10 Dinge an denen du merkst, dass du mit einem Dreijährigen zusammenlebst

11. March 2022 | in Alltag | Familie

Terrible Two ist endlich überstanden, das Kind ist stolze drei Jahre und jetzt wird endlich alles einfacher. Oder? ODER????
Kleiner Spoiler, die Antwort ist NEIN. Denn jetzt geht der Spaß erst richtig los. Der Begriff Threeanger kommt schließlich nicht von ungefähr.

Und hier kommen sie, die typischen Anzeichen dafür dass dein Kind gerade die Kleinkind-Pubertät durchlebt…

1. Egal was du machst, du machst alles falsch.

Die schlechte Nachricht vorweg, du kannst eigentlich nur verlieren. Die gute Nachricht: du bist nicht alleine, es geht allen Eltern so. War der Erdbeer-Joghurt gestern noch das das Leckerste auf der Welt, muss es heute unbedingt eine Banane zum Frühstück sein. Nein, natürlich sollst du die nicht schon schälen, das macht das Kind alleine. ALLEINE!!! Außerdem ist die Socke schief, die Unterhose drückt, das Brot ist falsch geschnitten und die Milch ist im falschen Becher.
So ein Kleinkind ist ein richtiger Ego-Booster. Nicht.

2. Bye bye Mittagsschlaf

Erinnert ihr euch noch an diese 1-2 Stunden am Wochenende, an denen es sich tatsächlich kurz wie Wochenende angefühlt hat? Die gehören jetzt der Vergangenheit an. Stattdessen gibt es 12 Stunden Action pur. Was dann wiederum dazu führt, dass am Abend alle zusammen um 20 Uhr im Bett liegen. Todmüde. Bye bye Mittagsschlaf, bye bye Wochenende!

3. Du wirst mit deinen eigenen Waffen geschlagen.

Sätze wie „Händewaschen nicht vergessen“ oder „Wir essen nicht im Bett, sondern am Tisch“ gehören zum Standardrepertoire der meisten Eltern. Doch plötzlich gehen die Ansagen nicht mehr nur in eine Richtung, sondern kommen prompt vom Kleinkind zurück. So etwa, wenn es dich mit einem Keks im Bett erwischt und dir eine Standpauke hält, warum du das auf keinen Fall darfst. Genau so wenig wie den Klodeckel oben lassen (Papa!), mit der Zahnbürste im Mund rumlaufen, Abends Apfelschorle trinken oder bei Rot über die Ampel gehen. Dreijährige Kinder sind Polizist:in, Hausmeister:in und Oberlehrer:in in einem.

4. „Ich zieh mich alleine an!“

Die Zeiten, wo man den Kids morgens einfach schnell was anziehen konnte, sind vorbei. „Nicht die Hose! Ich möchte eine mit Taschen.“ Kurzerhand wird der Schrank komplett durchgewühlt und am Ende eine ausgesucht, die absolut nicht zu dem Pullover passt, den wir Gott sei Dank schon angezogen haben. Und auch spätestens jetzt checken Kinder in der Kita, dass es nicht nur einfarbige (in meinen Augen) schönen Klamotten in Erdtönen gibt, sondern auch Pullis mit Paw Patrol, Feuerwehrmann Sam und Conni. Das kann dann noch mal einige Diskussionen mehr auslösen…

5. Die Wahrheit tut weh

Wie heißt das Sprichwort noch mal? Betrunkene und Kleinkinder sagen immer die Wahrheit. Scheint was dran zu sein, anders kann ich mir Kommentare wie „Du hast sehr kurze Beine“, „Dein Po ist groß“ oder „Dein Mund stinkt“ (morgens im Bett) nicht erklären. Okay okay, dafür werden gleichermaßen auch zuckersüße Komplimente verteilt. Aber die Zeiten, in denen wir perfekt für unsere Kinder waren sind nun vorbei. Hier wird absolut kein Blatt mehr vor den Mund genommen.

6. Willkommen im NEIN – Club!

„Nein!“, „Ich möchte das nicht!“, „Ich will nicht“, „Heute nicht!“
Und das den ganzen Tag. Nein zum Zähneputzen, Nein zum Anziehen (und die Rede ist hier jeweils von Unterwäsche, Hose, Pulli, Schneeanzug, Schuhe, Mütze usw. – Sonst wäre es ja langweilig), Nein zum Händewäschen, Nein zum Schlafengehen und natürlich NEIN zum Aufräumen. Würde ich für jedes Nein am Tag einen Euro bekommen, dann würde ich von dem Geld ne Nanny springen lassen.

7. Chronische Selbstüberschätzung

So lange wartet man darauf, dass sie selbstständig werden und dann bleibt einem mindestens ein mal am Tag der Atem stehen. Denn dabei war nicht die Rede davon, alleine die Schere aus der Schublade zu holen, die Leiter hoch zu steigen, mit dem Hammer ein Loch für den Nagel in die Wand zu hauen oder das Marmeladeglas mit dem Löffel leer zu essen. Dreijährige fühlen sich furchtbar erwachsen und leiden an chronischer Selbstüberschätzung. Der Satz „Ich mach das alleine!“ fällt demnach mindestens genau so oft wie das Wort “Nein” und lehrt uns, sehr viel Geduld haben zu müssen. Sehr sehr viel Geduld… und starke Nerven.

8. Einen Exorzisten bitte!

Das Abholen nach der Kita gleicht an manchen Tagen einem Exorzismus, anders kann ich mir die Szenen, die sich dort an der Garderobe abspielen, nicht erklären. Zumindest erinnern sie optisch sehr an den gleichnamigen Film. Es wird sich auf dem Boden gewälzt und dabei gleichzeitig geschrien, geweint und hysterisch gelacht. Hier kochen die Emotionen über, der fehlende Mittagsschlaf macht sich bemerkbar und auch geduldiges Kuscheln und Notfall-Snacks helfen nur bedingt. „Die Mama soll weg, soll bleiben, ich mach das alleine, HILF MIR!, ich will nach Hause, ich möchte in der Kita bleiben, ich hab Hunger und Durst!“ Einziger Lichtblick: Du kommst in die Kita und die Kinder sind schon draußen im Garten und fertig angezogen. Halleluja!

9. Mimik 2.0

Genervt die Augen rollen, eine beleidigte Schnute ziehen, die Schultern fallen lassen und bitterböse gucken – dein Kind ist plötzlich der absolute Profi, dir mit Mimik und Gestik zu zeigen, wie blöd alles ist. Und zwar so gut, dass man sich selber oftmals ein Grinsen verkneifen muss und eine recht klare Vorstellung davon bekommt, wie das Leben mit einem echten Teenager irgendwann sein wird.

10. Die Warum-Phase

Dein Kind wird wissbegierig, will Zusammenhänge verstehen und nimmt nicht mehr einfach alles so hin was man erklärt. „Warum?“ Dann geht sie also los, die Erklärungsnot. Bis man irgendwann bei einem „Darum!“ landet. Mit etwas Glück hat man einige Minuten Pause, bis das Spielchen von vorne los geht und ich frag mich WAAARUUUUM????

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