Kids & Kimchi

13. November 2014 | in Ernährung | Food & Beauty
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Mhm, Kimchi. Als ich es das erste Mal probierte dachte ich, Hilfe was ist das?! Beim zweiten Mal war ich dann schon süchtig. Kimchi ist ziemlich schnell ganz oben auf meiner Liste der liebsten scharfen Gerichte gelandet. In der Schwangerschaft wurde mir dann geraten, dass ich, um des Babys willen, jetzt besser damit aufhören sollte. Ähnliche Ratschläge gingen weiter, als es um’s Stillen ging: Bloß nichts Scharfes oder gar Zwiebeln oder Knoblauch, dem Kind könnte die Milch nicht schmecken! Die selbe, ich nenne es mal provokativ “German Angst”, setzt sich fort, wenn das Kind selbst essen kann: “Achtung, Achtung, da ist etwas Scharfes drin!”, hört man manchmal panische Mütter. Aber irgendwie scheint es meinen Sohn nicht zu stören, wenn er vom Curry probiert oder dem scharf gewürzten Glasnudelsalat. Wie ist das denn mit den Kids und Kimchi? Vielleicht am Ende gar nicht so schlimm?

Natürlich würde ich ihm keine Jalapeño anbieten oder sein Essen mit Tabasco – Soße abschmecken. Aber vielleicht können sich Kinder auch an etwas pikantere Gerichte gewöhnen und bei einem kann ich sicher sein: Wenn es Junio nicht schmeckt, dann isst er es auch nicht.

 

kimchikimchi

Kimchi ist mit seinen vielen Vitaminen, Ballastoffen und Mineralien auch unheimlich gesund. Aber: Es ist ein Gericht das alle angeblichen No-Gos in Schwangerschaft und Stillzeit vereint: Chilis, Knoblauch, Kohl und manchmal sogar Frühlingszwiebeln. Da fragen wir mal nach, dachte ich und musste an Young-Mi Park-Snowden denken, Gründerin und Inhaberin meines koreanischen Lieblingsrestaurants, Kimchi Princess in Berlin.

Liebe Young-Mi, wie machen das die koreanischen Frauen? Essen sie weiterhin Kimchi, auch in der Schwangerschaft und Stillzeit?

Soweit ich weiß, essen die meisten weiterhin ganz normal Kimchi, wie ich es auch getan habe. Ich fand es immer ganz logisch, dass das Kind im Mutterleib ja schon über die Nahrung der Mutter an die Speisen gewöhnt wird, um sie dann auch später besser vertragen zu können.

Keine Ahnung, ob es dann später daran gelegen hat, dass meine Tochter Mina Coco trotz meines Kimchi -Konsums nie unter Koliken oder Verdauungsbeschwerden litt.

 

Und, die Kleinen? Essen die das normale Kimchi mit oder gibt es abgemilderte Formen?

Das normale Kimchi ist auch für koreanische Kinder meistens noch zu scharf, aber zum Glück gibt es ja über hundert verschiedene Kimchi-Sorten, wie auch z.B das Mul Kimchi (das heißt übersetzt Wasser Kimchi). Es ist nicht scharf mariniert, sondern in einer süsslichen-säuerlichen Lake eingelegt, sodass das Gemüse sehr knackig und frisch schmeckt und besonders in den heißen Sommermonaten sehr beliebt ist.

Isst deine Tochter Kimchi? Wenn ja, seit wann?

Leider noch nicht… Ich versuche ihr oft welches unterzujubeln, aber immer noch ohne Erfolg 😉
Nächste Woche fliegen wir nach Seoul und dann entdeckt sie hoffentlich dort ihr Lieblingskimchi!

Danke Young-Mi, wir drücken die Daumen!

Wer jetzt mal im Kimchi Princess vorbei schauen will, findet hier alle Informationen. Übrigens: Richtig gutes koreanisches Streetfood (ein Burger mit Kimchi, oh jaaaa!), gibt’s dort um die Ecke bei Angry Chicken. YUM.

Ein Rezept für Familienfreundliches Kimchi findet ihr zum Beispiel hier.

Ich habe Junio mal ein Stück Kimchi zum Probieren gegeben, seine Reaktion war ähnlich zu ihrer (er hat nicht geweint! :):

Titelbild: Linus Ma

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