Bergferien im Almdorf: Hüttenromantik für die ganze Familie

17. August 2017 | in Kooperation | Lifestyle | Travel

Im Adventskalender vom letzten Jahr gab es am Heiligabend einen Aufenthalt im Almdorf zu gewinnen und ich gestehe, dass ich seitdem immer wieder einen kleinen Blick auf diese zauberhafte Unterkunft geworfen habe. Denn Bergferien sind mein Ding. Ich komme aus Bayern, mag Holz und Geranien und natürlich auch Österreich. Die Luft, die Sprache, das Essen. So ein Urlaub ganz weit oben ist oft wesentlich erholsamer als einer am Meer, es ist meist weniger los, die Temperaturen sind milder und ich habe auch das Gefühl, dass es dem Auge gut tut, einfach mal ins Nichts zu blicken. Kurzum: Ich sehnte mich… Nicht zuletzt, weil ich die Berge tatsächlich ganz schön vermisse in Berlin.

Umso glücklicher war ich, als wir im Juli ein paar Pressereisetage im Almdorf verbringen durften. Obwohl ich dann kurz vorher doch skeptisch war: Alles ist so idyllisch dort und und die Preise ja doch recht hoch. Ich hatte zwischendurch Angst, es würde “aufgesetzt luxuriös traditionell” sein, inklusive der Art von Touristen, die so etwas mögen. Doch weit gefehlt!

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Gleich kurz nach der Ankunft (wir waren mit Zwischenstopp in München gekommen, die Reise war also LANG) und einem herzlichen Willkommen war sogar mein Freund überzeugt: nett hier! Freundliches Personal, sympathische Gäste. Und schön. Und nach einem Mittagessen im Restaurant konnten wir auch sagen: lecker! Und kinderfreundlich. Eine solch ausgefeilte Kinderkarte hatten wir zuletzt in Kapstadt gesehen.

Dann ging’s in die Hütte. Und die war natürlich weit mehr als eine einfache Hütte. Im Almdorf gibt es Hüttenromantik mit einer Prise Luxus, der aber immer auch nachhaltig sein soll. Regional authentische Holzausstattung mit ein wenig Komfort also: es gab zwei Bäder (beide mit Bidet), eine wundervolle Dusche, einen Kamin, ein geheimes Weinlager, insgesamt fünf Schlafmöglichkeiten, traumhaft bequeme Betten und sogar einen Holzzuber! Wir fühlten uns sofort pudelwohl. Eine Übersicht über die Hütten findet ihr übrigens hier. Ich fand unsere natürlich extratoll, aber ich glaube, sie haben alle ihren Charme.

Auch machten wir gleich mal einen kleinen Spaziergang durchs “Dorf”. Entdeckten Hasen, Schnecken, Frösche, den Badeweiher, die Wasserspiele und unzählige Katzen. Tatsächlich ist die Anlage ein altes Dorf, das im Laufe der Jahre immer mehr erweitert wurde. Die Lage unserer Hütte war genial, wir schauten auf den Badeweiher (in den meine Mutter und ich auch später noch reinhüpfen sollten, obwohl er wirkliche eisig kalt war) und waren in unmittelbarer Nähe des Saunahauses. So gönnte ich mir abends, wenn die Kinder im Bett waren, immer noch zwei Saunagänge, Tee und Zeitschriften und lief dann im Bademantel erholt zurück. Mein Gott, wie schön! So viel Wellness, obwohl wir mit zwei Kindern unterwegs waren, damit hatte ich gar nicht gerechnet.

“Der wahre Luxus beginnt mit der klaren Luft, die Sie hier allabendlich tief und erholsam schlafen lässt”  – so steht es auf der Almdorf-Website und ich kann das bestätigen. Wir haben wirklich wunderbar geschlafen in der rot-karierten Bettwäsche und zwar alle vier (das will was heißen). Morgens dann das nächste Highlight. 1. Ausschlafen. 2. Der Blick aus dem Fenster vom Bett aus. Diese Weite! Nichts außer Himmel und ein bisschen Berg…

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3. Und dann wurde das Frühstück auf die Hütte gebracht und die Eier live zubereitet. Es war reichlich! Und so gut! Jeden Tag waren neue Schmankerl dabei. Dazu gab’s jeden Morgen die Almpost, eine “Dorfzeitung” mit Wettervorhersage, Ausflugtipps und anderen Infos.

Das Frühstück ist das, was uns fast am meisten in Erinnerung geblieben ist, ich habe wohl noch nie so entspannt in den Tag gestartet, wie im Almdorf. Danach ging’s auf eine Runde Yoga und ab zum Ausflug.

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Tatsächlich haben wir uns an die Ausflugtipps aus der Almpost gehalten, wir waren einen Tag auf der Heidi Alm, die nur wenige Minuten entfernt ist, und am nahegelegenen Badesee. Man kann in der Gegend viel unternehmen, in den Wald gehen, verschiedene Bergtouren machen und eben Seen erkunden. Wir hatten ja nun zwei Kleinkinder dabei, deshalb waren die Wanderungen kurz – aber trotzdem wunderschön.

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Und das Wetter? Nun ja, in den Bergen kann man eben immer Glück oder Pech haben, das Wetter ändert sich oft schneller, als man schauen kann. In diesem verregneten Sommer 2017 hatten sicher viele Pech – ich finde: wir hatten Glück! Es war an allen Tagen morgens klar und sonnig, mittags richtig heiß und abends gewitterte es, was wir persönlich sehr kuschelig fanden. Denn dann machten wir das Kaminfeuer an, ließen uns Abendessen auf die Hütte bringen und machte es uns so richtig gemütlich. Außerdem kamen nach dem Regen die ganzen Frösche erst so richtig raus, und die Schnecken und die Pfützen!

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Xaver hatte also die beste Zeit. Übrigens gibt es im Almdorf auch ein super Kinderprogramm: Da werden auf den Spuren der Ursprünglichkeit zum Beispiel gemeinsam Butter, Frischkäse, Joghurt, Almseife, oder Badebomben hergestellt. Auch für Erwachsene gibt es viel Programm: Kochkurse, romantischen Kerzenwanderungen, Achtsamkeitstrainings, Yoga. Nicht zu vergessen: das Almspa! Das haben wir ausprobiert und es war richtig richtig gut. Der Mann und ich, wir sind beide sehr anspruchsvoll, was Massagen betrifft und diese war bei uns beiden eine Eins mit Stern. Die Dame, die mich massiert hat, hat mir auch noch wertvolle Gesundheits-Tipps mit auf den Weg gegeben. Das nächste Mal würde ich gerne noch das Heubad ausprobieren, ich glaube, man fühlt sich danach wirklich wie neugeboren. Also: im Almdorf könnte ich es locker eine Woche aushalten und entweder ganz ruhig machen oder eben jeden Tag etwas Neues erleben.

Fazit also: Wir hatten ein paar wunderbare Tage, kamen richtig erholt wieder (lag sicher auch daran, dass die Großeltern im Nebendorf waren und uns die Kinder hier und da abgenommen haben…) Ich kann Bergurlaub im Allgemein und das Almdorf im Speziellen mehr als empfehlen. Der Wehmutstropen ist der Preis. Es ist wirklich (dezenter, aber dennoch!) Luxus und Service der Extraklasse, und das kostet natürlich. Aber es gibt immer wieder Familienangebote, wo man beispielsweise statt 7 nur 4 Nächte bezahlt. Dann ist man immer noch auf einem hohen Niveau, aber auf einem, das man auch mal für ein schickes AirBnb bezahlt – und im Almdorf bekommt man VIEL mehr, alleine das Frühstück ist wirklich……

 

Ein Großteil unseres Aufenthalts wurde uns vom Almdorf zu Sonderkonditionen zur Verfügung gestellt, danke!

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