Wie haltet ihr es mit dem Weihnachtsmann?

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Ich komme ja aus Bayern, bei uns kam also immer das Christkind und nicht der Weihnachtsmann. Der Mann im roten Gewand und mit dem langen Bart war für mich immer der Nikolaus!

Und es gab auch leichte Verwirrung auf Xavers Seite, als wir vor zwei Jahren in Bayern feierten und meine Mutter immer wieder vom “Christkind” sprach. Der Weihnachtsmann und das Christkind, die sind eben ein Team, genau wie die Elfen, die dem Weihnachtsmann beim Geschenke-Verteilen helfen. So erklärten wir ihm das.

Mir wurde auch etwas vorgemacht!

Mir wurde als Kind also etwas vorgemacht, jahrelang wurde mir erzählt, dass es das Christkind gibt. Ich erinnere mich total gerne daran. An das herausgeputzt, aufgeregt warten. An die Lichter hinter der Tür, den funkelnden Baum und natürlich an die Geschenke. Weihnachten war warm und roch gut, es war gemütlich und aufregend. Und irgendwann wusste ich dann, dass meine Mutter und meine Oma alles für mich hergerichtet hatten, da wurde es ein bisschen weniger aufregend, aber immer noch genauso schön.

Warum ich das erzähle? Weil ich meinen Kindern jetzt natürlich auch etwas vormache, und ihnen vom Weihnachtsmann erzähle (weil wir eben mittlerweile in Berlin leben und hier bei allen der Weihnachtsmann kommt). Und weil das aber nicht alle so handhaben. Ich kenne Familien, da wird nicht so getan, als sei das eine übermenschliche Macht, die die Geschenke bringt. Sondern es wird klar kommuniziert, dass das die Eltern und Verwandten sind, die die Geschenke besorgen. “Warum macht ihr das so?” fragte ich einen Bekannten, und er antwortete: “Weil ich nicht an so etwas glaube und es meinen Kindern nicht vorspielen will und kann”. Augenhöhe und so. Außerdem sei er selbst als Kind total enttäuscht gewesen, als er herausgefunden hat, dass das alles nur eine Geschichte ist.

Der Bruder meines Freundes hält es genauso und als wir ein Mal mit ihm zusammen Weihnachten feierten, musste er sich sogar richtig zusammenreißen, wenn wir vom Weihnachtsmann, von Engeln, Elfen und so weiter erzählten. Auch er hat seinen Kindern klipp und klar erklärt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt und dass das alles eine Erfindung ist.

Bei uns wird die Geschichte erzählt, solange sie geglaubt wird

Mir tut das irgendwie fast leid. Diese Geschichten sind doch extra für Kinder erfunden worden! Und es macht ihnen so eine Freude, daran zu glauben. Xaver hat dieses Jahr schon sieben Mal “Arthur Weihnachten” angeschaut, da geht es ums Geschenke-Verteilen und den modernen Weihnachtsmann. Er LIEBT die Magie, die von diesen Geschichten ausgeht. Er wundert sich zwar, warum der Weihnachtsmann gerade bei uns schon am Abend kommt, und nicht erst am nächsten Morgen, er bekommt mit, dass wir Erwachsene füreinander Geschenke planen. Langsam hinterfragt er also. Aber er verschlingt momentan noch jede Weihnachtsgeschichte, ich fände es so traurig, ihm erzählen zu müssen, dass das alles nicht wahr ist.

Wir haben auch einen Wunschzettel geschrieben, der ist so niedlich, ich muss ihn aufheben. Einen Ninja-Roller wünscht er sich, “coole T-Shirts”, einen Traumfänger. Und neue Kostüme für die Verkleidungskiste. Den Wunschzettel hat er aufwändig bemalt. Und er hat fleißig Sterne ausgeschitten und drauf geklebt.

Ich finde Weihnachten so wunderbar mit Kindern. Es ist so gemütlich, bei uns ist seit Wochen einfach nur Harmonie im  Haus. Außer wenn morgens der Adventskalender – den ICH gemacht habe, das ist kein Geheimnis – nicht hält, was er versprochen hat… haha! Dann gibt es doch noch ab und zu einen Ausraster. Aber sonst. Nur schön. Wir kuscheln uns ein, essen ein bisschen zu viele Kekse und Mandarinen, schauen ein bisschen zu viel fern. Wir basteln, backen und lesen Geschichten und ich bin irgendwie schon richtig traurig, dass es bald vorbei sein wird.

Und ja, diese ganze Geschichte rund um die Frage, wer die Geschenke bringt, gehört für mich dazu. Solange sie geglaubt wird, werde ich sie erzählen! Allerdings versuche ich dieses Jahr nicht so oft zu sagen: “Wenn das der Weihnachtsmann sieht!”, wenn mein Sohnemann sich daneben benimmt. Das habe ich letztes Jahr inflationär gemacht und irgendwie ist es doch doof, wenn dann trotzdem alles voller Geschenke ist an Weihnachten.

Irgendwann wird Xaver auf der anderen Seite stehen, er wird sein fantasiereiches, kindliches Ich ein Stück weit verloren haben und verstehen, dass es den Weihnachtsmann gar nicht geben kann. Und dann hoffe ich, dass er das Spiel für Quinn trotzdem noch ein paar Jahre mitspielt! Und ich denke auch nicht dass wir ihn in der Hinsicht “aufklären” müssen. Irgendwann wird er es einfach nicht mehr glauben. Und Punkt.

Aber soll er auch wirklich und wahrhaftig kommen?

Bei uns bringt also der Weihnachtsmann die Geschenke. Aber einladen würden wir nie einen. Das geht mir dann doch zu weit und hier erinnere ich mich auch daran, dass ich als Kind schon ziemlich früh gesehen habe: Mh, der Bart ist doch nicht echt, mh, das ist doch kein echter, alter Mann. Das hat mir den Zauber ein bisschen genommen. Deshalb: verkleidete, bärtige Männer kommen mir nicht ins Haus. Und ich finde es auch okay, wenn kein Weihnachtsmann in die Kita kommt und ich muss auch nicht in irgendein Einkaufszentrum fahren, um einen zu besuchen. Der Weihnachtsmann darf bei uns eine schöne Vorstellung sein, die man niemals in echt sieht.

Das halten wiederum andere ganz anders: ich kenne viele Familien, bei denen jedes Jahr der Weihnachtsmann kommt. Die Kinder lieben es! Auch bei Marie wird einer kommen, aber Achtung: es wird eine Weihnachtsfrau sein! Das finde ich so cool. Für Xaver wäre das eine schreckliche Enttäuschung, wenn es eine Frau wäre, er ist gerade sehr maskulin unterwegs, aber ich finde es dennoch wunderbar. Auch hier also mal wieder: jeder wie er mag.

Wie haltet ihr es mit dem Weihnachtsmann oder dem Christkind? Erzählt ihr euren Kindern die Geschichte, oder seid ihr ehrlich und rational? Ladet ihr gar einen Weihnachtsmann ein, an Heiligabend? Ich bin sehr gespannt!!

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