Schönheit, Beauty-Routinen und Mama-sein: Mit Susann Böwe

12. April 2016 | in Food & Beauty

Heute starten wir eine neue Serie! Denn das Thema Beauty kommt bei uns immer ein bisschen zu kurz. Dabei ist es doch gerade für Mamas ein so Wichtiges, oder? Weil wir bei uns selbst so schnell am Ende mit neuen Infos sind, haben wir uns gedacht: fragen wir doch mal tolle, schöne Mamas aus unserem Umfeld nach ihren Routinen, ihren Tricks und ihrer generellen Einstellung zu Schönheit und Pflege. Wir haben großartige Frauen ausgesucht und alle sind von der Sorte: “Wie macht sie das nur, immer so frisch auszusehen?” – ihr kennt das, oder?

Los geht’s mit Susann Böwe, Mama von zwei Jungs und eine extrem schöne Frau, die dabei aber unheimlich natürlich ist. Susann kommt aus der Mode, sie hat bei Kaviar Gauche Store-Leitung gemacht, bevor sie Mutter wurde, jobbt jetzt bei COS und betreibt zudem das wunderschöne Kinderlabel SRISU. Und los geht’s!

Susann, deine generelle Einstellung zu Schönheit und Beauty?

Es ist mir nicht unwichtig, wobei ich nicht Beauty-verrückt bin. Hätte ich eine Tochter wäre es mir wichtig, dass sie das Thema Pflege und Schönheit nicht zu ernst nimmt.  So halte ich es auch. Ich probiere nicht jeden Trend aus und habe auch nicht das Bedürfnis, ständig auf dem neuesten Stand sein zu müssen. Das würde mich eher stressen. Aber ich bin froh, Routinen und Produkte gefunden zu haben, die meiner Haut gut tun. Ich finde, wenn es um Bautyprodukte geht, ist die große Kunst, den vielen Verlockungen und Versprechungen zu widerstehen und sich in Zurückhaltung zu üben. Ich glaube nicht daran, dass viele verschiedene Produkte auch viel helfen oder ein ständiger Wechsel der Haut gut tut. Seitdem ich weniger rumprobiere, ist meine Haut weniger gereizt und ich bekomme seltener Pickel.

Gibt es etwas, was du anders machts in Sachen Pflege, seit du Mutter bist?

Da habe ich aus der Not wohl eine Tugend gemacht. Anfangs, als Emil noch sehr klein war, bin ich einfach nicht zum Schminken gekommen. Ich hatte entweder keine Zeit oder keine Lust. Raus muss man natürlich trotzdem. Und ich habe festgestellt, so schlimm ist das gar nicht und es tut meiner Haut richtig gut! Sie ist feiner geworden, die Unreinheiten weniger und es geht nichts über die rosige Wangen, die man nach zwei Stunden an der frischen Luft hat. Obwohl ich inzwischen wieder beinahe täglich Make-up auflege, gönne ich mir mindestens einen Make-up freien Tag pro Woche.

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Gibt es Lieblingsprodukte, denen du schon seit Jahren treu bist?

Oh ja! Ich bin ein Riesen Fan der Kiehl’s Handcreme. Ohne die gehe ich nirgends hin. Außerdem könnte ich nicht ohne meinen Concealer von Estée Lauder leben oder auf den Chanel Lippenstift Rouge Allure ‚Audacieuse’ verzichten.

Wie pflegst du dich morgens und abends?

Ich benutze seit Jahren die Reinigungs- und Pflegeprodukte von Clinique. Sie trocknen meine Haut nicht so sehr aus und die Creme zieht angenehm schnell ein. Am Abend wird zuerst das Make-up mit „The Liquid Facial Soap”              runtergewaschen, anschließend mit Pad und Tonic die letzten Rückstände beseitigt und danach kommt die Creme (Clinique Turnaround Overnight). Ganz klassisch. Morgens benutze ich oft nur Wasser zum Gesicht waschen, anschließend wieder das Tonic und die Tagescreme (Clinique Moisture Surge).

Investierst du manchmal in spezielle Treatments wie Maniküren, Pediküren, oder Facials?

Maniküren lasse ich sehr selten und zu besonderen Anlässen machen, zur Pediküre gehe ich im Sommer aber regelmäßig. Ich finde, da sieht und fühlt man schon einen Unterschied, ob das zu hause selbst mal schnell gemacht wurde, oder ob ein Profi an den Füßen war. Facials sollte ich definitiv regelmäßiger machen lassen! Letztens habe ich das „The Quick Peach Treat” im Wheadon getestet und fand es super. Es ging schnell und ich habe mich total erfrischt und erholt gefühlt. Kann ich Jedem empfehlen, der keine Zeit für lange Spa-Treatments hat. Was noch großartig ist: die Augenbrauen von einem Profi stylen zu lassen. Ich gehe dafür immer ins KaDeWe zu Estée Lauder, kann ich auch nur empfehlen!!

Was haben deine Mutter, oder andere Frauen in deiner Familie dir über Schönheit beigebracht?

Durch meine Oma habe ich gelernt, was es heißt, für die Familie da zu sein. Sie ist die stärkste Frau, die ich kenne. Sie hat ihr Leben mit drei tollen Kindern gemeistert, obwohl ihr Mann verstarb, als meine Mama noch klein war. Da spielte Schönheit keine große Rolle. Es war ihr aber wichtig, trotz wenig Geld gut gekleidet zu sein. So hat sie noch spät abends für ihre Kinder die Kleider selbst genäht und sie sahen immer top aus! Ich glaube diese Einstellung habe ich von ihr geerbt. Und nicht zuletzt bin ich durch sie darauf gekommen unser Label SRISU zu gründen. Die kleinen Babyschuhe, die wir verkaufen, hatte ich schon vor 28 Jahren an. Gestrickt von meiner Oma.

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Machst du irgendetwas Besonderes mit deinen Haaren?

Bisher habe ich um meine Haare nie ein große Sache gemacht. Ich bin mit gesunden, braunen, vollen Haaren gesegnet, die sich mit Shampoo und Conditioner von John Frieda zufrieden geben. Waschen tue ich jeden dritten Tag. Im Sommer lasse ich sie gern lufttrocknen, im Winter föhne ich sie jedoch und gebe zum Schutz vorher ein Spray darauf. Anschließend kommt noch ein bisschen Morrocan Oil drüber. Mein absoluter Tipp für einen natürlichen Glanz!
Vor kurzem war ich bei Andreas Kurkowitz, da ich in meinem Braunton gern ein paar mehr Akzente haben wollte. Andreas hat das perfekt umgesetzt, anschließend gabs noch einen neuen Schnitt. Ich bin super happy. Wer mir auf Instagram folgt, hat das Ergebnis sicher schon gesehen! Was ich besonders gut finde ist, dass die Farbe auch beim rauswachsen noch gut aussieht. So muss ich nicht ständig zum Nachfärben rennen.

Benutzt du Make-up und wenn ja, täglich oder nur zu speziellen Anlässen?

Make-up benutze ich immer wenn ich arbeiten muss oder Termine habe. Ich habe ziemlich dunkle Augenringe und bin sehr blass, zumindest im Winter. Wenn ich dann kein Make-up trage, werde ich schonmal gefragt, ob es mir denn gut ginge oder ob ich krank sei. Das habe ich leider von meiner Mama geerbt. Wenn ich nur mit meiner Familie bin, dann gönne ich meiner Haut ruhe und verzichte auf alles.

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Benutzt du Lippenstift und/oder Parfüm?

Lippenstift benutze ich sehr gern. Er lässt mich nach kurzen Nächten sofort wacher und erholter aussehen, auch wenn das in Wirklichkeit absolut nicht der Fall. Als natürliche Variante nehme ich Rouge Coco ‚Mademoiselle‘ oder Rouge Coco ‚Jersey Rose’ und wenn ich mal Lust auf eine bisschen mehr habe, kommt Rouge Allure ‚Audacieuse’ zum Einsatz. Alle von Chanel. Außerdem bediene ich das Klischee der Mutter, die seit der Schwangerschaft kein Parfum mehr an sich mag. Obwohl ich vorher Parfum gern mochte und auch heute noch bei anderen mag, fühle ich mich ohne am Wohlsten.

Hast du irgendwelche Schönheits-Rituale, auf die du schwörst?

Bestes Schönheitsritual ist für mich genügend Schlaf. Am Wochenende wechseln mein Mann und ich uns ab. Einer darf samstags ausschlafen und einer am Sonntag. Darauf freue ich mich die ganze Woche über! Ansonsten versuche ich viel zu trinken, grade da ich auch noch stille, ist es besonders wichtig. Und man sieht einfach auch wacher und frischer aus.

Und irgendwelche Beauty-Sünden, die trotzdem sein müssen?

Ich schminke mich oft abends nicht ab. Das muss natürlich nicht sein aber ich schlafe einfach so häufig neben Levi ein und wenn ich dann irgendwann hochschrecke, bin ich einfach zu faul nochmal ins Bad zu schlürfen. Ein schlechtes Gewissen habe ich deshalb trotzdem.

Bist du eher ein Morgen- oder eine Abend-Mensch?

Momentan weder noch, haha! Levi will mit seinen 17 Monaten leider nachts noch ständig an der Brust nuckeln, was mir seit seiner Geburt kurze Nächte beschert. Morgens fühle ich mich daher immer total zerknorkelt und abends könnte ich eigentlich ab acht vor Müdigkeit im Stehen einschlafen. Aber unter normalen Umständen bin ich wohl eher ein Abendmensch.

Danke für das wundervolle Interview, Susann!

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