Mama Monday – Mythos Mutterliebe, Kinderzuschlag und Remo Largo

16. November 2020 | in Mama Monday

Irgendwie freuen wir uns dieses Jahr besonders auf die Vorweihnachtszeit – sogar über die (verfrühten) Spekulatius-Kekse im Supermarkt musste ich lächeln. Was kann man auch sonst tun? Zu Hause sein und es sich gemütlich machen! Und lesen, wenn die Kinder einen lassen. Hier kommt unser Mama Monday!

Was für ein guter Artikel! Edition F spricht aus, was bei uns schon seit Langem beklemmende Gefühle ausgelöst hat: Manche Instagram-Sprüche, die besonders den Mythos “Mutterliebe” thematisieren, so wie es zum Beispiel der Echte Mamas Sprüche-Instagram-Account macht. Schon den Namen “Echte Mamas” fanden wir schwierig, denn er wirkt so exklusiv, so als ob man nur eine echte Mama ist, wenn man gewisse Dinge erfüllt. Sonst hat man versagt. In diese Richtung geht auch die Kritik von Edition F: Über viele Sprüche wird “das Bild der unersetzlichen Mutter zementiert”.

Wusstet ihr, dass es neben dem Kindergeld noch einen Kinderzuschlag von 185 Euro monatlich gibt? Viele wissen das gar nicht, dabei könnte dieser Betrag viele Familien unterstützen. Bei Stadt Land Mama erfahrt ihr mehr darüber.

Ein umfangreiches und interessantes Interview mit der Virologin Sandra Ciesek lest ihr in der Zeit. Sie und andere WissenschaftlerInnen haben in einer Studie 800 Kita-Kinder untersucht und festgestellt, dass sich kein einziges Kind mit COVID-19 infiziert hatte.

Ich weiß es noch ziemlich gut: Das erste und einzige Buch, das mir zur Geburt meines ersten Kindes von allen empfohlen wurde, war “Babyjahre” von Remo Largo. Bestimmt haben das sehr viele Eltern in ihrem Bücheregal stehen. Der berühmte Kinderarzt Remo Largo ist nun letzte Woche verstorben. Der Erziehungsexperte hat eine ganze Elterngeneration geprägt.

Ein Dokumentarfilm über schwule Väter in Israel lief am Donnerstag, den 12. Nov 2020 im SWR und ist noch bis zum 18. November 2020 in der Mediathek zu sehen. “LET’S MAKE BABIES – Schwule Väter in Israel” von Hendrik Schäfer begleitet ein schwules Paar auf dem Weg in die geplante Zwillings- Elternschaft. Israel ist der Industriestaat mit der höchsten Geburtenrate weltweit. Durchschnittlich werden hier 3,1 Kinder pro Frau geboren, in Deutschland und der EU sind es 1,6. Der Familie Nachkommen schenken zu wollen, ist tief in der israelischen Gesellschaft verwurzelt. Da macht es keinen Unterschied, wen man liebt. Drei Kinder sind das Ideal. Motty und Alon investieren viel Geld dafür, um sich ihren Traum zu erfüllen, der mit Risiken verbunden ist. Der Film wirft Fragen auf über Elternschaft, soziale Normen und den Zeitgeist der technologisch hochentwickelten Welt.

Und noch etwas zum Gucken: Eine Doku des HR über “Systemsprenger”-Kinder, also Kinder, die als “schwer erziehbar” gelten.

Die BBC berichtet, dass während des Lockdowns in England 20% mehr Babys und Kleinkinder getötet oder geschlagen wurden, als üblicherweise.

Über den gesellschaftlichen Druck Stillen zu müssen, schreiben zwei Autorinnen im FAZ Familienblog: “Stillen mag das Beste sein, ist aber nicht immer das Richtige.”

Spiegel Online hat Kinderbuchtipps für uns! Dabei geht es um Familie und Verbundenheit – und wie divers und unterschiedlich das sein kann.

Ein bisschen Kinderzimmerinspiration: Bei A Beautifull Mess gibts eine Anleitung, wie ihr das Zimmer eures Kindes mit Gänseblümchen verschönern könnt. Sieht sehr süß aus!

Wir wünschen Euch eine gute Woche!

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