Große Liebe: Barbapapas

04. December 2020 | in Kooperation

Tatsächlich waren die “Barbapapas” die erste Zeichentrickserie, die mein Sohn überhaupt ansehen durfte. Als er noch fast ein Baby war, und damals natürlich vor allem beim Haare- und Nägelschneiden. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf kam, aber natürlich kannte ich sie aus meiner eigenen Kindheit und habe sie damals so geliebt. Die Barbapapas wurden in Frankreich in den 70ern erfunden und – ist das nicht herrlich! – der Name leitet sich vom französischen Wort für “Zuckerwatte” ab.

Die heisst nämlich auf französisch „Barbe à papa“, zu Deutsch „Papas Bart“. Die Zeichentrickfamilie “Barbapapa” hat dann erst die französischen und später immer mehr Kinder auf der ganzen Welt begeistert – und in den 80ern und 90ern mich!

Die birnenförmigen, bunten Figuren, die wie Knetmasse per Verwandlungsspruch (“Ra-Ru-Rick, Barbatrick”) ihre Form verändern können, sind einfach ein Klassiker. Zur Familie gehören neben Barbapapa und Barbamama auch ihre sieben Kinder, um genau zu sein die Mädchen Barbabella, Barbaletta und Barbalala sowie die Jungen Barbarix, Barbawum, Barbabo und Barbakus. Gemeinsam erleben sie viele lustige und spannende Abenteuer. Jedes Barbakind hat seine Interessen und Leidenschaften. Man merkt natürlich, dass die Barbapapas aus den 70ern kommen, die Mädchen musizieren und sind hübsch, die Jungs sind Wissenschaftler und Sportler, aber immerhin ist Barbabo ein ganz schöner Grufti, Barbapapa ist rosa und auch Barbamama kann Dämme reparieren und Lava aus Vulkanen umleiten.

Die Barbapapas finden immer für alles eine Lösung, es sind recht simple und kurze Geschichten, so dass auch  kleine Kinder ihnen folgen können.

Was aber auffällt: es geht sehr oft um Umweltverschmutzung und -zerstörung, und die Barbapapas kämpfen dagegen, allen voran natürlich Barbakus, der ein Tierfreund und Umweltschützer ist. Denn als die französische Architekturstudentin Annette Tison und der amerikanische Biologielehrer Talus Taylor die Familie Ende der siebziger Jahre erschufen, brachten sie eine gesellschaftliche Utopie im Familienformat auf die Bildschirme. Friedlich sollte es zugehen, grün, gesund und harmonisch.

Die Barbapapas sind allesamt hilfsbefreit und kreativ. So schnell, wie sie ihre Form verändern können, erlangen sie neue Skills. Ihre runden, amorphen und vor allem sehr bunten Formen sind vielleicht ursprünglich auch als Antithese der städtebaulichen grauen Sichtbeton-Auswüchse der 70er Jahre zu sehen. Oder entsprangen eventuell auch den damals recht populären bewusstseinserweiternden Substanzen – wer weiß das schon so genau…

Auch wir Großen können noch einiges Erstaunen bei den Barbapapas! Wusstet ihr zum Beispiel, dass Barbapapas in der Erde wachsen?

Ansonsten geht es in den neuen Folgen der Barbapapas viel um heutigeThemen. In der aktuellen Folge gewinnen die Kinder zum Beispiel ein Tablet – was sofort zu Streit führt, da alle es natürlich haben wollen. Es werden Zeitlimits gesetzt, und so weiter. Wie bei uns zuhause eben!

Was ich gut finde? Im Gegensatz zu vielen Neufassungen hat man bei den Barbapapas komplett auf CGI-Elemente (mittels 3D-Computergrafik erzeugte Bilder) verzichtet, sie sind in klassischem 2D produziert. Das hat zur Folge, dass die Serie “ruhiger” wirkt, als die meisten Kinderformate. Es ist nicht so viel Action, es sind weniger Bilder. Entsprechend werden die Kinder nicht allzu reizüberflutet und – wieder – auch kleine Geschwister können ohne schlechtes Gefühl mitgucken. Naja plus: Mich machen sie glücklich! Ich schaue so gerne mit. Nicht nur, weil sie mich in meine eigene Kindheit zurückbeamen, sondern auch, weil sie so schön bunt und positiv sind.

Die Barbapapas sind also altersübergreifende Bespaßung mit Nostalgiewert. Warum ich euch das alles erzähle? Weil die neuen Barbapapas-Folgen seit dem 1. November immer sonntags um 9.30 und 9.55 Uhr bei Nick laufen. Und im Netz natürlich auch verfügbar sind. Jede Folge ist etwa 20 Minuten lang, auch wieder eine Zeit, die auch schon kleine Kids gut vertragen können. Und für die langen gemütlichen Weihnachtstage zuhause gibt es sogar ein ganzes Barbapapa-Special mit allen Folgen hintereinander ausgestrahlt. Und zwar am  Samstag, 26.12., ab 12.05 Uhr, da könnt ihr dann so richtig schön Barbapapa-Bingewatchen. But don´t tell your kids 😉

Hier noch der Text vom Titelsong (Achtung, Ohrwurm-Gefahr!)

Kommt und besucht mal Barbapapa
Es macht viel Spaß
Mit der Familie Barbapapa
Auf dem Fernsehglas die Barbapapas
Können sich ändern wie sie wollen:
Dünn oder dick, kurz oder lang

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