Zeit, du selbst zu sein – mit LILLYDOO

10. March 2020 | in Parenting

Ich bin jetzt seit fast sieben Jahren Mutter. Wahnsinn, oder? Und wenn ich so zurückdenke, wie mein Weg verlief, wie ich mich als Mutter gesucht und gefunden habe, dann gab es viele Dinge, die mir recht leicht gefallen sind – und andere, die mir schwer fielen.

Ich hatte doch recht hohe Ansprüche an mich: eine liebevolle Mama sein, aber keine “Glucke”. Mich selbst nicht verlieren, aber dennoch genug für die Kinder da sein. Erfolgreich im Beruf sein – und danach mit den Kindern “Quality Time” verbringen.

Ich wollte stillen, aber nicht zu lang. Wollte die Kinder nachts bei mir haben, aber mit fehlte mein eigener Schlaf enorm. Ich wollte das, was so viele wollen: alles! Aber dabei nie ins Extrem rutschen. Immer in Balance sein. Mich selbst in meiner Mutterrolle finden, meine Bedürfnisse abstecken, mich von meinen eigenen Erwartungen befreien – das war nicht leicht. Vielleicht ist es sogar genau das, was mir rückblickend am Schwersten fiel.

Aber ich glaube, ich habe es geschafft. Die Kinder sind jetzt fast vier und fast sieben. Sie sind lustig, schlau, sozial und charakterstark, laut und wild und wunderbar. Sie sind, wie sie sind. Und in den vielen Jahren, die ich sie jetzt kenne, haben wir langsam aber sicher einen guten Weg gefunden, alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Zumindest meistens!

Elternsein heutzutage. Das ist gar nicht mal so leicht. Es gibt unzählige Ansichten zu vielen Themen. Auf uns allen lastet ein enormer Druck, alles zur gleichen Zeit zu schaffen. Dabei ist das ja fast gar nicht möglich. Manche Kinder brauchen so viel Aufmerksamkeit – da ist erst Mal an nichts anderes zu denken. Die Menschen sind unterschiedlich belastbar, jeder hat seine Vorgeschichte, seine Prägung, seine individuellen Bedürfnisse. Es kann also gar keine ‚one size fits‘ all Lösung für alle Eltern geben. Genau das macht es aber ja so schwer. Man MUSS seinen eigenen Weg finden. Und diesen dann auch gehen.

Vielleicht tut es vielen von uns mal ganz gut, zwischendrin in sich reinzuhören, ehrlich zu sein: was will ich? Was brauche ich? Erst dann kann man nämlich individuell auf seine eigenen Möglichkeiten eingehen. “Zeit, du selbst zu sein” – das war das Motto des Lillydoo Events in Hamburg. Nebenbei wurden die neuen Produkte vorgestellt (Feuchte Toilettentücher, Feuchttücher für Gesicht & Hände und Windeln in Größe 7). Ich war schon auf vielen solchen Events, sie sind immer liebevoll gemacht und bereichernd – aber dieses war tatsächlich speziell.

Es ging nämlich wirklich darum, die Anwesenden darin zu bestärken, das eigene Bauchgefühl zu aktivieren. Was ich schon mal toll fand: es waren fast nur Frauen da – und die Männer, die dabei waren, waren in erster Linie für die Kinder zuständig. So konnten sich die Frauen mal auf sich konzentrieren. Denn bei allem Gequatsche von wegen “jeder muss seinen Weg finden” – es sind eben doch meistens die Frauen, die ihren Weg nicht finden, sondern sich permanent anpassen. Die zu wenig an sich selbst denken, stark in Rollenmustern fest stecken – und immer versuchen, es allen recht zu machen.

Es gab vier Workshops, ich habe zwei gemacht, und die waren beide wirklich toll. Der erste Workshop war Yoga – bin ich ja eh immer Fan von. “Balance your life”. Ziel: Entspannung. Denise von A Mana Life hat einige Übungen gezeigt, die wunderbar entspannend wirken. Das hat richtig gut getan! Ich bin ohnehin ein Yogi, quetsche mindestens eine Yoga-Stunde pro Woche in meinen Alltag und versuche auch regelmäßig, den Tag mit ein paar Sonnengebeten zu starten. Das tut mir einfach gut. Zum Glück hat mir Ira Meindl vorher noch ihre Leggings geliehen, die hatte ich nämlich vergessen. Danke noch mal!

Der zweite Workshop war “Mom to Wow” – da ging es um das leidige Thema, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. Katharina von StadtLandMama hat klar gemacht, dass Familie auch immer eine Chance für die berufliche Entwicklung ist. Berührend und ehrlich hat sie dazu erst Mal ihre eigene berufliche Geschichte erzählt. Und dann gefragt: was habt ihr in den letzten Monaten so richtig gut gemacht? Puh. Könnt ihr das? Euch selbst loben? Ich nicht so. Aber ich bin wirklich stolz darauf, dass ich mir in den letzten Wochen so viel Ruhe gegönnt habe. Ich brauche viel Schlaf, bin aber auch ziemlich rastlos und muss mich regelmäßig selbst bremsen. Sonst werde ich krank. Alle Frauen im Workshop erzählten ganz offen, worauf sie stolz sind. Katharina hat sich auch nicht gescheut, die unangenehmen Fragen zu stellen: Wie regelt ihr die Finanzen mit eurem Partner? Lasst ihr euch ausgleichen für Care-Arbeit? Und es ging auch um neue Wege, neue Chancen und die Gewissheit: Kinder sind in allen Lebensbereichen eine Bereicherung. Ja, auch im Beruf! Das heißt aber nicht, dass jede durchstarten muss und in der Elternzeit eine Firma gründen. Auch muss nicht jedes Paar 50/50 machen – es geht mal wieder darum, den individuell richtigen Weg zu finden. Und dabei ehrlich zu sich selbst zu sein.

Ich bin ganz beseelt zurück nach Berlin gefahren. Weil es gut getan hat, mal einen Tag nur um sich selbst und seine Bedürfnisse zu kreisen. Das mache auch ich zu selten. Weil ich so viele ganz unterschiedliche, tolle Frauen getroffen habe, die mich allesamt inspiriert haben. Und weil ich die Message “Finde deinen Weg und vertraue dir” so mag. Das ist es ja auch, was wir hier bei Little Years immer versuchen, zu vermitteln. Es gibt nicht den einen Weg. Es gibt ganz viele. Und man kann auch immer mal wieder eine neue Abzweigung nehmen und einen neuen Weg entdecken.

Ich war aber sicher auch so beseelt, weil ich gemerkt habe: ich zweifle nicht mehr oft an mir. Ich bin happy mit mir als Mama. Kam nach Hause, umarmte meine Liebsten. Hatte nicht den Hauch eines schlechten Gewissens, weil ich länger weg war. Habe ich eigentlich nie mehr. Weil ich weiß, dass ich das nicht haben muss. Ich bin genau die Mama, die ich bin. Mal busy, mal voll da. Mal etwas zu streng, meistens etwas zu locker. Eben einfach ich. Und es ist so befreiend,sich nicht mehr ständig in Frage zu stellen!

Habt ihr euren Weg schon gefunden? Und worauf seid ihr stolz?

Fotos: Copyright by LILLYDOO

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