Mama Monday – wie NS-Erziehung uns heute noch beeinflusst, das Problem mit Kindergeburtstagen und mehr!

17. September 2018 | in Mama Monday

Was uns bewegt hat letzte Woche, Beiträge, die wir euch nicht vorenthalten wollen und ein paar Tipps: Unser Mama Monday ist da!

Die Ärztin Johanna Haarer, Autorin von “Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind” prägt unsere Erziehungsmethoden noch heute. Haarer, die darin formulierte wie man die Bedürfnisse der Babys ignoriert, sie bloß emotions- und bindungsarm erzog, unterstützte das NS-Regime mit dem Ziel, möglichst viele gute Soldaten und Mitläufer heranzuziehen. Erschreckenerweise befand sie ihr Ratgeberbuch auch noch nach dem dritten Reich in vielen Haushälten. In der Zeit geht es um die vielen zerrütten Beziehungen, die uns in dritter Generation auch heute noch beeinflussen. Stichwort Transgenerative Traumata: Auch Katharina hat dazu schon etwas geschrieben und einen Podcast aufgenommen, darin spricht sie mit der Psychotherapeutin Ingrid Meyer-Legrand über genau jenes Thema.

Einen herrlichen Artikel über das Veranstalten von Kindergeburtstagen haben wir im Familienblog der FAZ gefunden: Wie der eventisierte Kindergeburtstag uns Eltern alle in den Wahnsinn treibt und warum wir es doch Jahr um Jahr wieder durchziehen, lest ihr dort.

Apropos Kindergeburtstag: So langsam sind wir im Herbst angekommen, es kann also auch wieder gebastelt werden. Diese Totem-Anhänger fanden wir ziemlich cool (und machbar).

Hatten wir ja schon öfter das Thema, kann man aber eigentlich nicht genug drüber schreiben (und lesen) – warum es nicht die Kids sind, die die Karrieren von Frauen zerstören, sondern die gesellschaftlichen Umstände, mal ein Blick über den Teich: “It’s not that women can’t “have it all,” it’s that men won’t stop taking it.”

Wie würden unsere Innenstädte aussehen, wenn Mütter sie entworfen hätten? Diese Frage stellt sich The Guardian. Es würde Rampen geben, mehr Fahrstühle zum Beispiel. Und wenn Senioren sie entworfen hätten? Gäbe es mehr Sitzmöglichkeiten. Ein Plädoyer für mehr Diversität in den Städteplanerbüros.

Und für die Berliner: In der Deutschen Oper läuft seit dem Wochenende wieder der Klassiker Schwanensee des Berliner Staatsballets. Eine sehr hübsch anzusehende Inszenierung, die auch für Kinder schon etwas ist, ab einem Alter von 7 oder 8 würde ich sagen. Man kann den Abend aber auch sehr gut zu zweit genießen, Stichwort Date Night!

Foto: Gert Weigelt

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