Meine Beauty Routine: Mit Elise Seitz

03. February 2022 | in Food & Beauty
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Gerade in Zeiten wie diesen tut es sicher Vielen gut, sich mit schönen Dingen zu beschäftigen. So wie mit… Beauty! Deshalb starten wir heute endlich wieder mit unserer beliebten Reihe (hier findet ihr die bisherigen Folgen!). Spannende, schöne Frauen erzählen uns, wie sie sich pflegen, was ihnen in der Hinsicht wichtig ist – und was nicht. Und wie sie all das in den Alltag mit Kindern einbauen. Los geht es gleich mit einem Highlight und einer Frau, die ich mir schon lange für diese Serie gewünscht habe: Elise! Gründerin von Hey Soho, Mutter von zwei Jungs, Hamburgerin – und eine Schönheit!

Ich habe Elise tatsächlich schon lange bevor sie Influencerin wurde, kennengelernt. Vor über neun Jahren war das, und wir waren gerade beide mit unseren ersten Kindern schwanger. Was mich schon damals fasziniert hat: Elise sieht immer aus, wie aus dem Ei gepellt, wirkt aber nie so, als müsste sie dafür viel tun. Das ist auch heute noch so, Elise hat die 40 mittlerweile überschritten und das hat mal gar nichts an ihrer Ausstrahlung und ihrem gepflegten Äußeren geändert. Im Gegenteil! Heute verrät sie uns, wie sie das macht. Los geht’s!

Liebe Elise! Du bist ja sogar gelernte Kosmetikerin, ich vermute, du hattest schon immer Interesse an Beauty?

Ja, das stimmt! Tatsächlich habe ich mich schon immer für Pflege, Make-up und Mode interessiert. Schon wenn wir zu Schulzeiten auf eine Party gegangen sind, habe ich vorher immer alle Mädels geschminkt und gestylt. Später habe ich meine Leidenschaft dann zum Beruf gemacht und Kosmetikerin gelernt. Danach hatte ich 10 Jahre lang ein Kosmetikstudio in Eppendorf.

Kannst du dich noch erinnern, woher diese Leidenschaft kam?

Meine Kindheit war eher von Waldorf geprägt. Ich bin mit einer Mutter aufgewachsen, die sich weder viel aus Beauty, noch aus Mode gemacht hat. Ich denke, dass das einen guten Einfluss auf mich hatte, ich habe gelernt, dass Äußerlichkeiten keine so große Rolle spielen. Aber ich erinnere mich noch ganz genau, dass es, immer wenn meine Tante bei uns zu Besuch war, ein Highlight war, ihre Kosmetiktasche zu durchwühlen. All die Cremes und Tiegelchen, ich habe es geliebt. Vielleicht eben gerade, weil ich das von meiner Mutter gar nicht kannte. Ich durfte immer alles ausprobieren und war total fasziniert. Ich denke, so ging es los…

Ich finde, du siehst wirklich immer blendend und top gepflegt aus. Wie läuft das im Alltag bei dir, wie viel Zeit verbringst du im Bad?

Oh vielen Dank. Durch meine Ausbildung und Arbeit als Kosmetikerin ist mir definitiv ein Satz hängen geblieben: „Kleidung kannst du wechseln, deine Haut gibt’s nur einmal.“ Pflege ist daher für mich super wichtig. Ob Seren oder Sonnepflege. Bei mir ist die Pflege immer auf Platz eins. Ich kann morgens aber in fünf Minuten fertig sein, ich habe schließlich Kinder! Wenn ich mir Zeit lasse, brauche ich natürlich länger. Mit Duschen etwa eine halbe Stunde. Am Wochenende bade ich auch gerne mal, vor allem im Winter. Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre ich Team Badewanne!

Wie sieht deine tägliche Routine aus?

Erstmal reinige ich mein Gesicht. Das ist das Wichtigste. Ohne Reinigung kann die nachfolgende Pflege nicht in die Haut eindringen. Für die Reinigung verwende ich ein Micellenwasser von Bioderma für empfindliche, zu Couperose neigender Haut. Anschließend ein Gesichtswasser, um den pH-Wert wieder herzustellen. Im Moment das von Venya, das hat einen sehr sauren PH-Wert und das geht bei meiner Haut sehr gut.

Auf Ampullen oder Seren kann ich ebenfalls nicht mehr verzichten. Diese sind die Haupt-Wirkstoffträger und sie bewirken die meiste Veränderungen in unserer Haut. Ich verwende also wirklich täglich Konzentrate oder Ampullen. Hier meine Lieblinge:
Ich mag die Hydra-, Collagen-, und Algen-Ampullen von Babor, auch das intensive Feuchtigkeitsserum von Venya benutze ich gerne und das Collagen Spray habe ich immer in meiner Handtasche dabei. Für meine Augen verwende ich zur Zeit gern die Pflege von soulcare.

Als Pflege verwende ich die reichhaltige Creme von Venya. Das ist die einzige, bei der meine Haut über den Tag nicht austrocknet. Auch Sonnencreme darf bei der Pflege nicht zu kurz kommen. Ich verwende diese auch im Winter. Ich habe wirklich schon manchmal erlebt, dass ich einmal nachlässig war und gleich Sonnenschäden entdeckt habe. Das, was manche als „Sommersprossen“ bezeichnen sind meistens einfach Pigmentveränderungen – und damit Sonnenschäden! Und wenn man älter wird, zeigen sich diese Schäden schneller. Deshalb nehme ich immer LSF 50, ich mag hier Avene, Vichy und Caudalie.

Nach der Arbeit schminke ich mich immer sofort ab und pflege meine Haut erneut. Das finde ich besonders empfehlenswert, wenn man noch mal am Abend raus geht. Weil durch die erneute Feuchtigkeit die Haut immer gleich viel frischer wirkt und aufgepolstert. Und wenn ich zuhause bin, bleibe ich ungeschminkt und creme immer mal wieder nach, immer wieder Feuchtigkeit. Denn wenn die Haut einmal trocken ist, entstehen Falten. Nicht jede Haut verträgt das, aber meine braucht viel. Und ich habe lieber einen Glanz im Gesicht, als auch nur das leichteste Spannungsgefühl. Deshalb bin ich auch kein Fan von Puder.

Meine Routine abends ist der von morgens sehr ähnlich. ich reinige das Gesicht, unter der Dusche nehme ich den Schaum von Venya, sonst wieder Micellenwasser. Dann Toner und das Rejuvenating Öl von Babor, zudem benutze ich auch wieder regenerierende Seren, ich mag zum Beispiel das von Doctor Babor, das ist toll für den Zellstoffwechsel. Ansonsten benutze ich nachts auch wieder die reichhaltige Creme von Venya.


Schminkst du dich täglich?

Ja, schon. Es gibt nur wenige Tage, an denen ich kein Make-up trage. Make-up ist ein zusätzlicher Schutz und ich fühle mich immer direkt frischer.  Und wenn es nur Concealer und meine Augenbrauen sind.
Für meine Augenbrauen benutze ich Rizinusöl als Pflege, damit die kleinen Haare wiederkommen. Das funktioniert bei mir super, ich habe nämlich leider, wie so Viele, in jungen Jahren etwas zu fleißig gezupft… das hatte auch mit der Ausbildung als Kosmetikerin zu tun, das war einfach angesagt.
Außerdem sind meine täglichen Produkte das Augenbrauengel von Bobby Brown, die getönte Tagescreme von Caudalie, und mein liebster Lippenstift “powder rose” von undGretel. Bei Concealer nehme ich tatsächlich seit Jahren den von Mac, er deckt einfach am besten und trocknet die Augenpartie nicht aus. Ich habe bislang wenig Falten unter den Augen und ich denke, das liegt vielleicht auch an dieser Paste, weil sie einfach zusätzlich pflegt. Und wenn man, wie ich, zu Augenringen neigt, geht es einfach nicht ohne Concealer…

Merkst du deinen Zyklus eigentlich an deiner Haut?

Ja, total. Meine Haut wird zum Ende des Zyklus immer schlechter. Vor allem an der Kinnpartie, was ja typisch für hormonelle Veränderungen ist. Manchmal ist es sogar wirklich so: Wenn die Haut sich gerade erholt hat und wieder rein ist – dann geht es schon wieder von vorne los…

Du hast immer so wunderschön gepflegte Hände. Machst du das selbst?

Yes, das mache ich selbst und zwar tatsächlich alle drei Tage. Das ist für mich wie Meditation. Und das Schöne ist: man sieht das Ergebnis immer gleich sofort. Ich benutze am liebsten die Lacke von Nailberry, die halten einfach gut. Ansonsten mag ich noch Kia Charlotta und Gitti. Gitti ist komplett wasserbasiert, enthält wenig Chemie und hält fast genauso gut.

Machst du was in Sachen Anti-Ageing?

Ich würde sagen, ich mache wirklich alles. Ich verwende jeden Tag Seren und Konzentrate. Ich pflege viel! Alles, was Feuchtigkeit ist, ist gut. Ich mag die Feuchtigkeitsmaske von Caudalie und die von Stop the Water. Masken mache ich zuhause aber selten, ich lasse so etwas gerne bei Kosmetikerinnen machen – die haben da noch mal bessere. Wenn ich zur Kosmetikerin gehe, finde ich auch Mikrodermabrasion und Ultraschall-Behandlungen toll. Man sieht sofort einen Unterschied.
Was ich noch empfehlen kann: Bei Vida Leitner Kosmetik in München habe ich mal QMS Medicosmetics ausprobiert, das ist der Hammer. Man sieht direkt 10 Jahre jünger aus.

Ansonsten: Ich versuche, viel Wasser und und wenig Alkohol zu trinken. Ich trage immer Sonnenschutz und wenn die Sonne scheint auch immer Cap und eine Sonnenbrille… Wie gesagt, ich merke einfach sofort, wenn ich da mal nachlässig bin, das verzeiht mir meine Haut nicht. Und die Sonne ist auch im Winter stark! Ich habe mir gerade einen Altersfleck auf der Wange weglasern lassen und eine geplatzte Ader. Das war ein großes Ding für mich, ich bin da ein bisschen ein Hypochonder. Zum Glück ging alles gut! An Botox und Filler habe ich mich deshalb aber noch nicht getraut. Manchmal würde ich es gerne versuchen. Aber ich bin ein echter Angsthase und denke auch, dafür sollte man sich Zeit nehmen und man muss erst eine Person seines Vertrauens finden. Ich habe einfach schon zu viele negativ Beispiele gesehen…

Wie pflegst du deine Haare? 

Zur Zeit verwende ich die Sachen von Onni gegen Haarausfall. Die kann ich wirklich weiter empfehlen. Wichtig ist da: Erst die Maske aufragen, einwirken lassen, danach das Shampoo benutzen, dann den Conditioner, dann alles auswaschen. Und anschließend das Serum, da muss man vorsichtig sein, damit es nicht fettig wird. Das Brand ist organic, und ich versuche ja immer, alles Chemische zu ersetzen. Für mich funktioniert die Serie super, ich merke, in meiner Bürste sind weniger Haare! Meine Bürste ist von Miriam Jacks, die finde ich richtig gut. Ich habe keine elektrischen Haare mehr im Winter, seit ich sie benutze. Sonst war das immer so: Wollpullover an – und dann flog alles. Ihr kennt das sicher. Zum Föhnen benutze ich immer ein Haaröl von Sisley und einen Hitzeschutz von evo. Anschließend trockne ich meine Haare, hier ist auch der richtig Föhn sehr wichtig. Meiner ist von ghd, genauso wie mein Glätteisen.

Du sagst, dir sind die Inhaltsstoffe wichtig. War das schon immer so?

Ich bin ja quasi damit aufgewachsen, das hat mich sicher geprägt. Aber richtig bewusst kam es mit der Schwangerschaft und Geburt meiner Kinder. Seitdem achte ich einfach sehr viel mehr auf meine und die Gesundheit meiner Kinder und auch auf die Umwelt. Es hat damit angefangen, dass ich mir in der Schwangerschaft die Nägel nicht mehr lackieren wollte. Das riecht ja schon so ungesund. Plötzlich war da so viel Verantwortung, und ich begann, zu überlegen: “Was schmiere ich mir da eigentlich ins Gesicht?” Dann habe ich nach und nach die meisten Produkte ersetzt.

Was ist mit Waxing, Pediküre… Machst du sowas ab und zu?

Seit Corona habe ich das alles vernachlässigt. Ich bin eigentlich ein großer Pediküre-Fan, aber im Moment mache ich das selbst. Dafür gönne ich mir hin und wieder einen Wellness Tag mit meinem Mann in einem schönen Hotel. Ganz oft machen wir das auch als Familie. Man kann ja gerade nicht so easy verreisen – und so gönnen wir uns in diesen verrückten Zeiten immer mal wieder kleine Wellness-Urlaube, entweder zu weit oder zu viert.
Wir fahren dann auch mal übers Wochenende zwei Tage an die Ostsee, machen Wellness, bestellen Essen aufs Zimmer, schwimmen im Pool, gehen in die Sauna und Spazieren. Auch für die Kinder ist das der Hammer, die lieben das. Alleine das Frühstücks-Buffet feiern sie immer total.

Hast du einen Signature-Duft?  

Ich mag unaufdringliche Düfte. Gerade am liebsten Molecule nr 1 sowie Blanche.

Machst du Sport?

Leider nicht! Also nur immer mal phasenweise. Vor Corona hatte ich mit Personal Training angefangen. Das hat gut getan, aber danach bin ich nie wieder reingekommen. Ich brauche da echt immer Jemanden, der mich an die Hand nimmt. Es ist leider so gar nicht meins. Meine Physiotherapeutin hat auch schon geschimpft, ich neige zu einem Buckel, also habe ich mir ein Terra-Band gekauft, versuche, mich zu disziplinieren, aber ich quäle mich da richtig durch. Ich bin von Natur aus schlank, aber ich bräuchte Sport für meine Gesundheit und mir passt alles – aber definierter könnte mein Körper auch sein. Im Alter wird das Selbstbewusstsein aber ja auch stärker, ein super fitter Body ist mir einfach nicht so wahnsinnig wichtig. Also, long Story short: ich sollte. Aber der Leidensdruck ist noch nicht groß genug.

Gibt es etwas in Sachen Beauty, was du von den Frauen aus deiner Familie gelernt hast?

Meine Mutter hat drei Schwestern. Und, wie schon gesagt: Meine Tante war immer ein Vorbild und hat mir alle neuen Trends gezeigt. Sie ist in der Hinsicht meine Seelenverwandte, das ist auch wirklich bis heute so geblieben. Immer, wenn ich sie sehe, hat sie irgendwas neues Tolles, was ich danach auch unbedingt brauche. Sie hat immer so knallige, besondere Farben, zuletzt habe ich ihr einen Sisley Lippenstift nachgekauft, den Lip Twist!

Wo holst du dir Beauty-Inspiration?

Von meiner Tante!! Aber auch Influencer über Instagram inspirieren mich sehr. Zum Beispiel Miriam Jacks oder auch Lou Beyer. Ich habe aber auch das Glück, immer mal wieder neue Produkte durch meinen Job ausprobieren zu können. Das eröffnet auch neue Möglichkeiten und macht mir sehr viel Spaß!

Danke, Elise!!

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