Mama Monday – mit Mutterbildern, Schinkennudeln und einem Danke an die Kinder

11. May 2020 | in Mama Monday

Das ist der erste Mama Monday seit Monaten, in dem wir uns wieder ein bisschen in Richtung Normalität bewegen. Die Lockerungen sind da, ab dieser Woche gehen immer mehr Kinder in die Schule – wenn auch ganz anders als vorher. Vorschulkinder können vielerorts wieder in begrenztem Umfang in die Kita. Ach ja, und die Bundesliga geht weiter (?), außerdem werden die Schwimmbäder Ende des Monats geöffnet (wie soll das gehen…), auch für Restaurants geht es langsam wieder los.

Wir freuen uns irgendwie sehr über ein bisschen mehr gewohnten Alltag – haben aber auch Bedenken, dass das nach hinten losgehen könnte… Ein Appell an die Behutsamkeit und Vernunft könnt ihr auch bei Berlin Mitte Mom nachlesen.

Die vier Phasen der Kita-Öffnung im Detail findet ihr hier bei Spiegel Online.

Bislang geht das alles aber noch lange nicht in Richtung “richtige Betreuung”, es sind eher ein paar Stunden – und für die meisten Kita-Kinder gibt es nach wie vor keine Perspektive. Welche Belastungen das sind, wenn man kleine Kinder betreuen und nebenbei arbeiten soll, das kann nur nachvollziehen, wer es schon mal erlebt hat.

“Das hätte man sich ja vorher überlegen können” und “warum bekommt man Kinder, wenn sie jetzt so stören” sind übrigens keine angebrachten Reaktionen. Steht gut formuliert hier, und ist auch irgendwie logisch: die Kinder stören nämlich überhaupt nicht, (ein schönes Ritual und ein Danke an die Kinder, die ja so gar nichts für alles können, findet ihr übrigens bei Geborgen Wachsen). Was stört ist, dass alles gleichzeitig funktionieren soll: Arbeiten und Kinder und drei Mahlzeiten am Tag und Home Schooling und und und.

Wir können nicht mehr! lautet der Appell vieler #coronaeltern bei Pinkstinks.

Auch dieser Bericht einer alleinerziehenden Mutter hat uns sehr berührt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis unsere Belastbarkeit ihr Limit erreicht“.

Wichtig ist auch, wo jetzt die Prioritäten gesetzt werden: Warum Kitas systemrelevant sind – und Fußballprofis nicht – gefunden bei Deutschlandfunk Kultur.

Und natürlich haben nicht nur Eltern ein Recht auf Meckern – steht bei Zeit Online.

Viele Frauen fühlen sich gerade wie in die 50er Jahre zurückversetzt, denn sie schaukeln den Löwenanteil zuhause. Diesen Artikel im Guardian fanden wir sehr lesenswert (Englisch). Das Patriarchat lebt! heißt es auch in diesem Beitrag bei Zeit Online (Plus-Artikel). Dort gibt es ehrliche Berichte aus dem Home Office. Eine Mutter sagt zum Beispiel: “Dass meine Kinder rückblickend über diese Wochen denken werden: War ja auch ganz schön, damals mit Mama zu Hause, ist völlig ausgeschlossen.”

In manchen Familien läuft es aber jetzt auch andersherum – denn Papa macht Home Office und plötzlich mehr Familienarbeit als vorher. Diesen Beitrag bei OhhhMhhh haben wir auch gerne gelesen.

Ach ja! Gestern war Muttertag. Und selten hat mich ein Text so abgeholt wie dieser hier bei Edition F. Weil er so vieles über das Muttersein benennt, was ich schon immer gefühlt habe.

Passt dazu: wie man es schafft, nicht ZU viel zu geben und kein schlechtes Gewissen zu haben, darum geht es in einem NYT Artikel: Mütter müssen keine Märtyrer sein. (auf Englisch)

Bei Claudi aka WasfürMich konntet ihr die Berichte von drei Frauen lesen, die Ramadan praktizieren: “Was Ramadan mit mir macht.”

Wundervolle Porträts von Single Mums by Choice gab es in der New York Times

Und wenn ihr Lust auf einfach, lecker und keine Diskussion mit Minderjährigen habt, dann kocht doch nächste Woche einfach mal Schinkennudeln.

Wir wünschen euch eine gut gelaunte Woche!!

Kommentare