Blogger-Sommer! Camilla von Mummy Mag über Zeiten ohne Kind

05. September 2014 | in Familie | Parenting
camillacamilla

Okay, der Sommer ist gefühlt schon leise in Richtung Herbst abgewandert. Ein paar Bloggerinnen wollen wir euch aber noch vorstellen! Heute ist es Camilla, die – ähnlich wie Marie und ich – in der Schwangerschaft, bzw. Elternzeit das Bedürfnis hatte, mehr coolen Content für coole Mamas an den Start zu bringen. Das Ergebnis? Mummy Mag. Privat hat Camilla eine Tochter, die nur wenig jünger als Xaver und Junio ist. Was mir immer wieder auffällt: Camilla ist recht oft ohne Helene unterwegs. Wie macht sie das, wie lässt sich das mit der Mama-Gefühlswelt vereinen und hat sie überhaupt je eine Pause gemacht? Diese Fragen habe ich ihr mal gestellt:

Liebe Camilla! Du bist eine von den Mamas, da hat man das Gefühl, die machen überhaupt nie Pause. Hast du nach der Geburt von Helene überhaupt pausiert?


Hmm, nicht wirklich. Obwohl, doch – im Wochenbett habe ich pausiert, weil ich ja erst einmal mit der neuen Situation und dem neuen Leben klarkommen musste. Aber seitdem hatte ich eigentlich keine wirklichen Pausen mehr. Ich nehme mir aber immer mal wieder kleine Auszeiten, bei denen ich einfach nur das mache worauf ich Lust habe. Und mittlerweile sind die Nachmittage auf dem Spielplatz mit Helene auch kleine Auszeiten für mich geworden, die mich immer wieder runterholen und mein Leben entschleunigen.

Wie habt ihr euch im ersten Jahr organisiert, habt ihr Großeltern in der Stadt?


Ja, ich bin Berlinerin und meine Eltern leben auch hier. Glücklicherweise sogar recht nah. Ohne meine Eltern hätte ich das erste Jahr nicht so gut überstanden. Sie waren immer für uns da, Tag und Nacht. Und das meine ich wörtlich. Denn Helene schläft seitdem sie drei Monate alt ist, regelmäßig bei meinen Eltern. Und zwei Nachmittage in der Woche sind Oma & Opa Tage. Das hat mir den Freiraum geschaffen, früh etwas zu arbeiten oder auch für so banale Dinge wie Sport machen. Auch die Abende zu zweit waren sehr gut für unsere Beziehung – einfach mal aus der Elternrolle rauskommen und einfach nur Paar sein. Wie gesagt, ich wüsste nicht wie wir das ohne meine Eltern geschafft hätten.

Jetzt ist das erste Jahr vorbei, ist Helene schon in der Kita?


Wahnsinn oder? Auf einmal geht dann doch alles ganz schnell. Wir sind in den Endzügen der Eingewöhnung, die übrigens mein Freund macht. Ich arbeite ja schon seit Juli wieder. Zum Glück läuft die Eingewöhnung super, denn da Danilo immer erst gegen 14 Uhr arbeiten gehen kann, arbeitet er natürlich auch sehr lange und wir sehen uns kaum. Wir haben Helene von Beginn an an andere Bezugspersonen gewöhnt. Es war uns wichtig, dass sie nicht ausschließlich auf uns fixiert ist. Vielleicht läuft es deshalb so gut! Aber sicherlich ist es auch von Vorteil, dass der Papa die Eingewöhnung macht – auch wenn ich mich erst daran gewöhnen muss, dass mir mein Freund jetzt erzählt wie der Tag bei Helene so war…

Du hattest also schon relativ früh Zeit ohne Kind. Für viele ist das unvorstellbar, konntest du es denn zu 100% genießen?


Ja, den ersten Abend habe ich ohne sie auf einer Hochzeit verbracht, da war sie sechs Wochen alt. Allerdings hatte ich da nur ein kleines Zeitfenster, weil ich ja noch gestillt habe. Mit drei Monaten schlief sie zum ersten Mal bei meinen Eltern und seitdem immer regelmäßiger. Als wir sie mit sechs Monaten das erste Wochenende an meine Eltern gegeben haben, musste ich am Abend vorher schrecklich weinen. Dann haben wir aber doch jede Minute in vollen Zügen genossen. So war das übrigens auch im Juli, als Helene eine Woche mit meinen Eltern verreist ist. Ich habe vorher zwei Tage geheult und hatte mindestens 100 Mal überlegt alles abzusagen. Doch dann bin ich spontan nach Griechenland zu Freunden geflogen – und ich konnte es tatsächlich genießen.

Helene war also sogar mit deinen Eltern im Urlaub? 

Ja, vorher war es ganz ganz schrecklich, währenddessen komisch aber auch toll. Und das Wiedersehen war wunderschön. Ganz ehrlich, das machen wir jetzt jedes Jahr. Wenn wir einfach mal Zeit für uns haben sind wir ausgeglichener und was gibt es besseres für ein Kind als entspannte Eltern? 
Ich verstehe jeden Einwand, aber wenn man in kleinen Schritten früh anfängt, dann wird es für Kind und Mama immer einfacher. Ich kann es nur empfehlen – zumindest wenn man selbst Eltern hat die das mitmachen und dem gewachsen sind!

Ein Hoch auf solche Großeltern! Was machst du am liebsten, wenn das Kind aus dem Haus ist?

Das ist ganz unterschiedlich. Oft wollen wir einfach nur schlafen, aber es ist so wie Saskia mir mal vor einigen Jahren gesagt hatte – die Zeit ohne Kind ist so unglaublich kostbar, dass man jede Minute genießen muss. Also meistens treffen wir Freunde oder gehen einfach mal zu zweit essen oder ins Kino. Ganz banale Dinge wenn man keine Kinder hat, aber ganz besonders für Eltern.

Danke dir, Camilla!

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