere wichtige Funktion der Scheidenflüssigkeit zeigt sich bei Sex, denn erst durch die Scheidenflüssigkeit wird dieser angenehm. Bei sexueller Erregung produziert die Frau zusätzlich Flüssigkeit aus Drüsen am Scheideneingang.

Zusammengefasst gilt zu sagen: “Ausfluss” bzw. vaginale Sekrete sind nicht nur normal, sondern gesund und wichtig für eine ausgewogene Vaginalflora, Spaß beim Sex und ein gutes Körpergefühl! Ein Körpersekret also, dem durchaus Aufmerksamkeit zu zollen ist. Denn wer sich einmal näher mit den eigenen Körpersäften befasst hat, dem fallen auch schneller Veränderungen auf. Worauf hier zu achten ist, schauen wir uns nun mal genauer an.

Scheidenpilz

Pilze im Intimbereich werden durch einen Hefepilz hervorgerufen, in der Regel Candida albicans und kommen im Darm aller Menschen natürlich vor. Bei Frauen befindet sich der Hefepilz auch in der Scheidenflüssigkeit und ist unbedenklich. Manchmal kommt es jedoch zu einer Infektion. Es ist nicht bekannt, wodurch die Pilzinfektion hervorgerufen wird. Bei einigen Frauen tritt eine Pilzinfektion nach einer Antibiotikabehandlung oder aufgrund der Menstruation oder einer Schwangerschaft infolge von hormonellen Veränderungen auf.

Symptome einer Pilzinfektion:

– Reizung, Brennen und Rötung
– Geschwollene und empfindliche Schleimhäute der Scheide, die leichter als üblich bluten
– Brennen beim Wasserlassen oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
– Manchmal kommt es zu einem weißen, körnigen Ausfluss, dieser kann jedoch auch dünnflüssig sein oder gar nicht auftreten.

Faktoren, die das Risiko erhöhen können:

– Geschlechtsverkehr
– Antibiotikabehandlung
– Veränderungen des pH-Wertes der Scheide
– Erbliche Faktoren
– Pille oder Hormonspirale
– Übertragung des Pilzes aus dem Magen-Darm-Trakt
– Geschwächtes Immunsystem oder Stress

Bakterielle Vaginose

Bei einer bakteriellen Vaginose wurden die schützenden Milchsäurebakterien verdrängt oder teilweise ausgeschaltet. Dies kann sich beispielsweise im Zusammenhang mit der Menstruation oder nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr bemerkbar machen. Die Symptome können in unregelmäßigen Abständen immer wieder auftreten. Es ist unklar, warum die Milchsäurebakterien verdrängt oder teilweise ausgeschaltet werden, und es ist nicht bekannt, welche Bakterien die bakterielle Vaginose verursachen.

Symptome einer bakteriellen Vaginose:

– Übelriechender Ausfluss
– Grau-gelblicher Ausfluss
– Dünner Ausfluss
– Bei einer bakteriellen Vaginose kommt es in der Regel nicht zu erhöhtem Ausfluss
– Juckreiz oder Brennen an der Scheidenöffnung

Toxic Shock Syndrom (TSS)

Die “Tamponkrankheit” oder “Toxic Shock Syndrome” (TSS) entsteht in der Regel durch eine Hautinfektion infolge einer Wunde nach einer Operation und wird nur selten durch die Anwendung von Tampons oder die Menstruation ausgelöst. Beim TSS handelt es sich um eine Infektionserkrankung mit den Keimen Staphylococcus aureus oder Streptococcus pyogenes, die extrem selten auftritt. Wenn es jedoch auftritt, ist das TSS lebensbedrohlich und kann unbehandelt zu Multiorganversagen führen. Die Keime, die das TSS auslösen, kommen fast überall in der Natur vor. Etwa 15 – 40 Prozent der gesunden Menschen sind im Nasen-Rachenraum mit Staphylococcus aureus besiedelt. Die Erreger können bestimmte Giftstoffe produzieren und ausschütten, auf die das menschliche Immunsystem mit der Bildung von Antikörpern reagiert.
Schwerwiegende Krankheitserscheinungen – wie das Toxische Schocksyndrom – treten dann auf, wenn die Keime in hoher Zahl in den Organismus eintreten und dabei auf ein Immunsystem treffen, das noch keinen Kontakt zum Erreger hatte und noch keine Antikörper gebildet hat und daher nicht in der Lage ist, die Keime und die Toxine schnell zu neutralisieren. Im späteren Erwachsenenalter besitzen mehr als 90 Prozent aller Menschen Antikörper. Ein vergessener Tampon kann zu starkem und übel riechendem Ausfluss führen. Kommt es während der Verwendung eines Tampons plötzlich zu hohem Fieber, Krankheitsgefühl und eben unangenehmen Ausfluss, sollte der Tampon sofort entfernt und unmittelbar eine Gynäkologin oder ein Gynäkologe aufgesucht werden.

Symptome:

– Plötzlich auftretendes und anhaltendes Fieber über 39°C
– Kopfschmerzen
– Benommenheit
– starker Blutdruckabfall bis hin zum Kreislauf- und Multiorganversagen

Risikofaktoren:

– Junges Alter
– Staphylokokkus-Besiedelung der Scheide
– Virale Infektionen (z. B. Windpocken)
– Verwendung hochsaugfähiger Tampons
– langer Verbleib des Tampons in der Vagina

Falls ihr noch weitere Fragen zum Thema Intimgesundheit habt, dann kann euch vielleicht die Intimate Care School von ellen® weiterhelfen. Auch wenn ihr beispielsweise mit eurer Tochter über Themen wie (die erste) Menstruation sprechen wollt, findet ihr dort viel interessanten Input und Hilfestellungen. ellen® hat sich zum Ziel gesetzt, dass Intimgesundheit und vaginale Beschwerden kein Tabu-Thema mehr sind, sondern wir alle offen darüber sprechen können – als Vorbild für unsere Töchter. Denn es ist so wichtig zu wissen, was in unserem Körper warum vorgeht. Auch, damit die Generation nach uns ohne Scham und ganz selbstverständlich mit diesem Wissen aufwächst.

Und falls ihr die Produkte von ellen® auch einmal ausprobieren wollt, haben wir hier noch einen Rabattcode für euch! Mit ellentampon20 bekommt ihr auf alle Produkte 20 % Rabatt. Der Code gilt für alle Produkte aus dem Sortiment von ellen® und ist noch bis zum 21.2.2021 gültig! Uns haben die probiotischen Tampons auf jeden Fall total überzeugt. Gerade wenn frau dazu neigt, direkt nach der Periode immer mal wieder unter einer unausgewogenen Vaginalflora zu leiden. Mit den ph-Control Stäbchen lässt sich der ph-Wert auch super easy bestimmen. Probiert´s einfach mal aus!

 

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