Überwintern in der Elternzeit: Kapstadt calling!

19. January 2017 | in Lifestyle | Travel

Im Winter 2011 waren mein Freund und ich in L.A. und sofort absolut vernarrt in die Stadt. “Nächstes Jahr um diese Zeit fahren wir wieder und bleiben einfach!” sagte mein Freund damals. “Wir sparen ein bisschen und schauen einfach, was passiert.” Ich hatte schon oft ein paar Monate im Ausland verbracht: in Spanien, in Argentinien, in Belgien – und konnte mir das sehr gut vorstellen.Tja, ein Jahr später war ich hochschwanger und unsere L.A.-Träume verpufften.

Tatsächlich war das auch einer meiner ersten Gedanken, als ich den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hatte (den ersten wohlgemerkt). Dass wir so etwas nicht mehr machen können. Ein paar Monate hier, ein halbes Jahr da. Ich hatte das immer geliebt, mich in einem neuen Land zurechtfinden, neue Freunde finden, den Alltag kennenlernen. Es war aufregend gewesen, auch oft tricky, aber immer eine Riesen-Erfahrung. Mit Kind konnte ich es mir nicht vorstellen.

Sogar zu viert!

Und jetzt machen wir es eben doch. Sogar mit zwei Kindern! In wenigen Tagen steigen wir in ein Flugzeug und fliegen nach Südafrika. Wir haben ein Auto gemietet und Häuser gebucht, viele Freunde von uns sind auch dort. Ein paar Wochen wollen wir mehr von Südafrika entdecken, aber die meiste Zeit in Kapstadt bleiben. Und wir kommen erst wieder, wenn hier Frühling ist!

Ich bin voller Aufregung und Vorfreude. Um Quinn mache ich mir keine Sorgen, wir waren mit Xaver in Indien als er nur etwas älter war als sie jetzt, und wer Indien mit Baby easy fand (und das taten wir), den wird Südafrika wohl nicht schocken. Xaver ist da eher die instabile Komponente. Wie wird es für ihn, so ganz ohne Kita und seine Freunde? In Kapstadt sind super viele Kinder von Freunden und Bekannten, überhaupt ist gerade halb Berlin da. Seine beste Freundin kommt zu Besuch und mir wurde gesagt, dass die Südafrikaner wahnsinnig kinderfreundlich sind, deshalb bin ich eigentlich positiv. Dennoch wird es aufregend, wie er klarkommen wird, so lange weg von zuhause.

Ich freue mich auf die Sonne, auf das Meer, auf die viele Zeit mit den Kindern. Kein Stress, nur wir. Ich werde natürlich auch in Kapstadt ein bisschen arbeiten (das Gute ist ja, dass es keine Zeitverschiebung gibt!), aber ich habe viel vorbereitet und will es unbedingt ruhig angehen lassen.

Zeit, Zeit – endlich Zeit

Der Mann hat Elternzeit genommen und wird endlich auch mal nicht arbeiten. Juhu! Zwischendurch denke ich manchmal, musste es wirklich so lange sein? Aber eigentlich haben wir uns eben schon so lange gewünscht, mal richtig für ein paar Monate eine Auszeit vom Alltag zu haben und wann, wenn nicht jetzt?

Natürlich bin ich auch gespannt, wie uns Südafrika gefällt. Wir waren noch nie da und ich habe durchaus etwas Bammel, dass mir die Armut sehr nahe gehen wird, dass der Luxus, den wir als weiße Europäer dort automatisch genießen werden, einen extrem bitteren Beigeschmack haben wird.

Aber wie gesagt, im Großen und Ganzen bin ich sehr optimistisch: ich freue mich wahnsinnig auf die nächsten Wochen!

Und jetzt bin ich gespannt: Viele von euch waren sicher schon mit Kindern in Südafrika, habt ihr Tipps mit Kindern? In Kapstadt wissen wir schon viel, für unsere kleine Reise haben wir aber noch nichts gebucht? Was empfehlt ihr? Klassisch Garden Route? Wo habt ihr übernachtet? Wir freuen uns über alle Tipps!

 

PS: Ein Bild von unserer Packerei. Tipps für leichtes Packen, so wie damals in Thailand, kann ich euch dieses Mal leider nicht geben! Die Frage ist eher: Wie stopfe ich vier Sommergarderoben in zwei Koffer? Und: wie sollen Reisebett, Buggy, zwei Kinder und ebendiese Koffer in ein Auto passen? Die Sonnencreme ist von Clarins!

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