Rückengesundheit fängt schon beim Schulranzen an!

28. April 2021 | in Kooperation

Dass das Thema Schulranzen so ein großes ist, das wurde mir erst vor zwei Jahren bewusst, als mein Sohn eingeschult wurde. Ich erinnere mich noch, wie ich meinen Schulranzen damals bekommen habe. Ich fuhr mit meinem Vater zu Karstadt, suchte mir ein Modell aus, es war grün mit Sternen und ein ziemlich schweres Monstrum… Wir bezahlten und fertig. Wenn es heute um das Thema geht, erschrecken Eltern erst Mal beim Preis, den gute Modelle haben. Das ist auch legitim, allerdings musste man früher noch Federmäppchen, Sportbeutel, Stifte, etc. dazu kaufen, das ist jetzt meist alles dabei. Und die Ranzen können tatsächlich SOOOO viel mehr, als die klobigen Dinger von früher. Das ist mir auch vor zwei Jahren aufgefallen, denn als mit gezeigt wurde, was so ein Ranzen von ergobag alles kann, habe ich ganz schön gestaunt.

Denn hier wird das Ergonomiekonzept innovativer Trekking-Rucksäcke mit einer Schultasche kombiniert, die Last wird optimal verteilt. Wenn ich mir übelrege, wieviele in meinem Freundes- und Bekanntenkreis über Rückenschmerzen klagen, macht es so viel Sinn, schon früh damit zu beginnen, diesem nicht zu viel zuzumuten. Die ergobags können aber noch so viel mehr. Es gibt jede Menge Features, wie ein Fach für Nasses, ein Geheimfach und die Kletties. Außerdem werden nur Textilien, die aus 100% recycelten PET-Flaschen hergestellt sind, verwendet. Wir haben für die Fotos Hannah besucht, die dieses Jahr eingeschult wird und sich schon jetzt maßlos über ihren Cubo von ergobag freut. Nun ist aber ja immer noch viel geschlossen – wie finde ich denn heraus, welcher der beste Rucksack für mein Kind ist? Und ist das mit der Rückengesundheit wirklich schon für die Kleinen so so wichtig? Das habe ich alles Immanuel Gloeser gefragt. Er ist Produktdesigner bei ergobag!

Ich muss noch mal auf meine eigene Schulzeit zurückkommen. Wir hatten damals in den 80igern eckige, schwere Ranzen. Es ging aber auch. Was genau ist denn an den Schulranzen von ergobag so anders?

Mit dem ersten ergonomischen Schulrucksack, dem ergobag pack, haben wir vor gut zehn Jahren den Schultaschenmarkt quasi revolutioniert. Die Idee kam unseren vier Gründern 2008: Eine befreundete Physiotherapeutin bemerkte immer mehr Schulkinder mit Rückenschmerzen und Haltungsschäden als Patienten. Außerdem brachte sie ihren Wanderrucksack ins Spiel, der durch sein individuelles Tragesystem auf verschiedene Körpergrößen einstellbar war. Die Idee zum heutigen „Your-Size- System“ von ergobag war geboren.
Dank des höhenverstellbaren Rückensystems sowie Brust- und Beckengurt wird der Großteil des Gewichts der Schultasche auf den stabilen Beckenbereich verlagert, sodass Kids die zum Teil schweren Schultaschen rückenschonend und im Einklang mit ihrer Anatomie tragen können. Der Aluminium-Rahmen im „Your-Size-System“ sorgt dafür, dass der Hüftgurt die Last aufnehmen und auf das Becken übertragen kann. Im Idealfall müssen dadurch die Schultern nur noch gut ein Drittel des Gewichts tragen. Zusätzlich verteilen die der kindlichen Anatomie angepassten Schultergurte die verbleibende Last auf den vorderen Schulterbereich, sodass die Schulterblattstellung kaum beeinträchtigt ist und die Arme normal durchblutet werden. Mittlerweile sind Hüft- und Brustgurt sogar zur Standardausrüstung von Schultaschen geworden. Außerdem ermöglicht das atmungsaktive und anschmiegsame Rückenpolster einen besonders guten und komfortablen Sitz an der Wirbelsäule.

Dass dieses Konzept wirkt, ist auch offiziell bestätigt: Das IGR (Institut für Gesundheit und Ergonomie) hat ergobag pack, cubo und cubo light getestet und mit dem Gütesiegel „Ergonomisches Produkt“ zertifiziert.
Kurz und knapp: Unsere Schultaschen kombinieren das Ergonomiekonzept innovativer Trekking- Rucksäcke mit all dem, was ein Schulranzen im Alltag leisten muss. So vereint ergobag Ergonomie, Sichtbarkeit und ein schönes individuell gestaltbares Design mit nachhaltiger Produktion entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Warum ist das Thema Rückengesundheit tatsächlich schon bei Kindern so wichtig?

Mit Beginn der Schulzeit wird die Zeit des täglichen Sitzens mehr, was dem Kinderrücken wie auch dem kindlichen Bewegungsdrang nicht entgegenkommt. Und auch das Tragen des Rucksacks voller Bücher und Hefte kann am Anfang ungewohnt sein – umso wichtiger ist es, dass der Schulranzen richtig sitzt.
Am besten sollte man also schon beim Kauf der Schultasche an die Ergonomie denken. Oftmals klagen schon Grundschulkinder über Rücken- und Nackenschmerzen. Denn vor allem bei Kindern im jungen Alter ist die heranwachsende Wirbelsäule sehr empfindlich, die stützende Muskulatur wird erst aufgebaut – bei falscher Belastung besteht das Risiko von langfristigen Haltungsschäden. Natürlich kommt es dabei immer auch auf den individuellen Körperbau, die Sitzhaltung, die Bewegung im Alltag und das eigene Trageverhalten an – aber vor allem ein ergonomischer Schulranzen kann einen entscheidenden Beitrag zur Gesunderhaltung des Kinderrückens leisten.

Der Name ist ja Programm: Welche Punkte sind denn besonders „ergonomisch“ an den ergobag Schultaschen, insbesondere an dem cubo Modell?

Besonders wichtig ist das anatomisch geformte Rückenpolster, das sich dem Kinderrücken optimal anschmiegt. Brust- und Hüftgurt sorgen dafür, dass das Gewicht vom Rücken auf die Lordose und die Hüfte verlagert wird und der Ranzen bei allen Bewegungen optimal sitzt. Das Schließen von Brust- und Hüftgurt bei Kindern ist mittlerweile zur Selbstverständlichkeit geworden und diese beiden Elemente gehören nun zur Standardausrüstung einer Schultasche. Zusätzlich ist es von Vorteil, wenn das Tragesystem flexibel auf die Körpergröße des Kindes angepasst werden kann, wie bei ergobag pack, cubo und wide. Durch das höhenverstellbare „Your-Size-System“ kann der Schulrucksack in der gesamten Grundschulzeit “mitwachsen”.
Ein weiteres ergonomisches Feature ist der Sportbeutel bei cubo, cubo light und wide bzw. der Sportrucksack beim pack, die direkt an der Schultasche befestigt werden können, sodass das gesamte Gewicht entlang der Körpermittelachse getragen wird und die Kids die Hände frei haben.
Auch wenn das Tragen der Schulmaterialien im Vordergrund steht, erstreckt sich das Thema Ergonomie bis hin zur kinderleichten Bedienung von Schnallen und Verschlüssen. So unterstützt der ergobag das Schulkind rundum über den Schultag hinweg.

Gerade kann man die Ranzen ja nicht so gut anprobieren und viele bestellen online. Worauf muss ich beim „Einstellen“ denn achten und welche Fehler sollte ich vermeiden?

Heute ist die Ergonomie fixer Bestandteil des Beratungsgesprächs beim Schultaschenkauf. Da sich Kinder während der Grundschulzeit verändern, ist es vorteilhaft, wenn eine ergonomische Schultasche von der 1. bis zur 4. Klasse mitwachsen kann. Sie muss gut sitzen und den Rücken entlasten, egal wie klein und schmal das Kind ist.
Wie gut der Schulrucksack auf dem Rücken sitzt, können Eltern natürlich nur zusammen mit den Kids feststellen. Deshalb sollten die Schulstarter unbedingt beim Ranzenkauf dabei sein und verschiedene Modelle testen, bevor eine Entscheidung gefällt wird. Vor dem Kauf empfehlen wir deswegen eine individuelle Beratung im Fachhandel. Ansonsten ist das derzeit auch per Video möglich.
Entscheidend ist, dass die Schultasche richtig eingestellt wird, damit ein Großteil des Gewichts auf den Beckenbereich verlagert und nahe an der Körpermassen-Mittelachse getragen wird. Zur Orientierung hat das Your-Size-System hierfür eine Skala aufgedruckt, die sich an der Körpergröße des Kindes orientiert. Da die Körperproportionen vor allem bei Kindern oft unterschiedlich sind, sollte die Position der Schulterträger so eingestellt sein, dass der Schulterträgeransatz ungefähr zwischen den Schulterblättern beginnt. Das Rückenpolster im unteren Bereich des Rückens, der sogenannten Lordose, sollte Vollkontakt haben. Bei geschlossenem Hüftgurt kann dort dann die meiste Last getragen werden und der sensible Schulterbereich wird geschont. Richtig eingestellt ist der ergobag, wenn er voll beladen eine aufrechte Haltung des Kindes ermöglicht, die Beckenflosse auf der Hüfte sitzt und Becken- und Brustgurt geschlossen sind. Eltern sollten immer wieder darauf achten, ob der Ranzen noch gut sitzt oder die Tragegurte vielleicht nach Wachstumsschüben der Kids neu eingestellt werden müssen
Im Schulalltag ist es zudem auch wichtig, dass der ergobag richtig gepackt wird. Schwere Dinge, wie Bücher, sollten möglichst nah am Rücken getragen werden und kommen deshalb im hinteren Teil des Rucksacks unter. Dann folgen Hefte und Mäppchen. Brotdose und Trinkflasche werden am besten im Frontfach untergebracht.
Wenn die Schultasche richtig eingestellt ist und die Last nicht mehr nur von den Schultern getragen wird, ist das Gewicht zweitrangig. Als Faustregel gilt, dass die gepackte Schultasche 20 Prozent des eigenen Körpergewichts des Kindes dennoch nicht überschreiten sollte.

Was kann ich ansonsten noch für die Rückengesundheit meines Kindes tun, Stichwort Möbel oder Sport?

Das Wichtigste für die Rückengesundheit des Kindes ist Bewegung. Eine immer gleichbleibende Sitzposition, wie sie in der Schule oft üblich ist, führt zu Beschwerden. Ein ergonomischer Kinderstuhl fördert das aktive Sitzen. Kleine Bewegungseinheiten zwischendurch sind gut für die Konzentration und lösen verspannte Muskeln.
Ergonomie muss immer ganzheitlich gedacht werden, denn ein rückenschonender Schulrucksack allein schützt die Rückengesundheit des Kindes noch lange nicht.
Deswegen ist es besonders wichtig, dass sich Kinder täglich ausreichend bewegen – ob im Homeschooling oder im gewohnten Schulalltag. Das stärkt den Rücken und trainiert die Muskulatur – neben dem ergonomischen Rucksack die beste Vorbeugung vor Rückenschmerzen und Haltungsschäden. Eltern können hier mit gutem Beispiel vorangehen: nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad und Roller den Schulweg meistern und auch nach dem Unterricht die Kids zu gemeinsamen Aktivitäten und Spielen im Freien motivieren.

Das macht Sinn, Danke!!

Dieser Beitrag entstand zusammen mit ergobag, einem langjährigen Partner von uns!
Fotos: Franziska Freiwald

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