Mama Monday – Impfungen für Kinder und Schwangere, Homöopathie und Mütter-Armut

03. May 2021 | in Mama Monday

Normalerweise waren wir im Mai immer schon anbaden – ob das noch was wird? Wir sind nämlich immer noch mit Schal und Mütze unterwegs. Aber es bringt ja auch nichts zu meckern. Ich schwöre ja sonst auf das Konzept der selbsterfüllenden Prophezeiung, leider hat das in der Pandemie bis jetzt nicht so richtig gut funktioniert. Dabei gibt es tatsächlich endlich auch gute Nachrichten: Immer mehr Menschen können in Deutschland geimpft werden, vielleicht sogar bald größere Kinder. Was sonst noch so relevant für Familien in der letzten Woche war, lest ihr hier…

Seit einigen Tagen ist es relativ klar: Studien belegen, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko haben schwer an Covid-19 zu erkranken. Nun gibt es verständlicherweise immer mehr (schwangere) Menschen, die sich eine Impfung wünschen. Noch ist das aber ziemlich unmöglich in Deutschland. Über das “Ringen um den Piks” schreibt die Berliner Zeitung.

BioNTech hat eine Zulassung für ihre Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche bei der europäischen Arzneimittelbehörde beantragt. Ein sehr interessantes Interview dazu hat der Spiegel mit dem Vertreter der Kinder- und Jugendärzte von der STIKO veröffentlicht. Er rechnet damit, dass ab ca. September Jugendliche geimpft werden können, für jüngere Kinder gäbe es (noch) keine gute Studienlage.

Triggerwarnung: Fehlgeburt. In der taz lesen wir, dass jede zehnte Frau mindestens eine Fehlgeburt in ihrem Leben erlebt. Trotzdem gibt es nicht genug Unterstützung: “Etwa 20 Prozent der Frauen litten der Untersuchung zufolge neun Monate nach einer Fehlgeburt an Depressionen oder posttraumatischen Belastungsstörungen.” Viele fühlten sich in ihrer Trauer nicht ernstgenommen.

Gelacht haben wir über diesen kleinen Artikel bei Leitmedium zum Thema Namensgebung.

Vielleicht liegt ja das Magazin “Leben & Erziehen” bei der ein oder dem anderen zu Hause rum. In der April-Ausgabe gab es leider einen recht fragwürdigen Text zum Thema Homöopathie: Evidenz-basierte, wissenschaftliche Angaben, werden dort als Vorurteile bezeichnet und von (…) Homöopathie-ExpertInnen widerlegt. Übermedien hat sich das mal genauer angeschaut: “Wenn aus Fakten Vorurteile werden”.

Über strukturelle Diskrimierung behinderter Menschen und warum die Täter-Opfer-Umkehr in vielen Medien bei der Berichterstattung über die ermordeten Bewohner eines Potsdamer Wohnhauses so problematisch ist, lest ihr bei Kaiserinnenreich und bei Übermedien (“Über den gefährlichen Versuch, Gewalt gegen Menschen mit Behinderung nachvollziehbar zu machen”).

Hinter einer Paywall: Die Zeit erklärt die Zahlen der Geburtenstatistik und erlaubt einen Blick in die Familienplanung der Deutschen.

Auch hinter einer Paywall: Der gute und wichtige Artikel in der SZ von Mareice Kaiser, die nochmal erklärt warum Mutterschaft oft Armut bedeutet.

Deshalb rufen die Autorinnen Caroline Rosales und Anne-Katrin Schade bei Zeit Online zum Streik auf: Ganz nach dem Motto “Wer sich nicht wehrt, verarmt am Herd.”

Wir bleiben beim Thema: Frauen verlangen in Gehaltsverhandlungen oft weniger Geld. Schon bei achtjährigen Mädchen ist laut einer Studie zu beachten: Sie fordern im Schnitt weniger Belohnungen als Jungen.

Es ist Rhabarber-Zeit! Ein Grund zur Freude! Bei Green Kitchen Stories findet ihr verschiedene Rezept für Rhabarber-Crumble und -Kuchen. Auch vegan!

Gegen das Unwissen: Kinder von jüdischem Leben erzählen möchte die Autorin Myriam Halberstam. Im Tagesspiegel. (Paywall)

Wir wünschen euch eine gute erste Mai-Woche!

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