Mama Monday – Kinder und Internetnutzung, Frauenfreundschaften und das Sorgerecht

24. August 2020 | in Mama Monday

In diesen bewegten Zeiten gibt es so viel zu debattieren, zu analysieren und sich Gedanken zu machen, dass man manchmal auch eine kleine Pause vertragen könnte. Hier kommt unser Mama Monday, mit einer, hoffentlich, guten Mischung aus Relevanz und Unterhaltsamen.

Schon letzte Woche ging es um den Entschluss von Justizministerin Christine Lambrecht, dass unverheiratete Väter nicht automatisch das Sorgerecht nach der Geburt erhalten. Ein Kommentar im Eltern Magazin bringt es auf den Punkt. “In einer idealen Welt befürworte ich zu 100 Prozent die gleichberechtigte Sorge um das Kind ab Geburt. Nur leider leben wir nicht in einer idealen, sondern in der realen Welt.” Dass man das auch anders sehen kann, lest ihr in einem Kommentar des Tagesspiegel.

Ein ziemlich erschütternder Artikel über eine Familie in den USA, die hauptberuflich einen Youtube-Familien-Account betrieben und die Adoption eines Kindes darin dokumentiert haben. Bis zum traurigen Finale, als sie das Kind heimlich wieder “abgegeben” haben. The Cut berichtet über die Hintergründe.

Selbstgebaute Regale können ziemlich toll aussehen! Bei A beautiful mess findet ihr eine DIY-Anleitung und Inspiration (auf Englisch).

Marie war ja auch schon zu Gast im Podcast von Jette, mesupermom, und Kaufland (es ging ums Thema “Entspannte Eltern – entspannte Babys?”). Nun war der Autor und Journalist Thomas Feibel zu Gast. Er hat viel Erfahrung was Medien und Kinder angeht und bespricht mit Jette, wann der richtige Zeitpunkt fürs erste Smartphone ist und was man bei Tablet und PC sonst so beachten sollte.

Eine berührende Illustration zum Thema Frauenfreundschaften und ihre Resilienz findet ihr bei Motherly.

Sicherlich kennen viele von euch die Tipps von Ratgeberinnen wie Madame Moneypenny. Die sind an sich nicht schlecht, leider aber für viele weniger Privilegierte, die Mehrheit der Frauen, von wenig Relevanz. Denn sie können es sich schlichtweg nicht leisten, überhaupt etwas zu investieren. In Deutschland haben nur 10 Prozent aller Frauen zwischen 30 und 50 überhaupt ein Nettoeinkommen von mehr als 2.000 Euro. Mehr dazu lest ihr im tollen Beitrag von Alexandra Zykunov.

Ein spannendes Interview lesen wir in der Zeit (leider ein Plus Artikel) mit einer Kinderpsychologin über Bindungen und warum man Kinder nicht länger als fünf Minuten weinen lassen sollte.

Klingt ziemlich verrückt, aber irgendwie auch interessant: Eine Amerikanerin hat für ihre Freunde, ein Pärchen, dass nicht selbst Kinder bekommen kann, vier (!) Kinder ausgetragen. Hier gehts zur Reportage in The Atlantic.
Da läuft einem glatt das Wasser im Mund zusammen: Ein Tomatensalat mit Mais-Basilikum-Dressing. Das Rezept findet ihr bei A Cup of Jo. (Und mit der süsslichen Note könnte es auch den Kids schmecken).

Ab dem 7. September könnt ihr mit dem Corona Kinderbonus rechnen. Nur wer ein hohes Einkommen hat, bei dem wird wohl nichts vom Bonus übrig bleiben, da der Bonus mit Kinderfreibeträgen verrechnet wird. Dass der “Corona-Bonus” für die meisten Eltern nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, brauchen wir wohl nicht wirklich zu erwähnen.

Wir schauen schon seit einer Weile immer die Nachrichten mit dem großen Kind, danach gehts dann ab Zähneputzen und ins Bett. Hört sich entspannt an, aber zu jedem Beitrag gibt es gefühlt fünf Fragen, die das Kind hat. Und das ist ja auch toll so! Manchmal kommt man dann aber doch in Erklärungsnöte. Im Moment bezeichnet er jeden, der etwas ungerechtes tut, als …-Schenko (Ja, es fiel auch schon “Mamaschenko”). Der Präsident von Belarus hat Eindruck hinterlassen. Aber wie genau kann man denn bei Wahlen betrügen? Die FAZ hat eine kindgerechte Erklärung für uns. Danke.

In Sachen Kinderzimmerdeko sind Pompoms schon eine Weile ein Trend. Und man kann sie so gut selbst basteln! Hier gibts eine Sammlung an coolen DIYs.

Irgendwie nicht überraschend: Die Kinderbetreuungsquote zwischen Ost und West unterscheidet sich nach wie vor stark. In Ostdeutschland sind über 50 % der unter Dreijährigen betreut, nur in Hamburg, Heidelberg und München werden diese Zahlen auch im Westen erreicht. In der Zeit.

Wir wünschen euch eine gute Woche!

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