Mineralische Sonnencremes – der große Vergleich!!

19. June 2020 | in Food & Beauty
– Hinweis: Anzeige aufgrund von Markennennung, Anzeige aufgrund von PR Samples –

Ehrlicherweise habe ich irgendwann vor ein paar Jahren beschlossen: ich gebe auf. Ich kaufe wieder die stinknormale Sonnencreme, das mit den mineralischen Filtern klappt für mich und meine Familie nicht. Ich bekam die weiße Paste nicht verschmiert, meine Kinder sahen aus wie Gespenster, und überall waren gelbe Flecken. Aber tatsächlich hat sich in Sachen “mineralische Sonnencremes” einiges getan. Noch mal zu Erinnerung: der Lichtschutzfaktor in diesen Cremes wirkt ohne chemische Filter und das ist insbesondere für Kinder von Bedeutung, da diese chemischen Filter im Verdacht stehen, Krebs auszulösen.

Vieles, was ich heute über Sonnencremes und Schadstoffe weiß, habe ich übrigens von Susanne, aka Sunatürlich gelernt. Schadstoffe sind sozusagen ihr Steckenpferd, haha! Sie kennt sich super aus, ist sehr anspruchsvoll, was Kosmetik angeht und immer eine gute Quelle. Alles, was hier steht, habe ich quasi von ihr.

Mineralische Schutzfilter sollen es also sein. Denn herkömmliche Filter dringen in die oberen Hautschichten ein und wandeln die UV-Strahlung chemisch in Wärmeenergie um. Diese UV-Filter können Allergien auslösen und es gibt auch den Verdacht, dass sie im Körper wie Hormone wirken. Die Haut von Babies und Kindern ist nicht nur dünner und sonnenempfindlicher, als die von Erwachsenen, sie nehmen ja auch gerne mal ihre Finger in den Mund, und so weiter. Sprich: Die Stoffe gelangen einfach leichter in den Körper, als bei uns.

Mineralische Sonnencremes dagegen wirken meist mit Partikeln aus Titaniumoxid oder Zinkoxid, und diese bildet eine reflektierende Schicht auf der Haut, die die Sonnenstrahlen quasi “zurückwirft”. Sie wirken oberflächlich und rein physikalisch. Deshalb ist ein bisschen “Weißeln” auch fast unumgänglich. Dazu kommen wir gleich noch mal, denn das “Weißeln” ist ja eines der Hauptkriterien bei natürlichen Sonnencremes, oder?

Es gibt noch viele weitere, nicht unbedenkliche Inhaltsstoffe, zum Beispiel Mikroplastik oder Aluminium, das in fast allen Cremes enthalten ist. Und mineralische Cremes ohne hormonell wirksame Filter enthalten eben, wie schon erwähnt, oft Titandioxid in Nanoform (das muss übrigens ausgewiesen sein. ZB: Titandioxid (nano)).
Diese Stoffe sind alle per se kein großes Problem, solange man sie auf intakter Haut benutzt. Das ist aber zum Beispiel bei Neurodermitis kaum möglich und Kinder haben ja auch gerne mal eine Schramme, einen aufgekratzten Mückenstich – ihr wisst schon. Es ist noch nicht ganz klar, ob Nanopartikel durch die Hautbarriere durchdringen, aber wer ganz sicher gehen will, achtet auch darauf. Ohne Titandioxid weißelt die Creme in der Regel allerdings wieder mehr. Jedoch kann das Weißeln auch den positiven Effekt haben, dass man genau sieht, wo man schon gecremt hat. Dass man große Stellen vergisst, kann da nicht passieren! Und viele der eher weißelnden Cremes sind dafür auch wasserfester.

Weiteres Wissenswertes:

Für Babies gilt : Unter einem Jahr so wenig wie möglich eincremen, stattdessen die Sonne meiden. Egal, welche Creme man benutzt: die Wirkstoffe belasten die Haut und den Stoffwechsel, da immer Inhaltsstoffe enthalten sind, die eigentlich nicht auf Babys Haut gehören. Außerdem ist ein Hut Pflicht! (Das gilt auch noch für größere Kinder, einen Sonnenstich bekommt man schneller, als man denkt). UV-Kleidung ist natürlich auch immer eine gute Idee. Für Babies, die noch nicht ins Wasser können, reicht vielleicht auch ein Baumwoll-Hemdchen. Cremen sollte jedenfalls die letzte Option sein.

Was immer gilt: Unbedingt vor dem Sonnenbaden eincremen, die Creme soll vor dem Baden eingezogen sein. Nicht sparen, für den ganzen Körper braucht man etwa 6 Esslöffel Creme, fürs Gesicht ein Gramm. Mehrfaches Eincremen ist super wichtig, auch wichtiger als ein hoher Schutz.  Lippen, Ohren, Nacken, Nasenflügel, Schultern, Knie und Fußrücken nicht vergessen! Um Flecken kommt man nicht ganz herum, es macht Sinn, Kleidung zu tragen, die nicht super wertvoll ist. Je weniger die Creme weißelt, desto niedriger ist auch das Fleckenrisiko. Man sollte Sonnencreme immer abends, nach dem Baden abwaschen. Unter der Dusche, oder mit Seife und einem Waschlappen.

Bräune ist übrigens eine Abwehrreaktion der Haut – eine “gesunde” Bräune gibt es also ehrlicherweise gar nicht. 

Heute kommt also unser großer Sonnencreme-Vergleich!! Vorweg: keine der getesteten Cremes ist schlecht. Alle haben etwas für sich. Welche man nimmt, entscheidet ihr am Ende! Die meisten hier vorgestellten Cremes halten 6-12 Monate. Man sollte sie wegen der Temperaturen nicht im Auto lagern. Wenn die Konsistenz und der Geruch in Ordnung sind, kann man eine Sonnencreme aber auch im nächsten Sommer noch verwenden. Es kann aber sein, dass der LSF nicht mehr ganz so gut wirkt!

LSF 30 reicht bei normaler, mitteleuropäischer Haut völlig aus. Der Faktor verlängert ja immer die Zeit, die die Kinder ohne Schutz in der Sonne bleiben “könnten”. Selbst wenn das nur 5 Minuten sein sollten bei eurem Kind, sind wir bei LSF 30 schon bei zweieinhalb Stunden und so lange sollte man eh nicht in der prallen Sonne bleiben. Auch deshalb haben wir vor allem 30er Cremes in unserer Auswahl dabei!

Los geht’s:

Alterra LSF 30 von Rossmann. Von dm gibt es eine ähnliche Creme, die sich nicht sehr unterscheidet. Diese Creme hat natürlich ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis, lässt sich aber nur so mittelgut verreiben, und weißelt recht stark. Sie enthält Titanoxid in Nanogröße und Alumina, aber kein Mikroplastik. Die Creme ist zertifizierte Naturkosmetik, vegan, tierversuchsfrei und trägt das Nature Siegel – bei Öko Test hat sie mit “sehr gut” abgeschnitten.

Das Boep LSF 30 – hier gibt es zwei Varianten: sensitiv und normal. Beide sind baugleich, nur enthält die “normale” ein bisschen Parfüm. Die sensitive Variante riecht nach nichts, die normale duftet nach Boep und mit Sonne vermischt, wirklich sehr sehr lecker. Die Creme weißelt tatsächlich kaum, sie enthält keine hormonell wirksamen Filter, keine Nanopartikel, kein Mineralöl, und keine Alumina. Sie ist vegan, und reine Naturkosmetik. Die Creme wurde eben auch überarbeitet, sie kippt nun nicht mehr so schnell um und lässt sich noch leichter verteilen. Auf jeden Fall einer unserer Favoriten!

Lavera Sun Sensitiv Sonnenspray Sensitiv LSF 30hat auch bei Ökotest mit “sehr gut” abgeschnitten, ist zertifizierte Naturkosmetik und riecht ziemlich gut. Sie weisselt aber trotz Spray ziemlich stark. Susanne ist außerdem kein Fan von Sprays, denn diese erzeugen Sprühnebel, der in die Lunge geraten kann. “Viele der Inhaltsstoffe will man nicht auf der Haut haben, und erst recht nicht in der Lunge!” sagt sie.

Weleda Edelweiß Sensitive Sonnenmilch LSF 30 – Eine sehr wasserfeste Creme, die aber auch recht stark weißelt. Sie enthält Titane, aber keine Nano-Partikel. Sie ist vegan durch das strenge Naturkosmetiksiegel Natrue zertifiziert. Produkte mit diesem Siegel enthalten nur natürliche und biologische Inhaltsstoffe, werden umweltfreundlich produziert, nicht an Tieren getestet und kommen außerdem ohne synthetische Duft- und Farbstoffe, Silikone und erdölbasierte Inhaltsstoffe aus.

Dado Sens Sun Kids Sonnencreme LSF 30. Die Marke Dado Sens gehört zu Annemarie Börlind und diese Creme ist auch einer unserer Favoriten, denn sie lässt sich gut verteilen und sie weißelt kaum. Sie enthält Titaniumdioxid und Alkohol, hat aber von Öko-Test die Bewertung „sehr gut“ erhalten. Sie enthält allerdings auch chemische Filter, wahrscheinlich weisselt sie deswegen so gar nicht. Und sie ist nur “wasserresistent”, man muss also fleißig nachcremen.

Eco Cosmetics Sonnencreme Baby & Kids LSF 45 – diese Creme ist einer von Susannes Favoriten, denn sie enthält fast nichts Schlechtes: kein Titandioxid in Nanoform, keine Aluminiumsalze, kein Aluminia, keine Parabene, keine Erdölprodukte, und keinen Alkohol, der die Haut austrocknet. Natürlich enthält sie auch keine synthetischen Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Sie ist allergenfrei, riecht gut, ist vegan und tierversuchsfrei.  Sie lässt sich dafür nur so mittelgut verteilen, zieht gut ein, weißelt aber ein bisschen. Dafür riecht sie sehr gut! Für ganz Kleine auf jeden Fall eine sehr sichere Variante. Wir bestellen sie bei Ecco Verde!

bjobj Crema Solare SPF 30 bimbi. Bjobj ist eine italienische Naturkosmetikfirma, die sehr beliebt ist! Sie bietet ein umfangreiches Sortiment an Kosmetikprodukten. Auch die Kinder Sonnencreme von bjobj ist ziemlich gut. Sie riecht wunderbar, obwohl sie parfümfrei sein soll. Sie lässt sich sehr gut verteilen und weißelt nur ganz wenig. Sie zieht gut ein und macht daher auch kaum Flecken. Allerdings enthält sie Titandioxid und Alumina.

Speick – Sun LSF 30Speick hat richtig viel Zeit in die Entwicklung der Sonnenprodukte gesteckt und das hat sich gelohnt: Die Creme ist für die ganze Familie geeignet, sie weißelt kaum bis gar nicht, sie enthält keine Nano-Partikel und kein Parfüm. Entsprechen ist sie natürlich auch für empfindliche (Baby-)Haut geeignet. Es gibt auch LSF 50 und mit mehr Faktor wird die Konsistenz dann immer fester. Einziehen tun sie dann aber alle gut.

iplusm Sun Protect Sonnenmilch Sensitiv LSF 30 – Diese Creme ist auch wieder nicht direkt für Kinder, aber dennoch sehr gut für alle geeignet. Sie kommt ohne Nanopartikel
aus, ist frei von synthetischen Duftstoffen und allergenarm. Sie ist wasserfest, vegan und reef-friendly, enthält ein bisschen Parfüm, riecht deswegen aber auch wirklich gut. Sie zieht gut ein, weißelt aber schon. Dafür ist sie auch wirklich wasserfest! (die natürliche Sonnencreme von iplusm für das Gesicht ist übrigens auch in unserer Schwangerschaftsbox! In dieser besonderen Zeit ist Sonnenschutz ja extra wichtig!)

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