Gründer-Mums: Carmen und Liz von Löwenzahn

10. July 2018 | in Karriere
– Hinweis: Anzeige aufgrund von Markennennung –

Als wir Liz zum ersten Mal trafen, hatte sie ihren kleinen Sohn im Kinderwagen dabei. Es wurde ein super Business-Gespräch, wir merkten sofort, dass Liz und ihre Partnerin Carmen “Löwenzahn Organics” sehr professionell aufziehen wollten, merkten ihre Erfahrung und dass sie genau wusste, wohin die Reise gehen sollte. Auf der anderen Seite sah Liz bei diesem Treffen auch genau so aus, wie man eben manchmal aussieht als Mutter im ersten Jahr. Ein bisschen müde! Sie schien das gar nicht verstecken zu wollen. Genauso wenig, wie ihren Sohn, der das Treffen durchaus auch diktierte, immer wieder dazwischenfunkte. Wie toll! Mittlerweile ist Löwenzahn Organics in aller Munde, es gibt die Breie und die Babymilch in fast allen Drogerie- und Bio-Märkten. Liz’ Sohn ist mittlerweile aus dem Gröbsten raus, dafür hat Carmen noch mal nachgelegt. Die beiden sind also wirklich Musterbeispiele, wenn es um Kind und Karriere geht. Ein Unternehmen gründen mit lauter Kleinkindern – geht das denn? Wir haben nachgefragt:

Woher kennt ihr euch und wann kam die Idee, gemeinsam zu gründen?

Liz: Wir wurden einander – zum Glück – über gemeinsame Bekannte vorgestellt. Uns verbindet, dass wir beide Mütter sind und uns das Thema „gesund und lecker Essen mit der ganzen Familie“ sehr wichtig ist. Wir waren uns direkt sympathisch, daher haben wir uns kurzerhand zusammengetan und Löwenzahn Organics gegründet – aus dem Wunsch heraus, hochwertige ökologische Nahrung für Babys anzubieten.

Ihr habt von Anfang an sehr professionell gearbeitet, hattet ihr einen Investor und hattet ihr bereits Business-Erfahrung?

Carmen: Vielen Dank für das Kompliment! Wir haben natürlich unsere eigene langjährige Berufserfahrung mit eingebracht – wir hatten aber zum Glück von Anfang an auch tolle Investoren mit an Board, die uns nicht nur finanziell, sondern auch mit ihrem Wissen unterstützt haben. Biologische Babynahrung ist ein sehr komplexer Bereich, gerade wenn man viel Wert auf entsprechende Zertifizierungen, nachvollziehbare Produktionsprozesse und beste Qualität legt. Da hat es natürlich geholfen, dass wir vorher schon in großen Unternehmen gearbeitet haben und uns mit Marketing, Businessplänen und Co. auskannten – aber die Baby Care Branche war für uns beide Neuland.

Was habt ihr denn vorher gemacht?

Carmen: Ich habe für eine Mexikanische Zement-Firma gearbeitet und das europäische Business für sie mit aufgebaut. Dafür habe ich einige Zeit in Frankreich gelebt. Danach bin ich in den USA zur Business School gegangen, bevor ich der Liebe wegen nach Deutschland gezogen bin.

Liz: Ich habe erst in Australien und dann in London für verschiedene Unternehmen im Bereich Marketing und Werbung gearbeitet – in Deutschland zuletzt für Delivery Hero.

Wie lange hat es von der Idee bis zum Endprodukt gedauert und welche Hürden gab es?

Liz: Von der ersten Idee bis zum finalen Löwenzahn Organics Produkt im Regal hat es rund 1,5 Jahre gedauert. Und um ganz ehrlich zu sein, das waren spannende, tolle, aber auch herausfordernde Monate. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, ist Babynahrung – vor allem Babymilchnahrung – mit vielen Auflagen verbunden. Das ist natürlich gut so, denn es gibt dem Endverbraucher ganz wichtige Sicherheit bei seinen Kaufentscheidungen, aber für uns hat es am Anfang sehr viel Testen, Lernen und Probieren bedeutet. Vor allem die Suche nach Partnern und Zulieferern, die unsere Vision von rückverfolgbaren, ökologischen Produkten teilen, war nicht einfach – aber die Mühe Wert. Wir arbeiten jetzt mit tollen Menschen und Firmen zusammen!

Viele haben Ideen, doch es hapert an der Umsetzung. Habt ihr einen Tipp, wie man seine Ideen umsetzt?

Liz: Es klingt abgedroschen, aber es ist wahr: einfach machen! Denn aller Anfang ist gar nicht so schwer, wie oft gesagt wird – wenn man eine Vision hat und sich Verbündete sucht. Wir unterstützen uns nicht nur gegenseitig, sondern haben auch ein tolles Team um uns herum, dass unsere Vision teilt und mit viel Herzblut gemeinsam mit uns arbeitet. Außerdem bekommen wir auch viel Zuspruch und Rückhalt aus unseren Familien – vor allem, wenn es mal schwieriger wird.

Ihr seid beide Mütter. Wie bekommt ihr das mit der „Vereinbarkeit“ hin? Liz hat sogar mitten in der heißen Phase ein Baby bekommen. Liz, wie machst du das? Hattest du Hilfe mit der Betreuung, wann hast du Zeit zu arbeiten?

Liz: Ehrlich gesagt fühlt es sich oft so an, als würde ich es gar nicht so gut hinbekommen. Es gibt Tage und Wochen, da habe ich das Gefühl, irgendetwas kommt immer zu kurz und ich würde mich am liebsten klonen. Ein Glück kann ich voll und ganz auf die Unterstützung meines Mannes zählen – an dieser Stelle ein riesengroßes Dank an dich, Julian! Darüber hinaus nehmen wir auch die Unterstützung von Babysittern in Anspruch und haben wundervolle Großeltern in der gleichen Stadt, die gerne viel Zeit mit ihren Enkeln verbringen. Aber natürlich spielt es auch eine große Rolle, dass wir uns bei Löwenzahn Organics ein sehr familienfreundliches Arbeitsumfeld geschaffen haben. Als Mütter haben wir beide viel Verständnis für Kita-Schließtage, krankheitsbedingte Ausfälle und Arbeitszeiten außerhalb von „nine to five“. Meetings mit Baby auf dem Arm oder Bastelstunde im Büro gehören zum Arbeitsalltag dazu – genauso wie viel Planung und Organisation, beruflich wie privat. Natürlich wird es manchmal an allen Fronten etwas chaotisch, aber im Team bekommen wir zum Glück alles super hin. Wir wissen, wie dankbar wir für dieses flexible und kinderfreundliche Arbeitsumfeld sein können und würden uns für die Zukunft wünschen, dass sich der Arbeitsmarkt mehr auf die Bedürfnisse von Eltern einstellt.

Carmen, auch du hast jetzt noch mal ein Baby bekommen – wie läuft das?

Carmen: Obwohl meine Kinder mit 3 und 5 Jahren keine Babys mehr waren, als wir Löwenzahn Organics gegründet haben, war es doch auf eine andere Art und Weise herausfordernd. Ich denke, jedes Alter und jede Entwicklungsstufe bringt neue Aufgaben mit sich, an denen man als Familie gemeinsam wächst. Zum Beispiel ist meine älteste Tochter Maria kurz nach der Gründung in die Schule gekommen – das war ein großer Schritt und sie hat mich als Mutter in dieser Zeit viel gebraucht. Jetzt mit Baby ist natürlich noch mal alles ganz anders: es ist wunderschön wieder ein Baby Zuhause zu haben, aber gerade beruflich ist es gar nicht so leicht, alles unter einen Hut zu bekommen. Johann kommt mit ins Büro, seitdem er wenige Wochen alt ist. Natürlich nicht Vollzeit und abgestimmt auf seine Bedürfnisse – aber wir haben – wie gesagt – wirklich ein tolles Team was viel Rücksicht nimmt und mir den Rücken frei hält. Besser kurze Meetings oder Termine, in denen auch Mal ein Baby quengelt, als gar nicht weiter zu machen. Wir grooven uns von Woche zu Woche sowohl mit der Familie als auch mit dem Löwenzahn Team immer besser ein.

Zofft ihr euch auch mal?

Carmen: Ich denke man kann sagen, wie in jeder guten Beziehung sind wir uns nicht immer vollkommen einig – aber das ist auch okay so. Wir pflegen eine sehr freundschaftliche und offene Arbeitsbeziehung, in der wir uns gegenseitig aber natürlich auch mal an herausfordern. Dabei haben wir aber beide stets das gleiche Ziel vor Augen und wissen, dass auch der jeweils andere immer nur das beste für die Firma möchte. So können wir beruflich und privat auch miteinander wachsen und uns auf allen Ebenen weiterentwickeln. Und das Gute ist ja auch, dass wir am Ende zwar viel gemeinsam machen und entscheiden, aber jede von uns auch ihr eigenes Aufgabenfeld hat, in dem sie die „Expertin“ ist.

Wo seht ihr euch in 5 Jahren?

Liz: Wir hoffen sehr, dass wir in den nächsten fünf Jahren möglichst viele Eltern (und Babys ;-)) von unseren Produkten überzeugen können. Es ist uns ein echtes Anliegen, uns für gesunde Ernährung stark zu machen! Darüber hinaus haben wir ja gerade – unter anderem mit der großartigen Unterstützung von euch beiden – die Kampagne #coolmomsdontjudge ins Leben gerufen. Die Kampagne setzt sich für mehr Unterstützung unter Müttern ein – das ist eine weitere Herzensangelegenheit. Wir hoffen, damit in den nächsten Jahren einen kleinen Beitrag gegen Mom-Shaming zu leisten.

Danke, ihr beiden!

Dieser Beitrag ist nicht von Löwenzahn Organics gesponsert -) Wir haben Liz und Carmen interviewt, weil wir sie und ihre Geschichte so spannend finden! Der Beitrag ist dennoch gekennzeichnet, weil wir an anderer Stelle schon bezahlte Werbung für Löwenzahn gemacht haben.

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