Mama Monday – mit “Gute-Laune-Papas”, unsicheren Lastenrädern und dem Müttergenesungswerk

10. February 2020 | in Mama Monday

Wir haben viel gelesen in unseren Winterferien und wollen euch unsere Fundstücke natürlich nicht vorenthalten. Darunter der Dauerbrenner Mental Load, aber auch ein ziemlich gutes “Musikvideo”, das den Nagel auf den Kopf trifft. Außerdem der bewegende Post einer “Stay at Home Mom” – aber lest selbst:

Warum Väter mehr sein sollten, als der “Gute-Laune-Papa” erklärt ein Familien- und Firmen-Coach im Gespräch mit Deutschlandfunk. (Zum Anhören)

Vor 70 Jahren wurde das Müttergenesungswerk gegründet. Eine kleine Geschichte der Institution und warum sie auch heute noch so wichtig ist, lest ihr in der Süddeutschen.

Die Satire-Show Kroymann können wir wärmstens empfehlen. In der letzten Folge haben wir dieses Video zum Thema “Werbeverbot für Abtreibungen” entdeckt, bei dem einen das Lachen im Halse stecken bleibt.

Ziemlich cooles DIY, das für Frische zu Hause sorgt und zum echten Hingucker wird: A Beautiful Mess zeigt, wie ihr einen “Wand-Garten” selbst basteln könnt.

Der Facebook-Post einer weinenden SAHM (“Stay at home mom”) wurde letzte Woche tausende Male geteilt, denn er sprach so vielen aus dem Herzen. Die wahnsinnige Anstrengung mit einem Kind rund um die Uhr zusammen zu sein, nicht alleine auf Toilette gehen zu können, selbst nicht mal alleine weinen zu können. Der Aufruf endet mit dem Satz: “check in on your SAHM friends….we are NOT okay”

Noch gibt es keine Anschnallpflicht für Kinder im Lastenfahrrad – und auch keinerlei Unfallstudien dazu. Das sollte sich ändern, meint der Sachverständige Dirk Zedler auf Spiegel Online. Dabei sei nach wie vor die größte Gefahr in Deutschland nicht der Fahrradtransport an sich, sondern Verkehrsräume, die nicht für Fahrradfahrer ausgelegt sind.

Es ist verdammt schwer, nicht zu einem perfekten Hausmütterchen mutieren zu wollen, wenn man zum ersten Mal Mutter wird, so dieser Text aus dem Standard. Wir mussten schmunzeln!

Mal wieder eine wunderbare, radikale Frage von Teresa Bücker: Ist es radikal, keine leiblichen Kinder zu wollen? In der Kolumne von letzter Woche stellt sie natürlich auch noch viele weitere gute Fragen, die das Weltbilder der meisten ziemlich durcheinander bringen dürfte. Zum Beispiel: „Warum entscheidet man sich eher gegen Kinder, weil man glaubt, die Belastung sei zu hoch, als nach neuen Familienformen zu schauen, in denen sich mehr als ein oder zwei Erwachsene um Kinder kümmern?“.

Eigentlich ein Skandal: Die Süddeutsche fragt, ob wir die Rechte von Sexualstraftätern über die Rechte von Kindern stellen. Warum? Weil eine in den USA entwickelte Software neue Missbrauchsopfer erkennt und der Polizei meldet, sobald Missbrauchsmaterial hochgeladen wird – und bevor es viral geht, so wurde schon in 55 Ländern die Zeit vom Missbrauch bis zum finden des Opfers um 65% reduziert. In Deutschland kann die Software aus Datenschutzgründen nicht eingesetzt werden.

Warum es nicht darum geht, dass Frauen lernen sollten, Haushaltsaufgaben besser zu delegieren, erklärt Autorin Kirsten Fuchs in ihrem Kommentar bei Deutschlandfunk Kultur.

Wir wünschen euch eine gute Woche!

 

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