Vorbilder für alle Familien auf Weltreise: die Goodwins

27. February 2018 | in Travel

Wer hat GIVEN noch nicht gesehen? Jeder, der gerne reist und auf schöne Bilder und Geschichten abfährt, sollte das unbedingt machen. (Gibt es auf Netflix). Ich habe ihn gleich zwei Mal gesehen, das zweite Mal zusammen mit Xaver. Ich war so berührt davon, wie er mitgefiebert hat und wie begeistert er war.

Letztes Jahr in Kapstadt habe ich manchmal gedacht: vielleicht ist es jetzt vorbei mit der Reiselust unseres Sohnes. Er hatte so oft Heimweh, ich dachte: er braucht jetzt vielleicht doch eher Stabilität als Abenteuer. Nach dem Film sagte er sofort, dass er auch bald wieder ein Abenteuer mit uns erleben will. Wir sprachen dann viel über unsere Reisen und jetzt, wo er sich so gut ausdrücken kann, merke ich erst, wie wahnsinnig viel er davon mitgenommen hat. An was er sich alles erinnern kann! Tatsächlich buchten wir dann auch schon bald die nächsten Flüge. Unmöglich, nach diesem Film kein Fernweh zu haben!

Worum geht’s? Um eine Surfer-Familie aus Hawaii, die ein ganzes Jahr lang um die Welt reist. Aamion und Daze Goodwin haben eine Sohn, Given und eine kleine Tochter, Truth, die erst wenige Monate als war, als die Reise los ging. Hat jemand von euch das berühmte Video des zweijährigen Jungen auf dem Surfbrett auf YouTube gesehen? Yep. Das ist Given Goodwin. Schon mit zwei der allercoolste Typ!

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Unterwegs sind es aber dann doch eher die Eltern, die auf den Wellen reiten. Doch nicht nur das. Zu viert entdeckt die Familie Thailand, Nepal, sie treffen Aamions Eltern auf den Fidschi-Inseln, tuckern mit einem alten Bus durch Neuseeland, surfen in Island zwischen Eisschollen, bereisen insgesamt 15 Länder – und sind immer auf der Suche nach dem großen Fisch.

Wunderschöne Bilder entstehen auf dieser Wahnsinnsreise. Bilder von Freiheit, Familienzusammenhalt, von der Wucht der Natur, von Wellen und eleganten Surf-Tänzen. Der ganze Film ist aus Perspektive von Given erzählt, der etwa vier Jahre alt war. Ein toller Junge! Und ja, natürlich dachte auch ich zwischendurch: wo ist der Kindersitz? In Südafrika waren sie sogar in der Transkei, das hatten wir auch überlegt, hätten es uns aber nie getraut mit zwei Kindern. Hatten die keine Angst? War das echt so easy? Ich weiß schließlich ganz genau, wie anstrengend es auch sein kann mit zwei Kids auf Reisen.

thailand-214_049Man darf nicht vergessen, dass das ein professioneller Film ist. Ein zehnköpfiges Team war die ganze Zeit dabei und es ist keine Reality-Doku, sondern der Film soll durch schöne Bilder und die tolle Geschichte wirken. Nicht durch all die Pannen und Ärgernisse, die sicher auch passiert sind in diesem Jahr. Und die Bilder sind auch wirklich einfach umwerfend. Außerdem muss auch ich sagen, dass es mir zu 90% einfach nur Freude bereitet, mit Kindern zu reisen. Die Welt durch ihre Augen sehen. Das macht unterwegs gleich doppelt so viel Spaß, wie zuhause. Und eben: die Comfort Zone verlassen. Das Leben passiert bekanntlich außerhalb dieser.

Wen interessiert, wie es hinter den Kulissen aussah, der kann mal nachlesen, zum Film gibt es ein Blog mit Fotos und  Geschichten zu jeder Destination. Plus: Aamion und Daize haben natürlich mittlerweile Unmengen von Interviews gegeben, auch auf Deutsch. Hier zum Beispiel ein Interview in der Nido. Und noch eins bei Nectra&Pulse.

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Beruhigend, dort zu lesen, dass Daize zum Beispiel überhaupt nicht frei von Ängsten ist. Dass es auch Krankheiten und doofe Erlebnisse gab. Und dass die Eltern immer versucht haben, gewisse Rhythmen einzuhalten, die Kinder zur gleichen Zeit ins Bett zu bringen, zum Beispiel.

Selbst die abenteuerlustigste Familie ist eben doch ein bisschen wie du und ich!

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Hier der Trailer:

Und Aamion und Daize haben übrigens auch einen Instagram-Account, auf dem man verfolgen kann, wie es ihnen heute so geht. Given und Truth sind schon halbe Teenager und es ist letztes Jahr noch ein Babyjunge dazu gekommen!

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Fotos von der GIVEN Website und von Instagram

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