Meine Beauty Routine: Dunja Kara

22. September 2020 | in Food & Beauty
– Hinweis: Anzeige aufgrund von Markennennung –

Ich habe Dunja vor einer Weile bei einem Event des tollen Shops Amazingy (hier haben wir die Gründer porträtiert!) kennengelernt, und Dunjas Wissen rund um Haut, Kosmetik und Gesundheit hat mich damals schon fasziniert. Dunja benutzt wirklich quasi NUR Naturkosmetik, auch das finde ich richtig toll, denn so ganz bekomme ich persönlich das immer noch nicht hin. Mittlerweile hat die alleinerziehende Mutter einer dreijährigen Tochter sogar den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt, sie hat ihre eigene Kosmetiklinie gegründet: True Organic Basics! Heute erzählt sie uns ausführlich, wie sie sich pflegt und was ihr dabei wichtig ist.

Liebe Dunja, erzähl uns doch ein bisschen was von dir!

Gerne! Ich bin in Sarajevo geboren, 1992 bin ich mit meiner Mutter vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland geflüchtet. Meine Tochter Ava ist drei Jahre alt und ich habe mich schon während der Schwangerschaft von ihrem Papa getrennt. Wir erziehen sie gemeinsam, sie ist aber die meiste Zeit bei mir. Seit sieben Jahren arbeite ich nun im Bereich Naturkosmetik und habe vor etwa einem Jahr meinen Job verlassen, um noch mehr Zeit für’s Lernen zu haben und mit den Naturkosmetik-Workshops ‘CleanMyRoutine‘ neue Wege zu ergründen. Und jetzt gibt es ‘True Organic Basics’ , eine Naturkosmetikmarke mit Basics für Gesicht, Körper und Haar. Damit kann man Beauty-Produkte optimieren und ich will den Leuten auch beibringen, ihre Haut besser lesen zu lernen und sie das ganze Jahr über mit hilfreichen, auf deinen Hauttyp abgestimmten Beauty-Tipps begleiten.

Du bist ja mittlerweile ein absoluter Beauty-Crack, würdest du sagen, dass dir Make-up Pflege schon immer wichtig waren?

Ja, schon. Ich habe mich als Teenager gerne vor allem mit Make-Up beschäftigt und viel mit Augen Make-Up experimentiert. Ich war diejenige, die alle in unserer Pfadfinder-Gruppe dermaßen modifiziert hat, dass wir im Wald als Kanarienvögel hätten durchgehen können! Mit 17 bekam ich dann eine äußerst seltene Form von Akne, die viele Fragen offen ließ. Denn die Behandlung war mühsam und hinterließ zahlreiche Narben. Das war wie ein fehlendes Puzzlestück in meinem Leben, dessen Teile ich mir über die Jahre zusammen suchen musste. Ich habe viel über die Haut, ihre Funktionen, ihre Vielseitigkeit, ihre Intelligenz gelernt. Das ist eben auch genau das Wissen, das ich jetzt teilen möchte.

Wie sieht deine Beauty Routine mittlerweile morgens und abends aus?

Abends reinige ich mein Gesicht mit einer ph-hautneutralen Reinigung, gerade mag ich den Nuori Vital Foaming Cleanser, außerdem benutze ich Mizellenwasser von Speick. Danach sprühe etwas Toner auf, gerade das Rosenwasser von True Organic Basics und arbeite ein paar Tropfen Öl in die Haut ein. Zur Zeit habe ich einen Mix aus Argan- und Kaktusfeigenkernöl, den ich mir frisch in der Hand anrühre. Arganöl ist reich an Vitamin E, einem Rockstar der Anti-Aging Pflege. Zudem setzt es sich aus zwei besonderen und seltenen Phytosterolen zusammen, die den Lipidfilm der Haut aufbauen und somit die Hautbarriere stärken. Kaktusfeigenkernöl enthält viel Linolsäure, eine Fettsäure, die ebenfalls restrukturierend für den interezellulären Lipidfilm der Haut ist. Zudem zeigt Kaktusfeigenkernöl in Studien regenerierende und aufhellende Eigenschaften. Ein absolutes Power-Duo. Morgens verzichte ich auf die Reinigung, sprühe stattdessen etwas Toner auf das Gesicht, lasse ihn kurz einziehen und gehe gleich zur Tagescreme mit Sonnenschutz über. Momentan benutze ich Kimberly Sayer Ultra Light Facial Moisturizer SPF30.

Was ist mit Make-up?

Mein Make-Up ist seit Jahren dasselbe. Hin und wieder experimentiere ich mit neuen Lippenfarben, oder einem schimmernden Lidschatten um das Auge. Ich verwende Mineral-Makeup von HIRO Cosmetics, Mascara von ILIA, ein Rosé farbenes Rouge, zur Zeit von Alterra, einen Bronzer von HIRO und meistens einen roten Lippenstift mit blauem Unterton, den ich wie einen Stein auf die Lippen tupfe. Da mag ich zur Zeit Arabian Knights von ILIA Beauty oder Dusty Pink von Alverde, das gibt es bei DM.

Wie pflegst du deine Haare?

Ich benutze Urtekram Shampoo Nordische Birke. Birkenblattsaft spendet Glanz und Feuchtigkeit, ohne zu beschweren. Es gibt zwei Versionen dieses Shampoos. Eine für normales und eine für trockenes Haar. Ich verwende das für normales Haar. Mein Conditioner ist der Leave-In Conditioner von Rahua. Ich sprühe ihn nach der Haarwäsche auf und mische ihn danach mit etwas Brokkolisamenöl, um den Mix in den Spitzen und den Rest in den Längen zu verteilen. Ich glätte meine Haare nach der Haarwäsche und diese Kombi funktioniert für sehr gut, da sie die Längen und Spitzen schont. Mein Haarschnitt ist sehr einfach. Das Schneiden mache ich meist selbst und die Strähnchen mit einer Haube. Ich kaufe mir einfach einen Aufheller aus der Drogerie und ziehe sie mit einer Haube. Die letzten sind jedoch vom Friseur gemacht worden. Nach acht Jahren habe ich es mal geschafft einen zu finden!

Machst du auch irgendwelche speziellen Produkte ab und zu?

Ich mache gerne 1-2 mal pro Monat eine Peelingmaske. Ich trage gerade eine, während ich das hier schreibe! Zur Zeit das Peeling von Madara. Meistens mache ich 10-14 Tage vor der nächsten Periode ein Peeling und dann wieder 10-14 Tage später und so weiter. Es macht Sinn, das mit dem Zyklus zu machen, denn unsere Haut ändert sich sehr innerhalb eines Zyklus. Richtung Eisprung ist sie prall, weil Östrogen Wasser in der Haut bindet. Bei den meisten ist sie während dieser Zeit auch weniger von Unreinheiten geplagt. Nach dem Eisprung ändert sich das ganze und die hormonelle Verschiebung sorgt in der Regel dafür, dass die Haut öliger wird. Ich finde, das ist ein idealer Zeitpunkt für ein Peeling, denn man unterstützt die Haut eventuelle Verhornungen aufzuheben, die aufgrund der vermehrten Talgproduktion zu Unreinheiten führen könnten; wenn Talg also nicht richtig abfließen kann.

Gönnst du dir ab und zu Treatments wie Waxing, Pediküre, oder sowas?

Ich gehe hin und wieder zum Radiofrequenz-Microneedling, um die Aknenarben in meinem Gesicht zu behandeln und finde die Ergebnisse sehr gut. Botox und Hyaluronfiller-Behandlungen hatte ich noch keine, schließe sie aber für die Zukunft nicht aus. Die Forschung ist hier auch mittlerweile weiter. In der Zukunft erwartet uns Botox, das länger hält und aufpolsternde Behandlungen mit mikrofeinen Hyalurontröpfchen unter der Haut. Face-Liftings werden mit Lasern gemacht, und die Ergebnisse werden irgendwann nicht mehr von den natürlichen zu unterscheiden sein. Ich warte aber genau deshalb noch ein bisschen!

Hast du Lieblingsprodukte?

Für die Gesichtspflege, ist es Sonnenschutz. Prävention ist die effektivere und kostengünstigere Form der Anti-Aging Pflege. Ein bisschen Sonne tanke ich dennoch immer, wenn sie sich zeigt. Das ist gut für die Vitamin D Produktion!
Bei müden Augen kann ich das Eye Lift Gel von Kimberly Sayer empfehlen. Es ist für den täglichen Gebrauch gedacht; ich verwende es jedoch am liebsten als Augenmaske. Ich trage morgens gerne eine dickere Schicht davon unter den Augen auf, mache Frühstück und lasse alles einziehen. Den Rest tupfe ich sanft weg. Die untere Augenpartie wirkt danach gleich etwas frischer und aufgepolsterter.
Für die Haare liebe ich Brokkolisamenöl. Das ist der ideale natürliche Ersatz für Silikone in Haaprodukten. Es sorgt für mehr Glätte, Glanz und Kämmbarkeit. Ich vermenge einen Pumpstoß mit einem Leave-In Conditioner und massiere es nach der Haarwäsche in die handtuchtrockenen Haarspitzen. Den Rest verteile ich in den Haarlängen. Danach föhne und glätte ich meine Haare wie gewohnt. Ich habe auch das Gefühl, das ich mit Brokkolisamenöl einen Tag länger ohne Haarewaschen auskomme.

Benutz du Parfüm?

Ich trage hin und wieder Red Santal von Abel. Das ist ein natürlicher Duft, der sehr holzig und herb riecht. Abel haben natürliche aber komplexe Düfte. Ein Mix, den man in der Naturkosmetik selten findet.

Machst du Sport?

Ich versuche jeden Tag mit meiner Tochter zur Kita und zurück zu laufen. Das sind etwa 60 Minuten zügiger Bewegung. Und nach dem Aufstehen starte ich mit etwas Krafttraining in den Tag. Ich habe Sport erst dieses Jahr für mich entdeckt und bin sehr froh drum. Der Kopf wird klarer, die Vitalität steigt und man fühlt sich wie Hulk, wenn man den Kinderwagen auf einmal mit Leichtigkeit heben kann. Ich habe mich früher immer gefragt, wie ich das ‘auch’ noch leisten soll bei all der Arbeit alleine, mit Kind. Frühstück, Kita, Arbeit, kochen, putzen, kaum Zeit zum Essen, den Einkauf für die kommende Woche planen – dazwischen immer die Arbeit. Aber es lohnt sich, weil ich so viel Energie daraus ziehen. Also 1:0 für Sport.
Ich kann nicht für alle sprechen, weil ich nicht die Erfahrung habe, aber wenn man alleinerziehend ist, wird es immer Momente geben, in denen man weinend auf dem Boden sitzt. Ich habe zwei Dinge gelernt: 1. Gebt Ideale auf. Schaut auf eure eigene Entwicklung, indem ihr die kleinen Fortschritte würdigt und schöpft in schweren Zeiten Kraft aus ihnen. 2. Pflegt euren inneren Kern. Folgt den Instinkten von Körper und Geist. Gestern saß ich im Zug und habe vier Stunden aus dem Fenster in die vorbeiziehende Landschaft geschaut. Ich hätte eigentlich arbeiten sollen. Sitzen, fahren und schauen tat mir jedoch so gut, dass ich mich danach wunderbar gefühlt habe. Diese Momente der Selfcare sind wichtig, um die Akkus körperlich und/oder mental zu laden. Erobert sie euch!

Gibt es irgendwas, was du in Sachen Pflege von den Frauen in deiner Familie gelernt hast?

Ja, meine Oma hat immer Rosenwasser verwendet. Das ist für mich zu einem unschlagbaren Produkt geworden. Rosenwasser, sowie jedes gute Hydrolat sind im ph-Wert leicht sauer, was unser Säureschutzmantel liebt. Das stärkt sensible Haut und die Hautbarriere. Und meine Oma trinkt außerdem jeden Morgen einen Esslöffel kaltgepresstes Olivenöl nach dem Frühstück. Sie sagt, es ist gutes Öl, wenn es etwas im Gaumen brennt. Ich mache das mit dem morgendlichen Esslöffel nicht, aber der tägliche Olivenöl-Konsum ist trotzdem mit in meine DNA gewandert. Olivenöl ist reich an Poylphenolen, einfach ungesättigten Fettsäuren und Antoxidantien. Es gehört zum täglichen Speiseplan der Mittelmeerdiät, die auch ernährungsmedizinischer Sicht als eine der gesündesten gilt.

Und gibt es etwas, was du an deine Tochter weitergeben möchtest?

Ava, vielleicht liest du das hier ja eines Tages. Ich hoffe, dass du dir deine kindliche Neugier für immer erhältst.

Danke, Dunja!

 

Kommentare