Mama Monday – streikende ErzieherInnen, “unartige” Kinder und Ruth Bader Ginsburg

28. September 2020 | in Mama Monday

Jetzt ist er da der Herbst und irgendwie ist es auch mal schön nicht den Druck zu spüren, draußen das schöne Wetter genießen zu müssen, oder? Wir sind jedenfalls gern viel drinnen gewesen dieses Wochenende und haben gelesen und rumgelungert. Und hier findet ihr alle Links, die wir besonders interessant fanden:

Ruth Bader Ginsburg war eine Ikone und eine spannende Persönlichkeit. Wer gern mehr über sie erfahren möchte (und auch wie sie sehr geschickt und klug das amerikanische Rechtssystem veränderte, nicht mit Radikalität, sondern mit viel Aushandlungen und Konsens), dem empfehlen wir die CNN Dokumentation “RGB”. Interessant fanden wir auch den Artikel in der Washington Post, wie sich RGB schon in den 60ern in Schweden von der Familienpolitik und der Gleichberechtigung hat inspirieren lassen, als sie dort auf Reisen mit ihrer kleinen Tochter war.

Sina vom Label Jaell und Tofta zeigt bei Femtastics wie sie mit maßgefertigten Möbeln clevere Lösungen für kleinen Wohnraum in der Stadt schaffen.

Was zum Gucken: Das wunderschöne Haus einer vierköpfigen Familie in Bordeaux.

Was manche als “unartig” bezeichnen, ist oft einfach kindliche Entdeckerlust, schreibt Geborgen Wachsen:”Das Kind, das den Becherinhalt in einen Teller gießt, experimentiert mit Volumen: Passt dieser Inhalt auch in eine andere Form?” Jetzt weiß ich auch, warum es mich immer instinktiv gestört hat, wenn mein Sohn von der älteren Generation als “braves” Kind bezeichnet wurde, als würde anderes Verhalten, das nicht konform geht und den Erwartungshaltungen Erwachsener entspricht, schlecht sein.

Eine kleine Meldung mit viel Gewicht: Laut einer amerikanischen Studie mit 900 Vätern, haben Männer eine geringere Wahrscheinlichkeit an Depressionen zu erkranken, wenn sie in der ersten Zeit mit ihrem Baby zu Hause waren und Zeit mit ihrem Kind verbrachten. Auch väterliche Selbstwirksamkeit spielt wohl eine Rolle. Im Deutschland Funk.

Sabine Rennefanz beschreibt den ganz normalen Wahnsinn im Alltag mit Kindern in ihrer Kolumne in der Berliner Zeitung und warum Masken manchmal auch Vorteile haben, wenn einem die Erzieherin darauf hinweist, dass etwas vergessen wurde, obwohl der Morgen so schief lief, dass das pünktliche Abgeben eigentlich schon ein Ding der Unmöglichkeit war (und frau es trotzdem geschafft hat!).

Warum sind Millennials oft dem Burnout nahe? In einem Interview mit der Autorin Anne Helen Petersen wird nahegelegt, dass es mit der Art und Weise der Erziehung der Baby Boomer Generationen zutun hat. Obwohl sich das Interview auf amerikanische Verhältnisse bezieht, ist es sehr spannend! Auf Englisch in The Atlantic.

Ein Nachricht, die runter geht wie Butter: Kinder infizieren sich wesentlich weniger mit Corona als angenommen: “Kinder sind keineswegs ein Brandbeschleuniger für das Infektionsgeschehen”, behauptet eine britische Studie. Mehr dazu lest ihr in der Süddeutschen.

Warum ErzieherInnen mehr Geld verdient haben, erklärt die Zeit. Und es wird geschildert, warum es keine andere Lösung gibt, als diese Forderungen mit einem Streik durchzusetzen, auch wenn dies wieder Familien belastet.

Wir wünschen euch eine schöne Woche!

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