Drei (eventuell gute) Tipps für besseren Schlaf mit Babies

27. October 2015 | in Familie | Parenting

Ich habe einige Neu-Mamas im Freundeskreis, die mich immer wieder mit Fragen belagern. Meistens geht es um das Thema SCHLAF. Wo soll das Baby schlafen, wie oft stillen pro Nacht ist normal? Licht an, Licht aus? ich kann immer nur bis zu einem gewissen Grad helfen, denn: jede Mama, jedes Baby ist einfach so unterschiedlich. Es gibt keine klaren Regeln, man muss einfach seinen Weg finden. Trotzdem gibt es drei Dinge, die ich schon ein paar Mamas auf den Weg gegeben haben und die für viele sinnvoll waren.

Das kann jetzt für euch völliger Humbug sein, weil euer Kind komplett anders tickt, oder ihr selbst das blödsinnig findet. Trotzdem dachte ich, ich teile diese Tipps mal. Vielleicht hilfts ja der ein oder anderen Mama! Alles bezieht sich auf die erste Zeit und Tipp 2 und 3 sind eigentlich eher für Still-Mamas, mit dem Fläschchen erübrigen sich manche Dinge ja dann doch.

Tipp1: Nicht nachts wickeln

Dieser Rat kam von meiner allwissenden Hebamme, und zwar als Xaver etwa eine Woche alt war. Wir sollten ihn nicht mehr wickeln nachts, lieber den Popo ganz dick mit Vaseline einschmieren, um Wund-werden zu vermeiden. Es machte Sinn: sie riet uns ja auch, nachts kein helles Licht zu machen und nicht oder nur ganz leise mit dem Baby zu sprechen, eben immer klar zu machen: Es ist Nacht. Es ist Ruhe. Es soll geschlafen werden. Die Wickel-Unterbrechungen nach dem Stillen (denn danach war meist die Windel voll) brachten uns völlig aus dem Konzept und das Baby war immer hellwach. Wir wagten es! Hatten ein oder zwei mal am Morgen ein eingesautes Kind und spätestens in der dritten Nacht gab es einfach keinen Stuhlgang mehr. Tadaaa! Es kann natürlich sein, dass euer Baby noch nicht so weit ist, dann wickelt man eben wieder. Aber einen Versuch ist es wert, oder?

Tipp 2: Volle Stillmahlzeiten

Ich kenne viele Mamas, die einfach halb im Schlaf ihr Baby stillen und beide schlafen sofort selig weiter. Das funktioniert natürlich nur, wenn das Baby ganz nah bei der Mama schläft und wenn es funktioniert, ist es wirklich die Idealversion: beide wachen kaum auf und sind am Morgen entsprechend ausgeschlafen! Leider klappte das bei uns nicht. Denn Xaver und ich schliefen meist sofort wieder ein, er mit Brust im Mund. Kurz danach wachte er wieder auf, quäkte wieder. Oft hatte er sich vollgespuckt. Ich fand irgendwann heraus, dass das zwei Gründe hatte: 1. Er hatte nachts wirklich Hunger, es ging nicht nur um Nuckeln und Beruhigen. Wenn er sofort wieder einschlief, bekam er aber keine ganze “Mahlzeit”. 2. Zudem war Xaver ein Spuckbaby, er brauchte nach seiner Mahlzeit ein Bäuerchen, um das Risiko, sich vollzuspucken, zumindest zu minimieren.

Ich tat also folgendes: wenn Xaver sich nachts meldete, setzte ich mich in den Schneidersitz, stillte ihn ausführlich (ich habe immer beide Brüste gegeben, mein Kind war ein Vielfraß!), danach gab es Bäuerchen und ich legte ihn wieder hin. So war ich zwar mehr aufgewacht, als wenn ich im Liegen gestillt hätte, aber Xaver war wenigstens zufrieden und wir schliefen beide weiter. Auf diese Art und Weise reduzierte sich sein nächtliches Aufwachen außerdem auf zwei Mal.

Tipp 3: im Schlaf stillen

Dummerweise wachte mein Babysohn fast immer das erste Mal um Mitternacht rum auf. Ich ging meistens gegen 23 Uhr schlafen und dieses erste Aufwachen, wenn man gerade eingeschlafen ist, war absoluter Horror. Eine Freundin gab mir folgenden Tipp: “Bevor du selbst ins Bett gehst, nimmst du das Baby auf den Schoß, legst es an, und stillst es im Schlaf.” Was komisch klingt, hat bei uns wundervoll geklappt. Nicht immer, aber sehr oft. Xaver wachte nie auf, er trank im Schlaf an der Brust und wachte dann eigentlich erst wieder gegen 4 Uhr morgens auf, um seine nächste Mahlzeit zu bekommen (siehe oben). Das Prozedere war ziemlich witzig. Schlafendes Baby auf den Schoß. Ggf. Schnuller raus, Brust rein. Trinken lassen, Bäuerchen, Schnuller wieder rein. Aber es hat funktioniert! Kann man natürlich auch mit Fläschchen probieren.

Wie gesagt, es kann sein, dass das alles für euch überhaupt nicht funktioniert, dass eure Kinder ganz anders ticken, andere Bedürfnisse und einen anderen Schlafrhythmus haben. Auch will ich niemandem vormachen, Xaver hätte IMMER so gut und sicher geschlafen. Aber ich erinnere mich an Wochen, in denen Tipp 2 und 3 toll waren. Tipp 1 war tatsächlich seit Woche eins ein guter gewesen, insofern… Probiert’s doch mal aus!

 

PS: Auf dem Foto ist Xaver zwei Wochen alt und schläft im Kinderwagen. Ein Moment zum Erinnern, denn das passierte eigentlich nie. Diese Position bevorzugt er dafür heute noch beim Schlafen. 🙂

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