Mama Monday – der umstrittene Kristeller-Handgriff, die Angst der weißen Mittelschicht und ein erhöhtes Depressionsrisiko bei Müttern

02. September 2019 | in Mama Monday

Der erste Mama Monday im September – so schnell kann es gehen. Wir haben viel Lesestoff für euch, etwas zum Nachdenken, zum Aufregen und Anregen. Viel Spaß!

Eine Pressemitteilung, die die meisten wohl leider nicht überraschen wird: “Elterngeld und Elterngeld Plus: Gleichmäßige Aufteilung zwischen Müttern und Vätern nach wie vor in weiter Ferne”. Über die Gründe, die Väter angeben und genaueres zur Studie lest hier.

Auch wir haben uns ja ob der Einschulung unserer Kinder viele Gedanken zum Schulranzen gemacht. Das leichteste Modell gewählt und Designs, die eher den Kids gefallen als uns Eltern. Die Marke Kundschafter aus Berlin sieht das anders und stellt schöne Ranzen im Vintage-Look her, ohne Herzen und Blinkblink. Die sympathische Story der Gründer lest ihr in der SZ.

Man hört es immer wieder, wenn Kita-Eltern über Grundschulen in Berlin sprechen. “Da auf gar keinen Fall!” Es gibt auch Eltern, die deshalb extra noch mal umziehen. Mareice Kaiser spricht es mal wieder aus bzw. an: Bei vielen Eltern heißt ein hoher Anteil an Kindern mit Nicht-Deutscher-Herkunftssprache automatisch schlechtere Bildungsmöglichkeiten. Dabei spielt bei solchen Annahmen nicht nur Rassismus eine Rolle, sondern auch die spezielle Angst der weißen Mittelschicht. Sehr lesenswert!

Warum wird der Kristeller-Handgriff eigentlich immer noch angewendet? Gerade wenn es um Gewalt in der Geburtshilfe geht, ist oft die Rede vom “Kristellern”. In der FAZ lest ihr den spannenden Artikel “Der sinnlos malträtierte Bauch.” Auch die WHO rät von dieser Technik übrigens ab. Und: Bis heute gibt es keine Statistiken zu der Methode, da die Anwendung nicht dokumentiert wird.

Auch wir hören ab und zu mal Radio Teddy. Gezwungenermaßen und eher in Notfällen. Vor Kurzem gab es dort Wahlwerbung der AFD zu hören. Wie bitte? Wahlwerbung auf einem Kindersender und dann auch noch von der AFD? Alu von Grosseköpfe hat sich dazu Gedanken gemacht.

Warum Mütter ein erhöhtes Risiko haben, an Depressionen zu erkranken, erklärt Euronews. Besonders lange Pausen vom Arbeitsleben (wegen mehrmaliger Elternzeit zum Beispiel) und das Gefühl allein-gelassen zu sein, verstärke die Tendenz zu Depressionen. Oft wird das Problem dann individualisiert: Die Situation sei eben besonders, der Mann hätte gerade so ein wichtiges Projekt und könne eben nicht anders, etc.

Dabei können durchaus beide Elternteile Karriere machen. Wie “Power-Couples” das hinbekommen können, steht im Harvard Business Review.

Wir wünschen euch eine schöne Woche!

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