Little Tipps: Hausmittelchen bei Husten und Schnupfen

23. January 2018 | in Alltag | Familie | Food & Beauty

Ich weiß nicht, wie oft wir in Xavers erstem und zweiten Winter beim Arzt waren. Viele Male auf jeden Fall. Der arme Junge hatte so einen schrecklichen Husten, vor allem nachts. Tagsüber war er fit, aber wir machten uns dennoch Sorgen. Jedes Mal aufs Neue schickte uns der Arzt wieder nach Hause. Sagte: Ist nicht so schlimm, wie es klingt. Thymiantee und Zwiebelsaft. 10 bis 12 Infekte pro Jahr, alles im Rahmen. Jetzt mache ich das Ganze mit Quinn noch mal durch und gehe natürlich entsprechend seltener zum Arzt (im Zweifelsfall holt man sich schließlich im Wartezimmer wirklich etwas Schlimmeres!).

Der erste Kita-Winter hat es wirklich in sich, manche sind fast nur zu Hause. Bei mir sind beide Kinder – zum Glück – recht hart im Nehmen, wirklich krank sind sie selten, aber Husten- und Schnupfen-Phasen hatten auch wir diesen Winter schon zur Genüge.

Weil ich immer wieder von Freundinnen gefragt werde, was man machen kann, um nicht tatenlos daneben zu stehen, wenn das Kind sich (gefühlt) die Seele aus dem Leib hustet und vor allem, wie man die harten Nächte etwas besser gestalten kann, habe ich hier mal meine Hausmittelchen-Tipps aufgeschrieben. Auf die schwöre ich seit Jahren und ein bisschen was hilft es immer. Ja, bei Quinn haben wir den letzten Husten sogar tatsächlich nur mit Thymian und Zwiebel komplett wegbekommen.

Denn es gibt auch nicht wirklich eine andere Option als Hausmittelchen, zumindest ist das meine Erfahrung. Es gibt Kinder-Hustensaft (z.B. Monopax), aber der Zwiebelsaft wirkte bei uns immer besser. Es gibt Inhalier-Geräte, die sind auch gut, aber die “Thymian-Sauna” (so nennt es mein Freund) hat bei uns auch immer gute Dienste geleistet.

Hier also eine unvollständige Liste der Hausmittlechen, die ich je ausprobiert habe:

Thymian! 

Thymian wirkt schleimlösend und erleichtert das Abhusten von Sekret. Vor allem wenn der Husten noch trocken ist, kann Thymian wahre Wunder bewirken.

Man kann ihn trinken, z.B. indem man einen Thymian-Tee kocht und diesen schön süßt (Achtung: Honig erst ab einem Jahr!). Meine Erfahrung ist, dass frischer oder getrockneter Thymian in rauhen Mengen direkt gekocht viel besser wirkt, als der Tee aus den Beuteln. Oder man verdünnt Thymian-Essenz aus dem Bioladen mit ganz viel heißem Wasser.

Ich habe außerdem schon oft einen großen Topf Thymian-Tee gekocht und einfach ins Zimmer gestellt, am besten direkt neben das Bett, sodass die Kinder schön viel Dampf abbekommen. Außerdem habe ich immer nasse Handtücher auf die Heizung gelegt, um es schön feucht zu bekommen, man kann die Tücher gar in Thymiantee tränken, so bekommt man die berühmte “Thymian-Sauna”.

Es gibt von Ingeborg Stadelmann einen Thymian Myrte Balsam, den ich seit meiner ersten Schwangerschaft schon mehrere Mal nachgekauft habe. Einfach die Brust, den Rücken und auch die Füße (meine Mama hat das früher immer bei mir gemacht, keine Ahnung, aber ich glaube dran!) damit einschmieren.

Ein Rezept für Thymiansaft zum Selbstmachen hat Rebecca übrigens mal vorgestellt, und auch eines für einen Thymian-Balsam. Ist weniger aufwendig, als man denkt!

Zwiebeln…

Zwiebeln sind wahre Wundermittel. Sie helfen nicht nur bei Wespenstichen, sondern auch bei Erkältungen und Ohrenentzündungen. Denn sie wirken desinfizierend und entzündungshemmend, und eben auch schleim- und krampflösend.

Wir bereiten immer Zwiebelsaft zu, wenn die Kids erkältet sind, das geht so: Zwiebel klein schneiden und in ein Schraubglas füllen, Honig (oder vor einem Jahr: Zucker) drauf und über Nacht stehen lassen. Am nächsten Morgen hat sich ein Sud gebildet, den man den Kindern auf einem Löffel geben kann, oder mit einer Dosierspritze, die man z.B. mit Fiebersaft mitgeliefert bekommt. Schmeckt so mittel, aber bei den meisten funktioniert es. Danach stinken die Kids auch ein bisschen, aber es wirkt wirklich und dafür nimmt man das gerne in Kauf.

Wir haben auch schon oft eine halbe Zwiebel auf einem Küchenhandtuch ins Kinderbett gelegt, wenn die Kinder krank waren. Auch darauf schwören viele. Hier kann ich keine weltbewegenden Ergebnisse vorweisen, aber schaden tut es sicher auch nicht.

Gegen die Rotznase:

Wenn die Kinder doch früher lernen würden zu schneuzen, oder? Leider dauert es ein Weilchen, bis sie das können. Bis dahin kann man mit Nasensaugern experimentieren, die klassischen Pump-Sauger aus dem Drogeriemarkt haben nur bei mir nie wirklich funktioniert. Es gibt auch Nasensauger, die man am Staubsauger befestigen kann, habe ich nie probiert, weil es mir immer zu krass klang und ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich das hinbekomme. Aber man hört viel Gutes, also wer weiß?

Ich habe in der Baby-Zeit auf Muttermilch gesetzt, einfch mit einer Pipette (die bekommt man in der Apotheke) ein paar Tröpfchen in die Nase rein.

Und später auf die Säuglings-Nasentropfen, soll man natürlich nich zu oft machen!

Außerdem liebe ich Engelwurzbalsam, der lindert den Druck auf den Nebenhöhlen spürbar, ich benutze ihn selbst auch, wenn ich erkältet bin. Auch Anisbutter wirkt Wunder, kann man nicht nur auf die Nasenflügel, sondern auch direkt unter die Nasenlöcher auftragen. Gibt es beides in gut sortierten Apotheken.

Und sonst?

Manuka- und Fenchelhonig sollen Top-Immun-Booster sein (auch wieder: nicht vor einem Jahr!), wir lassen Xaver oft “Honig kullern”, also er lässt es den Hals herunterlaufen. Das liebt er, weil’s süß ist und Spaß macht und seinem Immunsystem tut es gut.

Viel trinken!! Am besten den ganzen Tag und ich finde, wenn die Kinder krank sind, darf es auch mal gesüßter Kinderhustentee sein. Hauptsache, da kommt viel Flüssigkeit rein.

Gesund essen, viel Obst und Gemüse, viel frische Luft (mit fiebrigen Kindern soll man allerdings nicht rausgehen).

Und viel viel Kuscheln. Unsere Kinder wohnen quasi auf uns drauf, wenn sie krank sind und ich habe wirklich das Gefühl, dass Elternliebe und Kuschel-Einheiten sehr heilend wirken.

Plus: Ich würde mich trotzdem auch immer wieder rückversichern, und einen Arzt aufsuchen. Vor allem, wenn der Husten lange trocken bleibt und natürlich, wenn das Kind länger als zwei/drei Tage fiebert. Einfach um so etwas wie Keuchhusten oder Pseudo-Krupp, oder andere Krankheiten auszuschließen.

Habt ihr auch noch Hausmittelchen als Ergänzung?

Gute Besserung! Kommt gut durch den Winter!! (ein bisschen haben wir ja noch…)

husten

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