Kleine, süße Käsefüße

24. July 2014 | in Familie | Muttergefühle

Processed with VSCOcam with b1 presetWas ich am meisten an Xaver liebe? Sein Lachen, seine Kuscheleinheiten, seine großen, ehrlichen Augen, seinen (jetzt schon unschlagbaren) Humor, und: seine Füße! Seit er auf der Welt ist gibt es nichts, was so oft fotografiert und bewundert wurde wie diese kleinen Dinger. So mini. Die kleinen Zehen! Mindestens ein Mal täglich muss ich da reinbeißen, weil die einfach zum Reinbeißen sind.

Xaver hat Papas Füße geerbt, das findet dieser schlimm, ich nicht. Ein bisschen krumm sind seine Zehen, aber so süß! Und so weich! So wie die Fußsohlen…. Am Anfang haben sie noch nicht mal meine Handinnflächen ausgefüllt, jetzt sind sie schon richtig groß. Ganz am Anfang waren sie auch richtig runzelig, dann wurden sie immer weicher.

Geliebter, kleiner Käsefuß

Und in den ersten Wochen rochen sie auch noch wundervoll, ziemlich schnell waren die Füßchen dann aber auch schon kleine Käsefüße. Sie rochen nach Fuß. Auch Xavers kleine Schühchen riechen jetzt schon immer mehr so, wie Schuhe eben riechen. Als dauerverliebte Mama finde ich das nicht eklig, nur entzückend, ist ja klar.

Die Füßchen. Sie hatten nie auch nur einen Hauch Hornhaut. So weich, so zart. Irgendwie waren sie der Inbegriff von Xavers Unschuld. Die kleinen Zehen krümmten sich fleißig, der affen-mäßige Klammergriff war noch bis vor kurzem deutlich zu erkennen.

Und jetzt? Jetzt laufen die Füße durch die Wohnung. Patsch, patsch, patsch. Sie krümmen sich nicht mehr so oft. Die Nägel sind immer ein bisschen dreckig und krumm geschnitten, weil er das Nagelschneiden so abscheulich findet und wir es nicht besser hinbekommen. Die Fußsohlen sind auch dreckig. Müssen wir jeden Abend waschen. Noch sind seine Füße dick, süß und speckig. Aber auch das wird nicht mehr lange so bleiben.

Mama-Wehmut – von Kopf bis Fuß

Noch krallen sich kleine, nackte Babyfüße in meinen Oberschenkel, wenn wir in Löffelchen-Stellung im Bett liegen. Bald, schon sehr bald aber werden diese Baby-Füßchen Jungs-Füße sein. Sie werden nicht mehr so weich sein, sie werden immer mehr nach Käse stinken, mehr und mehr. Sie werden wachsen, bis sie bald größer sein werden als meine eigenen (sehr kleinen, ich habe 37) Füße. Sie werden irgendwann in großen, ausgelatschten, ekligen Teenager-Sneakern stecken. Und ich werde mir nicht mal mehr vorstellen können, dass ich mal so in diese Füße vernarrt war.

Wenn man doch nur manchmal die Zeit anhalten könnte! Sich diese magischen Momente mit einem kleinen Baby, und vor allem diese zuckersüßen Füßchen behalten könnte. Aber wenn man das könnte, dann wäre das alles ja auch nicht so magisch. Es hilft mal wieder nur: den Moment genießen. Abdrücke machen. Und ganz viel in die Füßchen beißen. Solange er mich noch lässt!

PS: Auf dem Foto sind die Füßchen 4 Tage alt <3

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