Mama Monday – Emotionale Arbeit, Wunschkaiserschnitt vs. natürliche Geburt und Diskrimierung bei Bilingualität

03. December 2018 | in Mama Monday

Wir sind schon mitten in der Adventszeit gelandet und noch drei Wochen bis Weihnachten! Damit ihr gut in den Jahresendspurt kommt, gibt’s hier unseren Mama Monday mit den interessantesten Links der letzten Woche.

Bilingualität bei Kindern, das klingt erstmal ziemlich gut. Leider wird in Kitas und Schulen allerdings unterschieden, zwischen “sexy Expat-Sprachen”, wie Margarete Stokowskischreibt, und weniger erwünschten Sprachen (zb. Türkisch oder Polnisch). Sprachen nach rassistischen Kriterien einzuordnen sei ein Problem, und in Migrantenkindern erstmal Probleme zu sehen, statt Potential und Zukunft auch. Gefunden bei Spiegel Online.

Auch wir haben schon über “emotional labor” und “mental load” geschrieben. Woher der Begriff “emotional labor” eigentlich kommt und was er nicht bedeutet, erfahrt ihr im Interview mit der Soziologin Arlie Hochschild. Nämlich Weihnachtskarten zu schreiben, den Haushalt zu schmeißen, To-Do Listen zu machen, sei keine “emotionale Arbeit”, es sei einfach Arbeit. “Emotional labor” würde diese Arbeit im Diskurs feminisieren. Außerdem sei diese Art der Arbeit nur “emotionale Arbeit”, wenn man seine Gefühle managen müsste, also etwas tut, auf das man eigentlich keine Lust hat, für das man sich verstellen muss. Warum es wichtig ist, Begrifflichkeiten genau zu unterscheiden lest ihr bei The Atlantic: “There’s a fantasy that equity will be a solution. I’m adding a concern about why things don’t feel fun for both of them. I think we need the clarity of an important conversation about what are the circumstances that make family life so hard.”

Caroline Rosales schreibt in der Zeit über ihren Wunschkaiserschnitt und den Druck ihrer Umwelt “natürlich zu gebären”. Dabei müsse auch bei natürlichen Geburten besser aufgeklärt werden, “”Bei Kaiserschnitten sind wir als Mediziner verpflichtet, die Patientin über alle Risiken aufzuklären, auch über das Risiko des Todes, bei natürlichen Geburten werden alle Risiken in Kauf genommen und als natürlich bezeichnet” sagt Wolfgang Henrich, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité. Carolines Plädoyer für mehr Toleranz lest ihr hier und: auch Kaiserschnittgeburten können schöne Erlebnisse sein.

Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sucht für die Teilnahme an einer Studie zur postpartalen Depression, Frauen, die in den letzten 3 Wochen bis 6 Monaten Mutter geworden sind. Auch Mütter, die nicht unter Niedergeschlagenheit leiden, sind eingeladen teilzunehmen (und das geht unkompliziert von Zuhause aus). Meldet euch hier: ppd.unibonn@gmx.de

Interessantes Projekt: An der Naturschule hier in Berlin, fahren Kids an zwei Tagen der Woche in den Wald, statt ins Klassenzimmer. Der Unterricht findet klassenübergreifend statt, die Kinder bekommen viel Bewegung, statt Zensuren “Leistungszeugnisse”, viel Aufmerksamkeit und können individuell gefördert werden. Wie gut ihnen der Wald tut, seht ihr im Zeit Online Video.

Was für ein Marathon es ist abzupumpen, um seinem Baby trotz Erwerbstätigkeit das “flüssige Gold” ermöglichen zu können, schreibt eine Autorin in der Washington Post. Und über die Angst und den Stress, die damit verbunden sind.

 

Kommentare