Mama Monday – digitale Medien, Familienhörbücher als Erinnerung und Überlastung bei Müttern

22. November 2021 | in Mama Monday

Hattet ihr ein schönes Wochenende? Bei uns ist -stand heute- noch niemand in Quarantäne und trotzdem waren wir hauptsächlich drinnen. Haben sogar etwas gebastelt, ein wenig gebacken – wäre da nicht auch eine Menge Netflix Kids gelaufen, hätten wir beinahe ein Insta-taugliches Wochenende gehabt! Links haben wir aber natürlich auch gesammelt. Hier lest ihr, was wir letzte Woche alles spannend und wichtig fanden!

Sollte man als Eltern immer das Glück des eigenen Kindes als Ziel vor sich haben? Die Psychologin Dr. Becky glaubt das nicht richtig. Ein sehr ausführliches und tiefgründiges Interview mit ihr haben wir in der New York Times gelesen.

Dieses Interview richtet sich nicht direkt an Eltern und trotzdem lesen wir dort viel Spannendes zum Thema digitale Medien: Es mache überhaupt keinen Sinn diese per se zu verteufeln und auch Schlagzeilen wie “digitales Dauersurfen macht dumm”, stimmen so nicht, sagt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner. In der Brandeins.

Warum entscheiden sich Mütter, nach der Geburt ihrer Kinder zu Hause zu bleiben? Drei Frauen erzählen. In der Zeit hinter einer Paywall.

Sehr gut: Die Sesamstraße wird diverser! Seit Kurzem gibt es nun die Figur Ji-Young, ein US-amerikanisch-koreanisches Mädchen.  In der taz.

Einen interessanten wissenschaftlichen Artikel zum Thema Covid-Impfungen bei Kindern haben wir in Science gelesen: “Although it is true that most children experience asymptomatic or mild disease, some will get quite sick, and a small number will die. It’s why children are vaccinated against influenza, meningitis, chickenpox, and hepatitis—none of which, even before vaccines were available, killed as many as SARS-CoV-2 per year.” In Science und auf Englisch.

Falls ihr öfter mal am diskutieren seid: Im Deutschlandfunk werden fünf Missverständnisse rund ums Impfen kurz und knapp aufgeklärt.

Ging jetzt öfter mal durch die Medien: Der Grund für (unter vielen anderen) die große “Impfskeptik” in Deutschland sei auch eine weitverbreitete anthroposophische Philosophie. Ein Spiegel-Autor erzählt aus seiner Zeit in der Walddorf-Schule.

Weihnachtsgebäck, das nicht gebacken wird und tatsächlich gute Nährwerte hat, haben wir bei OhhhMhhh gefunden: Die Rudolph-Knusperbällchen. Yum.

Wenn Eltern sterben und heranwachsende Kinder hinterlassen ist das traurig. Das Projekt Familienhörbücher nimmt die Lebensgeschichte der Palliativpatienten in mehreren Stunden auf – ein Erinnerungsschatz für die Kinder. Deutschlandfunk Kultur.

Ein ausführliches Interview mit Wolfgang Henrich, dem Direktor der Charité-Geburtsklinik über ungeimpfte Covid-kranke Schwangere haben wir in der Zeit gelesen. Denn es mehreren sich schwere Verläufe bei auch jungen und gesunden Schwangeren, es gäbe Frühchen, deren Mütter sterben. Dabei: “Es gibt auch international keine Hinweise auf Fehlbildungen, Wachstumsverzögerungen, Komplikationen bei der Geburt oder andere negativen Folgen einer Impfung. Was wir aber zunehmend haben, sind lebensbedrohlich kranke Schwangere, die ihre Kinder verlieren oder Frühgeburten haben. Und Frauen, die dauerhaft beeinträchtigt sein werden, wenn sie überleben” (Paywall)

Leider auch Paywall: Frauen bekommen im Netz mehr Hass ab als Männer – vor allem Momfluencer, bei denen die Hasskommentare oft von anderen Frauen kommen. Grund sei internalisierte Misogynie, schreibt Zeit-Autorin Michèle Loetzner. 

Frauen sind selbst schuld wenn sie überlastet sind, dann sollten sie halt nicht so perfektionistisch sein und sich mal locker machen! So etwas hört man oft, wenn auch manchmal eher subtil. Warum das Quatsch ist und Frauen eher angespannt sind, weil der Alltag “so auf Kante genäht ist” erklärt Das Nuf.

Wir übertragen die eigene Körperwahrnehmung oft auf unsere Kinder, wie man das vermeiden kann steht im Interview mit der Ernährungswissenschaftlerin Antje Hebestreit.

Ein wirklich lustiger Text mit ernstem Inhalt darüber, wie absurd es ist, dass es in den USA keine Elternzeit gibt. In der New York Times.

Wir wünschen euch eine gute Woche!

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