Mama Monday – der Paragraf 219a, Privates ist politisch und das Geheimnis glücklicher Kinder

17. June 2019 | in Mama Monday

Zwei Wochen ohne Mama Monday – was habt ihr nur ohne uns gemacht letzten Montag? Bestimmt schöne Pfingsten gehabt, schätzen wir. Und wir hatten ordentlich Zeit um die besten und interessantesten Links der letzten Tage zu sammeln. Los gehts!

Bei den solchen Überschriften bin ich ja immer ein wenig kritisch. Aber: Dieser Artikel erklärt, warum Niederländer die glücklichsten Kinder der Welt großziehen und das ist schon spannend. Zum Beispiel würden die Babys nicht überreizt, sondern bekommen viel Schlaf, Ruhe und Regelmäßigkeit. Außerdem würden Kinder gleich viel Zeit mit ihren beiden Eltern verbringen, weniger Druck in der Schule bekommen und das Frühstück wird auch unter der Woche immer gemeinsam eingenommen. Es sind wirklich ein paar schöne Ansätze dabei!

Die kluge Mareice Kaiser (hier hört ihr sie in unserem Podcast) hat seiner einer Weile eine Kolumne bei Ze.tt. In der letzten Ausgabe ging es um private Entscheidungen, die immer auch politisch sind. Und um “Menschen, die von Gleichberechtigung sprechen, sie aber selbst nicht leben.” Spannend, unbequem, sehr lesenswert!

Auch Männerkörper verändern sich, wenn sie zu Vätern werden: So sind Wissenschaftler gerade dabei herauszufinden, dass sich auch Männergehirne durch das Vaterwerden hormonell verändern! Was genau passiert, erfahrt ihr in der NYT.

Die Vor- und Nachteile von Kinderaufführungen niedergeschrieben im Familienblog der FAZ: Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht abwarten meinen Sohn mal auf der Bühne zu sehen, aber auch weil ich weiß, dass er da sehr viel Spaß haben würde. Denn wichtig ist, dass Kinder wirklich spielen und nicht zu Handpuppen der Erwachsenen gemacht werden.

Kleines, süßes Bastelprojekt für Steinsammler (wir haben sooo viele Steine zu Hause!) Angemalte Steinbabys!

Auch Sabine Rennefanz war schon bei uns im Podcast und hat mit ihrem letzten Artikel mal wieder in Schwarze getroffen – wie sich die kosmopolitische Elite auf Instagram nach unten hin abgrenzt: “Dann wird die Supermarktkassiererin, die bei Kik einkauft und Plastiktüten benutzt, zum Feindbild.” Kann man sich auch mal an die eigene Nase fassen.

Warum Männer sich mehr Gedanken um Verhütung machen sollten und warum die Entwicklung männlicher Verhütungsmittel immer wieder ausgebremst wird, lesen wir im Guardian.

Als ich die Nachricht letzte Woche im Radio hörte, dass zwei Frauenärztinnen in Berlin wegen “Werbung für Schwangerschaftsabbrüche” verurteilt wurden, wurde mir schnell klar: Wir haben noch eine Menge zu tun. Dass die Angabe, mit welcher Methode man in der Praxis Schwangerschaftsabbrüche vornimmt von einem deutschen Gericht tatsächlich als “Werbung” bezeichnet werden kann, wundert doch sehr, wenn man bei klarem Menschenverstand ist. Hier findet ihr die Hintergründe.

Warum Scheidungen weniger werden, wenn auch Väter in Elternzeit gehen, steht in der NYT.

Von Mutterschaft und Künstlerin-Sein erzählt diese Fotoserie im Newyorker: “The past provides a visible anchor of the present, and the present is continually recontextualizing the past.” Schön!

Wir wünschen Euch eine tolle Woche!

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