Ein Trip durch die Toskana und nach Florenz – zu viert!

11. August 2016 | in Travel

Weil man das Leben als Selbstständiger nicht so ganz planen kann, hatten wir in diesem Jahr keine Zeit für einen langen Familien-Sommerurlaub. Stattdessen fuhr ich pünktlich zur Kitaschließzeit mit beiden Kindern in Richtung Süden, um dort Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Knapp zwei Wochen später kam Papa nach und wir konnten zu viert weiterdüsen, nach Italien!

Und ach was soll ich sagen, ich liebe Italien einfach. Und es ist so schade, dass wir nur wenige Tage dort verbringen durften. Die waren dafür wirklich gelungen!
Ich hatte Riesen-Bammel vor allem: den Flügen, dem Packen, den Autofahrten, der Städtereise nach Florenz. Würde es zu viel sein? Würde Quinn mitmachen? Würden wir wirklich alle etwas davon haben?

Toskana – das schönste Fleckchen Erde

IMG_4383

Zuerst verschlug es uns mitten in die toskanische Pampa, in der Nähe von Panzano hatten wir ein kleines Häuschen via Airbnb gemietet. Ich war anfangs skeptisch gewesen, denn es sah wirklich klein aus – wurde aber absolut positiv überrascht! Was haben wir eigentlich alle vor Airbnb gemacht? Solche Schmuckstücke sind uns durch die Lappen gegangen und jetzt geht es so einfach, so nett – hach. Das Haus war groß, schön, geschmackvoll, die Besitzer so nett, so warmherzig und natürlich hatten sie auch einige Tipps für die Umgebung in petto. Auch ein Babybett gab es, ein richtig tolles sogar. Sowie einen Hochstuhl und ein Bettchen für Xaver, der aber natürlich lieber bei uns war – das drei Monate alte Baby schlief brav im Bett, der Dreijährige immer zwischen uns…

Und diese Aussicht! Die Kinder machten gut mit, vor allem Quinn ist seit Wochen wie ausgewechselt. Sie ist nicht nur kein Schreikind mehr, sie ist ein durch und durch entspanntes Baby, das gerne rumliegt, zufrieden ist, sich mehrmals täglich selbst in den Schlaf nuckelt, viel lacht und brabbelt… Xaver dagegen hatte in diesem Urlaub mehr Problemchen, während seine Schwester quasi durchschlief, wachte er immer wieder auf, Alpträume plagten ihn und mehrmals war um 5:30 Schluss mit Schlafen und der Tag entsprechend anstrengend und quengelig… Aber irgendeiner quengelt halt immer und wir hatten trotzdem eine gute Zeit.

Weniger ist mehr

Unser Trick ist immer: nicht zu viel vornehmen. Keine großen Pläne. Wir verbrachten also die meiste Zeit zuhause im Garten. Wir liefen zur nahegelegenen alten Kirche und zurück, wir pflückten Brombeeren, Gurken und Salat. Wir gingen mal Eisessen ins Dorf. Einen Nachmittag verbrachten wir im Schwimmbad in Greve. Es war alleine schon wegen des Wetters, des Essens und der Aussicht so schön, mehr musste man nicht machen. Und Quinn? Die lag die meiste Zeit in ihrem Wagen oder auf irgendeiner Decke und war zufrieden.
Wir lachten oft: Wir sind in Italien, Quinn ist im Bee!

Danke also mal wieder an Airbnb für ein wunderschönes Erlebnis, ihr seid einfach perfekt für Familien!! Hier geht es zu unseren Vermietern, falls ihr auch mal einen Trip in die Toskana plant.

Und dann: Florenz

RFH SAV - DESTINATION Florence view

Nach vier Tagen düsten wir weiter nach Florenz. Ja – ein Städtetrip mit zwei Kindern, wir waren selbst nicht ganz sicher, ob das eine gute Idee sein würde, vor allem bei 35 Grad. Aber auch hier nahmen wir uns einfach wenig vor und es klappte richtig gut.

Ich bin ja eigentlich kein Fan von Hotelaufenthalten mit Kindern, ich bevorzuge individuelle Unterkünfte, aber wenn das Hotel Savoy anklopft, kann man wohl schlecht nein sagen. Ich freute mich tierisch, denn der Anreisetag war auch noch mein Geburtstag. Wir checkten also ins 5-Sterne-Hotel ein – und wow, was für ein Empfang! Das Hotel Savoy liegt direkt am Piazza della Repubblica, mitten in der City von Florenz und es bietet alles, was man sich von einem Luxus-Hotel erwartet: Geschmackvolle Einrichtung, ein extrem gutes Restaurant und natürlich einen Wahnsinns-Service, wir fühlten uns wirklich sofort wie zuhause und sehr willkommen. Trotz der Kinder? JA!

RFH SAV - INSTITUTIONAL Piazza della Repubblica

Families R Forte

Denn die Rocco Forte Gruppe hat vor kurzem “Families R Forte” ins Leben gerufen, ein Programm extra für Kinder. Es gibt einen Service für Babies (bis drei), einen für Kids (bis 12) und einen für Teens. Die Hotels achten sehr auf Familienfreundlichkeit und tun alles, damit man sich als Familie wohl fühlt. Und meine Theorie, dass sich die Kinder auch besser benehmen, wenn sie sich willkommen fühlen, wurde mal wieder bestätigt. Italien ist ja ohnehin kinderfreundlich, im Savoy war es natürlich noch toller. Xaver liebte es! Er sprach nur von “dem Hotel, in dem es Spielzeug gibt. Und einen Kinder-Bademantel. Und einen Pinocchio. Und eine Krabbe aus Kiwi zur Begrüßung. Und ein Karussell direkt davor!” Gut, das Karussel gehört nun nicht wirklich zum Hotel Savoy, aber es fügt sich perfekt in die Gastfreundlichkeit des Hotels ein. Ich weiß nicht, wie oft Xaver gefahren ist. Oft! Überhaupt hatte er einen Wahnsinns-Spaß auf der Piazza, es gab oft Riesen-Seifenblasen und Musik, dazu alle möglichen Verkäufer, die ihm bunten Quatsch andrehten.

Es handelt sich beim Savoy also um ein ausgesprochen familienfreundliches 5-Sterne Hotel. Dazu kommt, dass es einfach irre nett, wundervoll kuschelig, familiär und stilvoll ist. Die Zimmer wurden erst vor kurzem alle renoviert und neu ausgestattet und das sieht und fühlt man. Alles ist durchdacht und mit Liebe zum Detail gestaltet. Ich habe selten in so einem schönen Hotel geschlafen und für die Kids war wirklich alles da: Für Quinn gab es Babybadewanne, Wickelstation, Windeleimer, Babyhandtuch, Babybett und Nachtlicht. Auch ein Sterilisator und ein Aufwärmgerät waren da, brauchte ich als stillende Mama nicht, aber wenn Quinn schon älter gewesen wäre, wäre ich dafür sehr dankbar gewesen.

Full Service für Babies und Kinder

Für Xaver war auch Einiges geboten: Spielsachen, einen Hocker im Bad, einen Kinderbademantel und Schlappen. Beim Frühstück gab es eine Kinderecke, Xaver puzzelte und malte, was das Zeug hielt. Für beide war Kinderkosmetik im Bad, die wir auch reichlich benutzt haben. Im Savoy ist das Kinderprogramm rund um “Pinocchio” aufgezogen, klar – die Geschichte kommt aus der Gegend und Pinocchio ist überall in der Stadt präsent. Xaver nahm das dankbar an, er liebt die Geschichte von Pinocchio! Andere Hotels haben andere “Themes”. Es gab außerdem Tipps für Kinder in der Stadt, einen Kinderpass zur Begrüßung und natürlich eine  Krabbe unter der Palme aus Obst! Für größere Kinder werden auch Workshops angeboten, für die Teens sogar DVDs und Spielekonsolen.

Was gibt es noch? Klar – einen Babysitter-Service. Und den nahmen wir am Abend auch gleich in Anspruch. Was war ich nervös. Würde das klappen? Dass wir an meinem Geburtstag im schicken Restaurant Irene in Ruhe Abend essen würden? Der Plan war, Xaver ins Bett zu bringen und dann einen Babysitter kommen zu lassen, der einfach da ist, falls etwas passiert (ein Alptraum zum Beispiel…), Quinn sollte mitkommen. Das Irene hatten wir gleich beim Check-in bewundert, es sieht irre schick aus, aber nicht zu sophisticated und alle Kellner sind nur am Strahlen. An heißen Tagen wird kalter Wasserdamf um die Tische herumgesprüht, sodass man nicht schmilzt, während man einen kalten Drink mit blick auf die Piazza genießt. Genial!

Tja und: es klappte! Xaver schlief um halb acht, eine entzückende Babysitterin kam, wir aßen unten im Restaurant Bistecca alla Fiorentina und stießen auf meinen Geburtstag an. Quinn schlief – aber nicht lange, gegen zehn wollte sie wirklich ins Bett, also gingen wir wieder hoch, lösten die Babysitterin aus und aßen noch ein Stück Geburtstagskuchen auf dem Zimmer. Dafür, dass wir ein dreijähriges Kind und ein drei Monate altes Baby dabei hatten, war das wohl wirklich ein gelungenes Geburtstagsfest, oder? Ich war jedenfalls happy.

Danke also an das Hotel Savoy. Wir haben uns pudelwohl gefühlt und ich kann die Rocco Forte Hotels wirklich empfehlen, wenn man mit Familie reist. Es war ein einzigartiges Erlebnis, das wir alle – und vor allem Xaver – nie vergessen werden.

Florenz mit drei Jahren und drei Monaten

Und sonst so in Forenz? Nun, wir nahmen uns wieder nicht viel vor. Aber wir liefen ans andere Ufer, wo es weniger touristisch und so idyllisch ist. Wir sahen uns die David-Statue im Accademia an, die Xaver zwar weniger imposant fand, als ich gehofft hatte, aber er hat wohl verstanden, dass das etwas ganz Besonderes ist, immerhin erzählt er jetzt allen immer, dass er “den DAVID” gesehen hat. Florenz ist ansonsten eh Xavers Stadt, denn er liebt Kirchen und es gibt an jeder zweiten Ecke eine. Wir sahen also VIELE Kirchen (aber den Dom sparten wir uns). Wir liefen durch Gärten und aßen leckere Pasta, wir versuchten im Schatten zu bleiben und ein bisschen abseits der völlig überfüllten Straßen. Wir machten uns keinen Druck, passten uns oft an Xavers Tempo an, spielten Spiele, um ihn zum Laufen zu bewegen, aßen viel Eis zwischendurch. Quinn war wieder im Kinderwagen und zufrieden.
JA. Ich glaube, das war ein Trip, von dem wir alle vier etwas hatten!

Drei Monate ist ein tolles Alter, um mit Babies zu reisen, wenn diese entspannt sind. Sie bekommen gerade so ein bisschen mit, schlafen aber noch sehr viel. Ich habe sogar darauf geachtet, Quinn nicht zu oft aus dem Wagen zu nehmen, um sie vor den ganzen Eindrücken zu bewahren und ich glaube, das war gut.

Drei Jahre sind ein bisschen tricky, die meisten Kinder laufen noch nicht gerne lange Strecken, für den Buggy sind sie aber eigentlich schon zu groß. Xaver bekommt außerdem schon ALLES mit, man sah im an, dass er viel viel viel zu verarbeiten hatte.

Trotzdem würde ich es wieder in genau dieser Kombination machen! Denn jetzt sind wir wieder im kalten Berlin und auch wenn mir die Mücken und die Hitze nicht wirklich fehlen, bin ich etwas wehmütig, dass wir nur so kurz bleiben konnten. Das nächste Mal werden auf jeden Fall noch ein paar Tage drangehängt…

Dieser Post entstand in freundlicher Kooperation mit Rocco Forte Hotels

Kommentare