Die neue Landlust – und ein Wochenende auf dem Bauernhof

28. April 2015 | in Alltag | Familie | Lifestyle | Travel

Ich bin ein absolutes Stadtkind. In München aufgewachsen und seitdem habe ich nie in einer Stadt unter einer Millionen Einwohner gelebt. Jedoch: in mir brodelt bereits seit einer Weile eine ziemlich ausgeprägte Landlust. Und das hat natürlich mit Xaver zu tun! Landluft, Wiesen, keine Straßen, Tiere, Insekten, Gummistiefel – ich selbst hatte das Glück, einen Großteil meiner Kindheit bei meiner Oma am Chiemsee verbringen zu können  und irgendwie wünsche ich mir auch für Xaver, dass er nicht nur Kreuzberger Hinterhöfe kennenlernt, sondern die Natur!

Ein Wochenende auf dem Bauernhof

Da traf es sich gut, dass eine meiner Freundinnen bereits vor einer ganzen Weile den Vorschlag machte, mal ein Wochenende mit den Kids auf einen Bauernhof zu fahren. Es brauchte gerade mal 4 Monate, einen Doodle-Kalender, viel Recherche, Planung und einen Mega-Einkauf, bis wir letzten Freitag nach der Kita mit 3 kleinen Schratzen im Auto und auf dem Weg zum Gut Boltenhof saßen.

Ach und was soll ich sagen, so ein Wochenende auf dem Land tut einfach nur gut! Wir haben viele Land-Mamis unter unseren Leserinnen und ich beneide diese wirklich oft sehr. Natürlich hat das Leben in der Stadt auch was für sich, und ich würde es nicht missen wollen, aber diese Luft! Diese Ruhe! Dieser Geruch, diese Ursprünglichkeit!

Ich kann eine solche Auszeit also nur empfehlen. Die Kinder wollten bereits vor dem Frühstück raus, haben eigenständig ihre Matschhosen und Gummistiefel angezogen, rannnten über das Gelände, suchten Eier im Hühnerstall, bestaunten die Schweine und Pferde, fürchteten sich schrecklich vor den Ziegen (Stadtkinder halt…), Xaver war insbesondere von den Kühen angetan (aber nur mit Sicherheitsabstand). Sie matschen im Sandkasten und in der Jauche (urghs), schaukelten, rutschten, kletterten, spielten im Stroh…. Mittags machten sie ohne Murren zwei Stunden Siesta, abends mampften sie sich den Bauch voll und badeten zu dritt in einer kleinen Duschwanne und wenn dann endlich alle im Bett waren, wurden ihre Mamas mit guten Gesprächen und Rotwein belohnt. Eins steht fest: ich möchte das jetzt eigentlich jedes Wochenende machen!

Kleine Angsthasen, die Ziegen streicheln

Es gibt außerhalb von Berlin viele Höfe, wir waren auf Gut Boltenhof, das ich wirklich empfehlen kann. Unheimlich gepflegt und symphatisch, die Wohnungen sind gut ausgestattet (und sie werden gerade umgestaltet, ab nächstem Jahr wird also alles richtig schick!), im Gutshaus gibt es einen kleinen, feinen Hofladen und man kann leckere Brötchen bestellen. Die Eier kann man auch, wie gesagt, im Stall finden und direkt in die Pfanne hauen, alles ist unheimlich nett, familiär und sogar für Kleinkinder geeignet, ohne dass man sie andauernd beaufsichtigen muss. Jede Wohnung hat eine Terrasse, es gibt viele Sandkästen und die Tiere sind allesamt so zutraulich und glücklich – perfekt für latent ängstliche Stadtkinder wie unsere! Im Sommer ist die Anlage wohl immer ziemlich ausgebucht, aber in der Nebensaison würde ich jederzeit wieder hinfahren…

Und wenn wir sowas öfter machen, werden unsere Stadtmäuse vielleicht doch auch ein bisschen zu Landpomeranzen, ich würde es mir wünschen!

Wart ihr schon mal auf dem Bauernhof mit den Kids, wie gehen die anderen Stadt-Muttis mit dem Bedürfnis nach Natur um?

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