Mama Monday – Instagram für Kinder, Geburtendarstellung im Film und Selbsttests

19. April 2021 | in Mama Monday

Während wir sehnsüchtig den Frühsommer erwarten, heißt es auf so vielen anderen Ebenen auch: abwarten und durchhalten. Irgendwann kommt er, der Sommer und mit ihm vielleicht etwas Normalität. So lange machen wir es uns weiterhin gemütlich, lesen, gehen spazieren und verbringen viel Zeit mit der Familie. Hier ist auf jedenfall erstmal etwas Lesestoff für euch!

Ich glaube so eine Petition sollte man in Deutschland auch unbedingt mal starten – nerven euch nicht auch diese “Kinderzeitschriften” mit dem schlimmen Plastikspielzeug, das sowieso sofort kaputt geht und schnell in der Ecke landet? In Großbritannien hat eine zehnjährige eine Kampagne dagegen gestartet. In der SZ.

Darüber, dass Familienrichter in Deutschland teilweise nicht qualifiziert genug sind, um für Kinder sehr weitreichende Entscheidungen zu treffen, haben wir schon öfter berichtet. In zwei Gerichten wurde nun die Maskenpflicht für Kinder in Schule aufgehoben – mit relativ abenteuerlichen Begründungen. Ein Fall von Kompetenzüberschreitung und damit leider nichts Neues. In der Taz.

Herrjeh, für viele Eltern eine Schreckensnachricht: Mark Zuckerberg möchte ein Instagram für Kinder (also für unter 13-Jährige) lancieren. Experten laufen dagegen Sturm: “Der unerbittliche Fokus der Plattform auf Aussehen, Selbstdarstellung und Branding stellt eine Herausforderung für die Privatsphäre und das Wohlbefinden von Jugendlichen dar.” Wir sehen das ganz ähnlich. Natürlich sind viele Kinder eh online, manche nutzen TikTok. Trotzdem gehen wir davon aus, dass so eine App noch mehr Kinder motivieren würde.

Triggerwarnung: Kind stirbt bei der Geburt. Den Netflix-Film “Pieces of a Woman” haben wir euch schon mal ganz vorsichtig empfohlen. Wir finden ihn wirklich gut gemacht, aber eben auch mit einem sehr schweren Thema: Ein junges Paar verliert bei einer Hausgeburt das Kind. Welche Rolle die Hebamme dabei spielt und was realistisch dargestellt wird und was nicht, wird nun in den USA viel diskutiert, seitdem der Film für den Oscar nominiert ist. In der New York Times.

Wieder Mal ein toller Podcast mit Susanne Mierau: “Wie die Kindheit unsere Sexualität prägt” thematisiert welche Auswirkungen die Erziehung und die Beziehung zu den Eltern auf das spätere Erwachsenleben haben. Spannend!

Fasst die ganze Kritik der letzten Wochen gut zusammen: Wie Kinder zu Distanzunterricht oder Selbsttests gezwungen werden, aber die Wirtschaft relativ frei von tatsächlichen Maßnahmen bleibt. Ein Kommentar in der SZ.

Dazu auch in der FAZ: Eine OECD-Studie belegt, dass Kinder zwar am wenigsten betroffen von Covid sind, allerdings weltweit am meisten von Pandemie-Maßnahmen betroffen sind.

Apropos: Letzte Woche gab es einen ziemlich unterirdischen Artikel in der Zeit, in dem es darum ging, dass Eltern bitte nicht so viel jammern sollen in der Corona-Krise (“Ihr seid doch die Erwachsenen”). Wenigstens hat die Zeit (ziemlich kalkuliert würden wir sagen) dann eine Replik veröffentlicht. Warum “Stell-dich-nicht-so-an” glücklicherweise nicht mehr zeitgemäß ist.

Und für alle Kids, die sich nächste Woche in der Schule selbst testen sollen: Vielleicht hilft ein wenig diese Folge der Augsburger Puppenkiste, in der kindgerecht erklärt wird, wie’s geht!

Und jetzt etwas, das schon beim Zugucken Spaß macht: Fingermalkunst mit den Kids! Ein paar Tipps und was ihr braucht erfahrt ihr bei WLKMDYS.

Wir wünschen euch eine gute Woche!

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