Mama Monday – problematisches Abstammungrecht, #proparents und ein Einschlaftipp

18. January 2021 | in Mama Monday

Und wieder ein Mama Monday, in dem vor allem ein Thema dominiert: Corona-Eltern, Gleichberechtigung und unbezahlte Arbeit. Aber was soll man machen – vieles sind einfach die Themen unserer Generation habe ich das Gefühl. In der Hoffnung, dass die Umstände und Strukturen dann anders sind, wenn unsere Kinder groß sind… Ein paar andere Themen gibts aber dennoch! Hier sind die interessantesten Links der letzten Woche:

Die Süddeutsche bringt es auf den Punkt: Distanzunterricht ist eine unzureichende Notlösung und es ist an den Ländern das zu erkennen und eine Strategie zu entwicklen, wie man mit der Lernkrise zukünftig umgeht. Sicherlich gehört auch dazu, niemanden durchfallen zu lassen.

Apropos Lockdown: Der Tagesspiegel hat einige Tipps für Eltern, um besser durch den Lockdown zu kommen.

Spannend: Wie man sein Kind “gender-creative” erzieht, erzählen Eltern in der TIME. Ihr Kind sei alles andere als verwirrt, sondern würde einfach lernen seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Außerdem würden die Geschlechter hier nicht abgeschafft, sondern vielmehr eine Vielfalt aufgezeigt (auf Englisch).

Regenbogenfamilien werden durch das Abstammungsrecht in Deutschland immer noch stark diskriminiert. Die Ungleichbehandlung gegen über heterosexuellen Paaren prangert Familie Akkermann an und geht vor Gericht: “Bis heute sieht das Abstammungsrecht vor, dass die Person, die ein Kind zur Welt bringt „Mutter“ ist und als zweites Elternteil nur ein „Vater“ in Betracht kommt.” So muss der andere Elternteil trotz Ehe das eigene Kind erst adoptieren. Im Tagesspiegel.

Edition F schreibt über Erfahrungen, die Eltern im Beruf machen. Darunter: „Wir bräuchten jemanden wie dich, nur ohne Kinder.“ So etwas bekommen manche tatsächlich zu hören. Was sich ändern muss lest ihr im Artikel und auch über die tolle Aktion #proparents, die sich gegen die Diskriminierung von Eltern in der Berufswelt einsetzt.

Ehrlich gesagt ein bisschen unterhaltsam: Die Liste der ungewöhnlichsten Babynamen aus 2020 in der Berliner Zeitung. Unsere Highlights: Issy-Fridericus und Leilany-Cataleya.

Die Soziologin Jutta Allmendinger spricht sich in der taz für eine gerechte Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit aus.

Nochmal die Taz: Ein Mutter schreibt sich den Frust von der Seele und fragt sich was sie mit den Bastelanleitungen der Kita eigentlich anfangen soll. “Wer Kinder hat ist selbst schuld.”

Noch ein gutes Interview mit Jutta Allmendinger hat Mareice Kaiser für Edition F geführt.

In der Zeit erklärt die Emotionsforscherin Carlotta Welding, wie man als Familie besser durch den Lockdown kommt und wie wir als Eltern krisenfester werden können. (Paywall)

Eine richtig schöne Malidee hat Claudia von Was Für Mich letzte Woche vorgestellt: Waldtiere im Birkenwald. Sieht toll aus und ist nicht kompliziert!

A Cup of Jo verrät ihren ultimativen Einschlaftipp für Kinder (soll sogar funktionieren, wenn sie vorher Cola getrunken haben, haha!). Auf Englisch.

Jetzt wo es fast überall in Deutschland ab und zu mal schneit: Die FAZ erklärt Kindern, wie Schneekristalle ihre Form bekommen.

Ein guter Artikel über das Phänomen, dass Menschen, die eine Fehlgeburt hatten, sich bei einer darauffolgenden Schwangerschaft emotional davon abgrenzen. “Emotional cushioning” nennt man das. Welche Nebeneffekte das hat, beschreibt eine Autorin in der New York Times.

Manche von euch haben vielleicht den Film “Die Elternschule” und die Kontroverse darum verfolgt, nun wurde endlich zumindest die Psychosomatik-Abteilung mit ihren sehr fraglichen “Behandlungsmethoden” geschlossen. Im Deutschlandfunk Kultur.

Und last but not least: Diese Blaubeer-Muffins haben wir zu Hause gebacken und sie sind so gut geworden! Wir wünschen euch eine gute Woche!

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