Mama Monday – Abgrenzung unter Müttern, Sexualisierung von Kindern weltweit und Geburtshilfe in Deutschland

24. February 2020 | in Mama Monday

Wir sind in der letzten Februar-Woche, der Frühling scheint zum Greifen nah und das Jahr hat schon richtig Fahrt aufgenommen. Alles was uns letzte Woche bewegt, aufgeregt oder Freude bereitet hat – findet ihr in unseren Lieblingslinks.

Die NYT Parenting schreibt über verschiedene Studien, bei denen herauskam, dass Paare bei denen die Väter Elternzeit nahmen sich weniger trennen als Paare, in denen nur die Mutter mit dem Baby zu Hause blieb (und diese Väter auch eine bessere Beziehung zu ihren Kindern hatten). Wir glauben ja persönlich auch, dass in vielen Fällen der Schlüssel zu einer funktionieren Beziehung auch das wirklich gemeinsame Betreuen der Kinder ist, zumindest zeitweise. Denn: Noch Jahre nach der Elternzeit wirke sich diese positiv auf die familiäre Situation aus. Der Grund, warum viele Väter in den USA trotzdem keine Elternzeit nehmen, selbst wenn es ihnen möglich wäre: ““Men who take paternity leave do tend to be stigmatized and viewed as less committed employees,”. Kommt uns bekannt vor.

Teresa Bücker hat mal wieder einen wirklich gut recherchierten Text in der Zeit geschrieben: Es geht um die Welle, die vor einigen Tagen um das Wehen-auslösende Mittel Cytotec gemacht hatte, dass für diesen Zweck gar nicht zugelassen ist. Das wirkliche Problem liege ganz woanders und ist viel komplexer. Warum werden überhaupt so viele Geburten eingeleitet? Ist das Sicherheitsrisiko wirklich Cytotec oder liegt es viel mehr am Personalmangel?

Lange ist es nicht mehr bis Ostern. Man kann also ruhig schon mal anfangen mit Oster-DIYs. Die coolsten Ideen hat natürlich Andrea von We Like Mondays: Wahnsinnig schicke Ostereier, süße Papierhasen, Osterkörbe und Wanddeko.

Manche Dinge kann man nicht ungesehen machen. Beziehungsweise nicht “ungelesen” machen. Dieser Artikel aus der Emotion zum Beispiel (und erweitert dann auch das Buch, das sie empfiehlt). Es geht um den sogenannten Gender Data Gap – das unsere Welt für Männer gemacht wurde, und Frauen (-körper oder -bedürfnisse) darin nicht berücksichtigt werden.

Vor einigen Jahren mussten wir auch schon mal los werden, warum wir ein Problem mit Begriffen wie “Powerfrau” oder auch “Mompreneur” haben. Nike von This Is Jane Wayne rollt das Thema noch mal von einer anderen Seite auf. Darin geht es um den gesellschaftlichen Ausschluss und Abgrenzungen von und zwischen so vielen Lebensmodellen, die keine “instagramibility” haben: “Der charmante Versuch, Frauen mitsamt ihren sehr individuellen Lebensrealitäten durch „Etiketten“ sichtbar(er) zu machen, führt am Ende mitunter zum Verschwinden etlicher wunderschöner Zwischennuancen. Dazu, dass jene, für die derzeit (noch) keine hippe Schublade vorgesehen ist, verbal und emotional über die Klippe gejagt, ja ausgeschlossen werden.”

Achtung, hier wird’s sehr “real”: Edition F zeigt eine Auswahl der beeindruckensten Geburtsfotos auf dem aktuellem Jahr.

Im Online Economist tauchte ein Artikel aus 2018 auf, den wir euch trotzdem an Herz legen. Es geht um die Sexualisierung von Kindern in den verschiedenen Kulturen. Der Artikel fast verschiedene Studien zusammen, gut schneiden dabei Dänemark und die Niederlande ab, das Schlusslicht bildet Japan, in denen vor allem junge Mädchen als Sex-Objekte gelten und häufig als “sich-ihrer-Sexualität-bewusst” dargestellt werden. Was die verschiedenen Ländern weltweit unternehmen (oder eben nicht) um der Sexualisierung von Kindern entgegen zu wirken lest ihr im Artikel (kostenlos, aber man muss sich mit E-Mailadresse anmelden).

Wir wünschen euch eine tolle Woche!

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