Welche Rolle spielt Selen in der Schwangerschaft?

25. May 2020 | in Kooperation | Schwanger

Gemüse statt Pillen, das ist eigentlich kein schlechtes Mantra für die Schwangerschaft. So ganz ohne, geht es dann aber auch nicht. Ein Folsäure-Präparat in Kombination mit Jod ist wichtig. Studien legen allerdings nahe, dass auch noch ein anderes Nahrungsergänzungsmittel Sinn macht, nämlich Selen.

Denn Selen findet sich nur wenig in Gemüse, sondern vor allem in Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten, Eiern, Getreide und Milchprodukten. Gerade vegane oder sich vegetarisch ernährende Mamas, sollten deshalb mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin sprechen. Aber auch wenn man sich “normal” ernährt, hilft eine Supplementierung mit Selen in der Schwangerschaft einem Selenmangel vorzubeugen – denn wie bei den meisten Spurenelementen braucht der Körper davon in der Schwangerschaft mehr! Außerdem sind die Böden in Deutschland sehr selenarm, sodass wir häufig – ohne es zu wissen – relativ wenig Selen zu uns nehmen. Und selbst kann der Körper Selen nicht herstellen.

Wir stellen vor: Selen!

Sicherlich habt ihr es schon an der einen oder anderen Stelle mal gesehen, das Spurenelement, das sich in der Auflistung von so manchen Mischpräparaten findet. Aber wie wichtig das unterschätze Spurenelement tatsächlich ist, ist vielen nicht klar. Warum? Selen braucht man für Stoffwechselprozesse im Körper, unter anderem trägt es zur normalen Funktion des Immunsystems und der Schilddrüse bei.
Außerdem trägt Selen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Denn das Selenprotein Glutathionperoxidase ist per se einer der wichtigsten Schutzmechanismen. Und klar, in der Schwangerschaft spielt Selen auch eine wichtige Rolle!

Welche Rolle spielt oxidativer Stress in der Schwangerschaft?

Zu Beginn ist der Sauerstoffgehalt im Mutterkuchen sehr niedrig, um die Entwicklung des Kindes und die Versorgung zu unterstützen. Im Verlauf der Schwangerschaft steigen Stoffwechselumsatz und Sauerstoffbedarf im Gewebe jedoch deutlich an. Dadurch erhöht sich auch der oxidative Stress. Weil der Fötus sehr anfällig für oxidativen Stress ist, wächst gleichzeitig auch der Bedarf an Antioxidantien. Dies ist einer der Gründe, weshalb schwangere Frauen mehr Selen brauchen.

Viele Mütter wissen nicht, dass sich ein Selenmangel während der Schwangerschaft negativ auf die Gesundheit von Kind und Mutter auswirken kann. Und gerade wenn man schon ein paar Kids zu Hause hat oder einen stressigen Job, ist es vielleicht nicht immer einfach genug auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Ein Mangel des Spurenelements kann aber bei Müttern ein Grund für eine postpartale Depression sein, wie in dieser Studie beispielsweise aufgezeigt wurde. Auch das Risiko für eine Schilddrüsenunterfunktion ist während und nach der Schwangerschaft erhöht und kann durch einen Selenmangel ungünstig beeinflusst werden. Eine Schilddrüsenunterfunktion möchte man nicht haben (ich spreche aus Erfahrung). Relativ schleichend fühlt man sich matt, friert viel mehr und kommt in eine depressive Stimmung.

Übrigens: Wer genau wissen möchte, ob ein Selenmangel vorliegt, kann den Status im Blut untersuchen lassen.
Während der Schwangerschaft kann der Selenbedarf beispielweise mit selenase 100 XL ergänzt werden.

Was natürlich noch wichtig ist: Man kann sich gut ernähren und supplementieren wichtig ist aber auch, dass man in Bewegung bleibt und sich einen Sport sucht, der einfach guttut! Mein Favorit war zum Beispiel Schwangerenyoga – es gibt online viele gute Kurse zu finden. Raus an die frische Luft und sich genug Pausen gönnen. Nahrungsergänzungsmittel, sind eben “Ergänzungsmittel” – ein gesunder Lebensstil und sich um sich selbst kümmern sind dabei immer noch unabdingbar.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit biosyn.

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