Mama Monday – Marie Kondo, die Macht der Hormone und Ursachen für Fehlgeburten

14. January 2019 | in Mama Monday

So langsam sind wir im neuen Jahr angekommen. Die ersten Gehversuche liegen hinter uns, eigentlich läuft’s doch ganz gut! Und damit ihr auch wieder informiert und mit frischen Gedanken in die Woche starten könnt, sind hier unsere Links der letzten Woche.

Marie Kondo ist in aller Munde. Mir wurde allein in der vergangenen Woche im engsten Bekanntenkreis mindestens fünf mal von dieser Aufräum-Königin berichtet. Ich selbst bin kein so großer Fan der Netflix-Serie, allerdings sollen die Praktiken dieser Marie schon vielen zu mehr Lebensqualität verholfen haben. Und auch ich könnte sicherlich hier oder da mal ein wenig Kram loswerden. So mancherorts wird daraus aber schon fast eine Ersatzreligion (wie Yoga), das hat auch Edition F festgestellt. Aber noch etwas wurde an der Serie bemängelt: Es hat den Anschein, die Frauen dort seien überfordert, weil sie (gefühlt) ihrer Mutterrolle und ihrer Familie nicht gerecht werden, weil ja alles so unordentlich ist. Und der Mann das Chaos ja gar nicht “bemerkt” würde. “Aufräumen mit Marie Kondo: Haushaltstipps für Frauen mit faulen Männern”

Einen schönen, sensiblen Kurzfilm darüber, wie Schwangerschaft und Geburt die Beziehung zum eigenen Körper verändern, könnt ihr euch bei der New York Times anschauen.

Was für die Augen: Eine unglaublich schicke Pariser Familienwohnung.

Davon sind Isabel und ich eh schon große Anhänger: Das Chaos Zuhause akzeptieren, das Unperfekte annehmen und sich nicht drüber ärgern. Es gibt viel Wichtigeres als die Außenwirkung. Ein Plädoyer dafür lest ihr im Familienblog der FAZ.

Das Lachen ist uns bei diesem treffsicheren Text von Das Nuf öfter mal im Halse stecken geblieben: So wird der Alltag aus der Sicht einer festangestellten Mutter und ihrem selbstständig im Kreativbereich arbeitenden Mann beschrieben. Schmerzhafterweise wissen wir alle, dass es doch meist anders herum läuft: “Er sagt auch selbst immer, er mag es einfach aufgeräumt und gemütlich und da würde es keinem von uns helfen, wenn er einfach Dinge liegen lässt, damit ich sie spätabends noch mache.” Das Nuf sagt: Rechnet die Arbeitszeit (also auch Haushalt) auf. Auch das kann romantisch sein, denn es rettet eventuell die Liebe.

Wie und warum sich das Leben von Kindern in den letzten Jahrzehnten radikal verändert hat, erklärt The Economist.

Nicht von letzter Woche, aber sehr, sehr lesenswert: The Cut schreibt über die verborgene, bzw. weitestgehend unerforschte Macht der weiblichen Hormone. Eventuell gäbe es gar einen Zusammenhang zwischen Östrogen und ernsthaften psychischen Erkrankungen, das betrifft Frauen in der Menopause, aber auch nach der Geburt.

Es geht weiter mit dem Thema Gendermedizin: Nach mehreren Fehlgeburten wird meist die Frau auf mögliche Ursachen untersucht. Dass Aborte aber auch oft mit der Spermienqualität des Mannes zutun haben können, wird seltener in Betracht gezogen. Sollte es aber, wie eine neue Studie zeigt.

Last but not least: Warum sich eher wohlhabendere Frauen gegen die Ehe entscheiden können, und sozialschwache viel höhere ökonomische Risken in Kauf nehmen müssen. 

Wir wünschen euch eine schöne Woche!

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