Mama Monday – Rassismus in Disney-Klassikern, Druck auf Kinder und die erste medizinische Leitlinie für Geburten

08. February 2021 | in Mama Monday

Auch wenn der Februar der kürzeste Monat des Jahres ist, irgendwie passiert gerade gefühlt viel! Zumindest bei uns: Am. 14. Februar ist Valentinstag und Little Years wird acht Jahre alt. Ach, und dann kommt ja auch bald noch unser erstes Buch! Wir hoffen also, wir können euch durch den Februar hinweg gut unterhalten. Und in diesem Sinne starten wir gleich mal mit unsere Mama Mondays-Links!

Es sei wichtig, Kindern ein wenig den Druck zu nehmen, der momentan auf ihnen laste, erklärt der Seelsorger Klaus Mertes in der Zeit. Können wir die Oma anstecken? Muss die Schule wegen mir schließen, wenn mein Hals kratzt? Mertes macht sich Sorgen um die vielen verzweifelten Menschen, die sich bei ihm melden.

Ein langes Feature über Kinder und Jugendliche mit Depressionen könnt ihr euch beim Deutschlandfunk anhören. Sehr detailreich recherchiert und bewegend: “Mama, ich kann nicht mehr.”

Einen richtig guten Artikel mit eindrucksvollen Bildern und Zitaten zum Anhören gibt’s in der New York Times. Der Beitrag “The Primal Scream” stellt drei Mütter vor, die nah am Burnout sind während sie Home Office und Kinderbetreuung gleichzeitig leisten müssen – und das schon seit Monaten. Beim Lesen möchte ich die ganze Zeit rufen: Wo sind die Väter?!

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Endlich gibt es eine medizinische Leitlinie für Spontangeburten (glaubt man kaum, dass es die vorher nicht gab!). Darin steht unter anderem: Vaginale Untersuchungen nur, wenn sicher ist, dass sie “hilfreiche Informationen” für den weiteren Ablauf bringen, oder auch, dass Frauen vor der Austrittsphase nicht allein gelassen werden sollen. Generell sollen Frauen mehr Zeit bekommen. Kritisiert wird, dass die neue Leitlinie zwar “bahnbrechend” sei, aber in Kliniken schwer umsetzbar ist. Jedoch: “Mit der Leitlinie haben Kliniken jetzt etwas in der Hand, um Forderungen an die Politik zu stellen“. Mehr in der Taz.

Teresas Bückers gute Kolumne in der Süddeutschen beschäftigt sich dieses Mal mit dem Thema Abtreibungen, die in Deutschland ja immer noch nicht legal sind. “Eine Schwangerschaft zu erzwingen, ist die größtmögliche Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität einer Person, die nicht schwanger sein möchte.” schreibt Teresa und berichtet von einem interessanten Modellprojekt, bei denen Frauen einen “telemedizinisch begleiteten medikamentösen Schwangerschaftsabbruch” zu Hause vornehmen könnten.

(Triggerwarnung: Gewalt unter der Geburt): Mütter und Hebammen berichten von Gewalt in der Geburtshilfe an einer Frankfurter Klinik. Die will nun einiges ändern. In der FAZ. (Plus-Artikel)

Kakadu, der Kinderkanal des Deutschlandfunks, stellte letzte Woche die Frage: Warum streiten wir? Mit Geschwistern oder auch Freunden? Besonders in Zeiten, wo wir alle zu Hause sitzen. Kakadu hat ein paar Tipps und Tricks, wie man weniger streitet.

Walt Disney war leider ein Antisemit, soviel ist mittlerweile klar. Deshalb sollten Kinder bei Disney+ Klassiker wie „Dumbo“, „Peter Pan“, „Aristocats“ und „Das Dschungelbuch“ nur noch unter Aufsicht Erwachsener schauen. Denn die Filme sind leider voll mit rassifizierenden Stereotypen. Mehr dazu lest ihr im Tagesspiegel.

Coole Dinosaurier könnt ihr mit den kostenlosen Druckvorlagen von WLKMDYS mit euren Kids basteln. Rrrroar!

Wir wünschen euch eine gute Woche!

Kommentare