Mama Monday – mit Astrid Lindgren, gewaltfreier Erziehung und der mütterlichen Zerreissprobe

29. October 2018 | in Mama Monday

Der erste Montag mit Winterzeit. Jetzt ist die dunkle, kalte Jahreszeit wirklich da – wir finden sie eigentlich ganz gemütlich. Und ihr? Passend dazu haben wir viele Links gesammelt, die ihr euch bei einer Tasse Tee in Ruhe durchlesen könnt. Schön, oder?

Los geht’s mit einem Artikel von Mareice Kaiser, die dafür plädiert, die eigenen Kinder auf die Einzugsschule zu schicken: “Wenn wir Chancengleichheit wollen, müssen wir bei uns selbst und der Schulwahl unserer Kinder anfangen.”

Steffi Luxat schreibt über den Mama Meltdown und warum wir Mütter freundlich zueinander sein sollen.

Die Kehrseite der Frage, wann man sich alt genug fühlt, um ein Baby zu bekommen ist: Wann sind Kinder alt genug, um sterbende Eltern zu haben? Ein zum Nachdenken anregender Artikel auf dem Blog Hmm Daily.

Dieses Overnight Baked Apple Oatmeal sieht unheimlich lecker aus. Und perfekt für den Winter!

Warum der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht die Lösung des Problems ist. Ein Interview mit der Juristin Anne Schettler in der FAZ.

Tragt ihr zuhause Straßenschuhe? Drei gute Gründe, es nicht zu tun!

Haus-Neid pur. Das Zuhause der amerikanischen Künstlerin Molly Madfis ist einfach zu schön. Mir gefällt wirklich jede Ecke!

Die Zerreissprobe vieler Frauen: ein gutes Interview mit der Soziologin und Genderforscherin Franziska Schutzbach: “Politisch gesehen geht es um Wahlfreiheit. Es geht darum, dass wir nicht vorgegebene Muster erfüllen müssen. Dass es möglich ist, eine Mutter zu sein, die Hausfrau ist, aber dass es auch ok ist, alleinerziehend zu sein und nicht so viel Zeit mit den Kindern zu verbringen. Oder in der Patchwork-Familie soziale Mutter zu sein oder gleichgeschlechtliche Elternschaft leben zu können. Es geht um die Ermöglichung von Vielfalt. ”

Letzte Woche sind weitere, sehr gute Artikel zum Film “Elternschule” erschienen, diesen hier fand ich insbesondere erhellend: Er beschreibt die Familien aus dem Film und ihre Probleme, zeigt auf, wie man bedürfnisorientierter an die Sachen herangehen hätte können, und nennt auch viele Quellen und Orte, an denen man sich Hilfe holen kann, wenn man ähnliche Probleme hat. Auch extrem interessant: Snowqueen findet die gezeigten Fälle nicht ausgesprochen krass. “Ich fand ich die im Film portraitierten Familien eher durchschnittlich. Ich bin mir sicher, dass alle diese Probleme zumindest dieser Familien auch bedürfnisorientiert hätten gelöst werden können.” Auch ich habe mich schon sagen hören, dass es sich um absolute Notfälle handelte, nach der Lektüre bin ich mir da nicht mehr sicher.

Auch sehr gut: Ein Kommentar bei Zeit Online, der die Wurzel der Diskussion aufzeigt. Wie sehen wir unsere Kinder? Als reine Wesen, die von Natur aus sozial sind – oder als berechnende, egoistische Wesen, die es zu bändigen gilt?

Irgendwie passend dazu: Vor 40 Jahren hat Astrid Lindren dafür plädiert, Kinder niemals zu schlagen. Und das war damals eine Provokation! Auch sie sagte: “In keinem neugeborenen Kind schlummert ein Samen, aus dem zwangsläufig Gutes oder Böses sprießt. Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen, das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist, je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.” Heute ist gewaltfreie Erziehung zum Glück die Norm und im Artikel wird auch dargelegt, wie gut das für den Mensch an sich und die Gesellschaft ist: Kinder und Jugendliche werden seltener gewalttätig, sind weniger Suizid-gefährdet und auch weniger anfällig für Drogen und Alkohol.

Wir wünschen euch eine fabelhafte Woche!

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